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Corona: RKI veröffentlicht am Sonntag keine neuen Zahlen

| Lesedauer: 18 Minuten
Corona: Forscher arbeiten an Nasenspray-Impfstoff

Corona: Forscher arbeiten an Nasenspray-Impfstoff

Eine Impfung ohne Pieks, sondern mit Nasenspray: Daran forschen derzeit mehrere Wissenschaftler. Ein Projekt wird jetzt finanziell vom Bund unterstützt.

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Das RKI meldet keine neuen Werte. Lauterbach verlangt für die vierte Impfung klare Empfehlungen für alle Altersgruppen. Mehr im Blog.

  • US-Präsident Biden hat seine Corona-Infektion überstanden
  • Bundesjustizminister Marco Buschmann verteidigt die Rückkehr zum verstärkten Einsatz von Masken
  • Karl Lauterbach verlangt Impfempfehlungen für alle Altersgruppen
  • Das RKI meldet am Samstag aktuelle Corona-Zahlen – sonntags gibt es keine neuen Werte
  • Ärzte gehen davon aus, dass es bei den Fallzahlen eine hohe Dunkelziffer gibt
  • Lauterbach hat Corona und nimmt Paxlovid

Berlin. Auch wenn die Zahlen derzeit rückläufig sind, ist die aktuelle Corona-Sommerwelle noch nicht vorbei. Die Werte liegen weiterhin auf hohem Niveau. Das Robert Koch-Institut (RKI) gibt keine Entwarnung in der Pandemie.

Am Samstagmorgen meldete das Institut 49.609 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 66.003) und 141 Todesfälle (Vorwoche: 117) innerhalb eines Tages. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit 417,2 an. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 432,2 gelegen (Vorwoche: 578,1; Vormonat: 678,8). Sonntags veröffentlicht das RKI keine neuen Werte. Generell sind die aktuellen Daten mit Vorsicht zu lesen, da viele Infektionen nicht erfasst werden.

Corona-News von Sonntag, 7. August: US-Präsident Biden beendet Isolation

16.50 Uhr: US-Präsident Joe Biden hat am Sonntag seine Corona-Isolation beendet, nachdem er den zweiten Tag in Folge ein negatives Testergebnis erhalten hatte. "Ich fühle mich gut", sagte der Präsident lächelnd vor Reportern, als er vor dem Weißen Haus in einen Hubschrauber stieg, der ihn zu seinem Ferienhaus in Delaware fliegen sollte. Biden verließ erstmals seit dem 20. Juli wieder das Weiße Haus.

Buschmann verteidigt Rückkehr zum verstärkten Einsatz von Masken

13.35 Uhr: Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) hat nach der Einigung auf das neue Infektionsschutzgesetz die darin vorgesehene Option zu einer Rückkehr zur Maskenpflicht an mehr Orten als zuletzt verteidigt. Die Maske habe das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis aller Maßnahmen, sagte Buschmann der "Bild am Sonntag". Er habe auch nie an deren Wirksamkeit gezweifelt, das sei ihm angedichtet worden.

Buschmann sagte, "am liebsten wäre mir, wir benötigten überhaupt keine Maßnahmen mehr. Jedoch gehen viele Wissenschaftler – auch kritische – von einer hohen Belastungssituation für das Gesundheitssystem aus." Daher wolle die Bundesregierung mit dem mildesten möglichen Mittel arbeiten, das sei die Maske.

Buschmann sagte, den Betreibern etwa von Bars und Restaurants stünden mehr Spielräume für unternehmerische Eigenverantwortung offen. "Ein Betreiber kann zum Beispiel ein Public Viewing in Innenräumen zur WM organisieren und nur Besucher mit Tests reinlassen, so dass auf der Veranstaltung Normalität ohne Maske mit einem sehr niedrigen Risiko besteht."

Das Hausrecht jedes Betreibers ermögliche ihm, auch nur von einem Teil der Ausnahmen oder von gar keiner Ausnahme Gebrauch zu machen. "Das zeigt auch: Der Gesetzentwurf enthält keine 3-G-Zugangsregel. Im Gegenteil: Die gesetzliche Grundlage dafür nach der heute noch geltenden Hotspot-Regel wollen wir sogar streichen", betonte Buschmann.

Zehntausende in "Chinas Hawaii" wegen Corona-Ausbruch gestrandet

7.43 Uhr: Zehntausende Touristen sind wegen eines Corona-Ausbruchs im chinesischen Urlaubsparadies Sanya auf der Insel Hainan gestrandet, die als "Chinas Hawaii" bekannt ist. Flüge und Bahnverbindungen wurden gestoppt, nachdem einige hundert Infektionen auf der Insel entdeckt worden waren und sich das Virus offenbar weiter ausbreitet, wie Staatsmedien am Sonntag berichteten.

Während der Rest der Welt versucht, mit dem Virus zu leben, verfolgt China unverändert eine strikte Null-Covid-Politik und verhängt auf jeden Ausbruch weitgehende Beschränkungen. Nach Angaben des Vizebürgermeisters halten sich 80.000 Touristen in Sanya auf, von denen 30.000 in Hotels seien. Viele Chinesen unterhalten in Sanya auch eigene Ferienapartments, wo sie vorübergehend wohnen.

Hotels hätten Preisabschläge von 50 Prozent für fest steckende Reisende angeboten, berichtete die Zeitung "Global Times". Touristen dürften Sanya erst nach einer siebentägigen Risikoabschätzung verlassen. Der öffentliche Transport sei am Samstag eingestellt worden. Der Flughafen von Sanya hat nach Angaben des Staatsfernsehens am Sonntag alle Flüge gestrichen – am Vortag waren es 164 Maschinen.

Corona-News von Samstag, 6. August: Vierte Impfung: Lauterbach verlangt Impfempfehlungen für alle Altersgruppen

22.06 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach verlangt mit Blick auf die vierte Impfung klare Empfehlungen für sämtliche Altersgruppen: "Wir sollten nicht nur sagen, was die über 70-Jährigen machen sollen. Wir müssen auch eine Antwort für den 40-Jährigen haben", sagte der SPD-Politiker unserer Redaktion. Auch die Jüngeren wollten wissen, was sie machen sollen. "Wir brauchen jetzt klare Empfehlungen für alle Altersgruppen."

Die Frage sei, ob sich etwa ein 40-Jähriger auf keinen Fall impfen lassen solle oder nur in Ausnahmefällen, zum Beispiel bei sehr vielen Kontakten am Arbeitsplatz, oder nur, wenn der Hausarzt das empfehle. "Man braucht für jedes Alter eine Botschaft. Spätestens, wenn die neuen Impfstoffe da sind, sollte es klare Ansagen auch für die unter 60-Jährigen geben", verlangte Lauterbach. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt bislang nur Menschen ab 70 Jahren sowie Risikogruppen die vierte Impfung.

Lauterbach erwartet für den Frühherbst vier neue Impfstoffe: "Zwei Impfstoffe von Biontech und Moderna, die an den Subtyp BA.1 angepasst sind, und zwei, die speziell gegen den Subtyp BA.5 wirken." Sie würden nicht nur gegen schwere Verläufe schützen, sondern auch in hohem Maße gegen eine Infektion, so der Minister. Sobald die neuen Impfstoffe auf dem Markt seien, würden die bisherigen Vakzine "mehr oder weniger wertlos". Auch die ärmeren Länder würden diese Dosen nicht übernehmen. "Wir müssen dann Impfstoffdosen, die noch von der letzten Regierung bestellt worden waren, vernichten", erklärte Lauterbach.

US-Präsident Biden negativ auf Coronavirus getestet

21.56 Uhr: US-Präsident Joe Biden ist negativ auf das Coronavirus getestet worden. Er bleibe aber vorerst in Isolation, bis es einen zweiten negativen Antigentest gebe, teilte sein Arzt Kevin O'Connor am Samstag laut einer Erklärung des Weißen Hauses mit. "Der Präsident fühlt sich weiterhin sehr gut", betonte O'Connor. Der 79-jährige Biden war am 21. Juli erstmals positiv getestet worden. Er wurde mit dem Covid-Medikament Paxlovid behandelt und war einige Tage später negativ. Doch am Samstag vor einer Woche wurde der US-Präsident erneut positiv getestet – als Folge des sogenannten Rebound-Effekts, der nach einer Behandlung mit Paxlovid auftreten kann.

Biden ist vollständig gegen das Coronavirus geimpft und zweimal geboostert. Er ist der älteste Präsident, den die USA jemals hatten. Eine ärztliche Untersuchung im November vergangenen Jahres befand ihn für "tauglich", sein Amt auszuüben.

Nach Tod von Corona-Ärztin: Österreich will Hass im Netz verstärkt verfolgen

18.44 Uhr: Österreichs Justiz und Sicherheitsbehörden sollen als Reaktion auf den Tod einer bedrohten Ärztin stärker für den Kampf gegen Hass im Netz gerüstet werden. Justizministerin Alma Zadic (Grüne) kündigte am Samstag an, dass sie gemeinsam mit Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) daran arbeiten werde, jeder Polizeidienstelle und Staatsanwaltschaft die nötigen Ressourcen und Werkzeuge zu geben, um alle Opfer ernst zu nehmen und Täter zeitnah zur Rechenschaft zu ziehen. "Diese Ausforschung dauert oft zu lange, was für Betroffene natürlich extrem belastend ist", sagte sie.

Die im Kampf gegen die Corona-Pandemie engagierte Ärztin Lisa-Maria Kellermayr war monatelang massiven Morddrohungen aus der Szene der Maßnahmengegner ausgesetzt und hatte sich deshalb an die Polizei gewandt. Seit dem Suizid der 36-jährigen Medizinerin vor rund einer Woche sind Österreichs Behörden mit dem Vorwurf konfrontiert, sich zu wenig um den Fall gekümmert zu haben.

Familienministerin fordert bei Corona "Priorität" für Kitas und Schulen

14.57 Uhr: Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) hat vor dem nächsten Corona-Herbst gefordert, dass die Offenhaltung von Schulen und Kitas diesmal "wirklich Priorität" hat. "Wir müssen in diesem Herbst das Versprechen einhalten, dass es keine Kita- und Schulschließungen mehr gibt", sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). "Das muss wirklich Priorität haben."

Die Ministerin verwies auf Befunde der vergangenen zwei Jahre, die erschreckend seien. "Die psychosozialen Folgen der Lockdowns sind dramatisch, viele Kinder und Jugendliche haben depressive Symptome", sagte sie. "Bis zu einem Schuljahr ist den Kindern verloren gegangen." Paus bezeichnete den Entwurf zum Infektionsschutzgesetz als "eine gute Vorbereitung auf den nächsten Corona-Winter".

Fahrgast will im Bus keine Maske tragen – Busfahrer verletzt

13.53 Uhr: Ein alkoholisierter Mann hat den Fahrer eines Busses verletzt, weil dieser ihn auf die Maskenpflicht aufmerksam gemacht hatte. Der 24-Jährige war am Freitag ohne Maske in das Fahrzeug in Ingolstadt eingestiegen, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Der Fahrer wies ihn auf die Maskenpflicht hin. Daraufhin klemmte der Mann das Bein des Busfahrers ein, indem er die Tür zum Fahrersitz zumachte. Dieser wurde dabei leicht verletzt. Der 24-Jährige verließ den Bus und wurde von der Polizei in der Nähe aufgegriffen. Das Ergebnis eines Alkoholtests war ein Promille.

Amtsärzte: Zwei- bis dreimal so viele Corona-Fälle wie offiziell angegeben

11.18 Uhr: Deutschlands Amtsärztinnen und Amtsärzte gehen davon aus, dass die Zahl der Corona-Infektionen weitaus höher ist als offiziell angegeben. Er schätze die Corona-Dunkelziffer auf etwa zwei- bis dreimal so hoch wie die offiziellen Zahlen, sagte der Vorsitzende des Bundesverbands der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖDG), Johannes Nießen, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Samstag.

Die amtliche Summe ergibt sich aus den gemeldeten positiven PCR-Tests abzüglich der Verstorbenen. Zunehmend sei es aber so, "dass Personen sich einem Antigentest unterziehen und keinen PCR-Test mehr durchführen", erläuterte Nießen. "Dies führt zu einer Untererfassung der Infektionen." Das Corona-Monitoring von Abwasser und Antikörperstudien von Blutspenden gäben Hinweise auf diese Untererfassung.

"Nur ein Teil derjenigen, die einen positiven Schnelltest haben, machen zur Bestätigung auch einen PCR-Test", bestätigte auch der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt. "Allein deswegen schon ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen", sagte er den Zeitungen.

Extremismusforscher rechnet mit erneuten "Querdenker"-Protesten

9.45 Uhr: Der Extremismusforscher Andreas Zick rechnet im Herbst mit erneuten Demonstrationen der "Querdenker"-Szene. Die Szene sei nie weg gewesen, sie organisiere sich lediglich neu, sagte Zick dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Bielefeld. Anlässe für neue Protestaktionen könnten erneute Coronamaßnahmen und harte Energiesparmaßnahmen sein. "Nach der Hochphase in den Lockdowns erfolgt aktuell eine Reorganisation, die sich im Herbst bemerkbar machen wird", warnte der Leiter des Instituts für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld.

Die Ideologie der "Querdenker"-Szene, wie ein vermeintlicher Entzug von Grundrechten und einer Politik als nicht legitime Vertretung, werde mit Maßnahmen zum Infektionsschutz und zum Energiesparen verknüpft, erläuterte der Wissenschaftler. Auch die Feindbilder seien teilweise noch da und würden nun langsam ersetzt: "Merkel, Lauterbach und Drosten" funktionierten nicht mehr. Sie würden etwa durch Habeck und andere Politiker ersetzt, die als Feindbilder genutzt würden. Potenzielle Angriffsziele seien "alle, die lokal oder im Land 'Eliten' darstellen".

Hausärzte mahnen mehr vierte Corona-Impfungen an

8.20 Uhr: Die deutschen Hausärzte haben an ältere Bevölkerungsgruppen appelliert, sich ein viertes Mal gegen das Coronavirus impfen zu lassen. "Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission gibt den Rahmen vor, an dem sich die Hausärzte orientieren", sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vom Samstag. "Die Stiko-Empfehlung sagt, dass die vierte Impfung aktuell für Ältere und Hochgefährdete empfohlen wird."

"Der Fokus sollte daher jetzt auf den Gefährdeten liegen, gerade auch weil sich bisher deutlich zu wenige von ihnen zu einer vierten Impfung entschlossen haben", sagte Weigeldt weiter.

Die Stiko empfiehlt die vierte Impfung für Menschen ab 70 Jahren. Die Europäische Union hat die Empfehlung für alle ab 60 Jahren ausgeweitet. Weigeldt sagte dazu: "Die Impfung ist am Ende des Tages eine Entscheidung zwischen Patient und Arzt."

Lauterbach nimmt Paxlovid

5.12 Uhr: Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich auf Twitter zu seiner Corona-Infektion geäußert. Der SPD-Politiker teilte mit, dass seine Symptome noch leicht seien. "Zur Vermeidung von Komplikationen nehme ich Paxlovid", so Lauterbach. Das Medikament soll einen schweren Krankheitsverlauf verhinden.

Drei Jahre Haft für US-Bürger nach Drohungen gegen Corona-Experten Fauci

0.05 Uhr: Wegen Todesdrohungen gegen den US-Virologen und Corona-Regierungsberater Anthony Fauci sowie andere Regierungsvertreter ist ein 57-Jähriger aus dem US-Bundesstaat West Virginia zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Mann hatte sich schuldig bekannt, zwischen Dezember 2020 und Juli 2021 Droh-Mails verschickt zu haben, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Unter anderem hatte er Fauci und dessen Familie gedroht, sie würden "auf die Straße gezerrt, totgeprügelt und in Brand gesteckt".

Ein Gericht verurteilte den 57-Jährigen zu drei Jahren Haft gefolgt von drei Jahren auf Bewährung. Jeder habe das Recht, eine andere Meinung zu haben, "aber Sie haben nicht das Recht, das Recht eines Bundesbeamten zu bedrohen", sagte der zuständige Staatsanwalt in dem Verfahren. Derartige Drohungen würden mit der vollen Härte des Gesetzes verfolgt.

Corona-News von Freitag, 5. August – Corona-Experte Watzl: Mit der vierten Corona-Impfung jetzt noch warten

  • Der Corona-Experte und Immunologe Carsten Watzl rät älteren Menschen und Risikopatienten mit einer vierten Impfung noch zu warten, bis die an die Omikron-Variante angepassten Vakzine zugelassen sind: "Da die angepassten Impfstoffe hoffentlich nächsten Monat kommen, kann man jetzt auch warten, wenn man die vierte Impfung bisher noch nicht gemacht hat", sagte Watzl unserer Redaktion.
  • Nach dem Tod der österreichischen Ärztin Lisa-Maria Kellermayr ist am Freitag in Oberbayern die Wohnung eines Mannes durchsucht worden. Dem 59-Jährigen aus dem Landkreis Starnberg werde Bedrohung und Nachstellung Kellermayrs vorgeworfen, berichtete die Generalstaatsanwaltschaft München anschließend.
  • Wegen der Ausstellung von Hunderten falschen Masken-Attesten ist eine Ärztin aus Oberbayern zu einer zweijährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Aufgrund der mangelnden Schuldeinsicht der Angeklagten sei die Strafe nicht zur Bewährung ausgesetzt worden, erläuterte Amtsgerichts-Direktorin Christine Schäfer am Freitag.
  • Jeder achte Corona-Infizierte leidet Wochen oder Monate nach der Infektion an mindestens einem Symptom von Long Covid. Das geht aus einer großangelegten Studie aus den Niederlanden hervor, die am Donnerstag in der Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlicht wurde.
  • Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat die geplanten neuen Corona-Regelungen scharf kritisiert. "Ich finde nicht, dass das Infektionsschutzgesetz in dieser Form für mich zustimmungsfähig ist", sagte er den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (Freitag) und stellte sich damit auch gegen seinen Parteifreund Marco Buschmann.
  • Nach dem Tod der von Corona-Impfgegnern bedrohten Ärztin Lisa-Maria Kellermayr haben auch die österreichischen Behörden die Ermittlungen wieder aufgenommen. Die "inländische Gerichtsbarkeit" sei nach dem Suizid der 36-jährigen Hausärztin wieder gegeben, sagte der leitende Staatsanwalt Christian Hubmer am Freitag und bestätigte damit einen Bericht der "Oberösterreichischen Nachrichten".
  • Der Städte- und Gemeindebund hält die im neuen Infektionsschutzgesetz geplanten Ausnahmen von der Maskenpflicht für nicht kontrollierbar. "Die Befreiung von der Maskenpflicht für Geimpfte oder Genesene ist im Alltag kaum wirksam zu kontrollieren und nur sehr schwer umzusetzen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den RND-Zeitungen vom Freitag.
  • In Nordkorea haben sich nach offiziellen Angaben alle Patienten erholt, die seit der Bestätigung der ersten Covid-19-Infektionen im Mai erkrankt waren. Am Freitag habe es am siebten Tag in Folge keine "Fieberfälle" gegeben, teilte die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Freitag mit. Nordkorea spricht in Fallberichten von "Fieber-Patienten", nicht von "Covid-Patienten", wohl aufgrund mangelnder Testkapazitäten.
  • Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der 59-Jährige sei am Donnerstagabend positiv getestet worden, teilte sein Ministerium am frühen Freitagmorgen mit.

In Corona-News von Donnerstag, 4. August: RKI gibt keine Entwarnung in der Sommerwelle

  • In der Corona-Sommerwelle erkennt das Robert Koch-Institut einen sinkenden Trend, gibt aber weiter keine Entwarnung.
  • Noch immer sieht das Robert Koch-Institut (RKI) angesichts der Corona-Pandemie bei Millionen Menschen weiteren Impfbedarf – obwohl im Juli wieder etwas mehr Impfungen als im Vormonat verabreicht worden sind.
  • Angesichts weiterhin hoher Corona-Infektionszahlen sind Krankschreibungen wegen Erkältungsbeschwerden ab sofort wieder rein telefonisch und ohne Praxisbesuch möglich.
  • Trotz der für den Herbst erwarteten Zuspitzung der Coronalage soll das Münchner Oktoberfest wie geplant stattfinden.
  • Vertreterinnen und Vertreter von Ärzteverbänden sowie Patientenschützer haben Lob und Kritik an den Regierungsplänen zur Corona-Bekämpfung ab Herbst geäußert.
  • Im Kampf gegen die Corona-Pandemie fördert die Bundesregierung erstmals die Entwicklung eines nasalen Impfstoffs.
  • In der Debatte um ein mögliches Ende der Isolationspflicht für Corona-Infizierte will die Bundesregierung nach Angaben Bayerns keine Neubewertung der Lage durch das Robert Koch-Institut (RKI).
  • Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 451,3 angegeben.

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(fmg/dpa/afp/epd)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.

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