Corona: 30 Millionen geimpft – Wenige Menschen bei Demos

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Sieben-Tage-Inzidenz weiter deutlich gesunken

Sieben-Tage-Inzidenz weiter deutlich gesunken

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist weiter zurückgegangen und liegt nun den zweiten Tag in Folge unter hundert.

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Die bundesweite Inzidenz bleibt laut RKI unter 100. Fitnessstudios sind in Sorge, wie es nach Corona weitergeht. Alle Infos im Blog.

  • In Deutschland fallen die Corona-Zahlen weiter, die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz lag am Samstag deutlich unter 100
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gab bekannt, dass mehr als 30 Millionen Menschen in Deutschland mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden seien
  • In verschiedenen Städten sind für Samstag Demonstrationen von Corona-Skeptikern angekündigt
  • Die Ständige Impfkommission rechnet damit, dass auch im nächsten Jahr wieder eine Impfung fällig sein wird
  • In Bezug auf Sonderregelungen für Geimpfte spricht sich eine Mehrheit der Deutschen gegen entsprechende Lockerungen der Corona-Regeln aus

Berlin. In der Corona-Pandemie gibt es aktuell vor allem positive Nachrichten. So steigt die Zahl der Impfungen in Deutschland weiter an. Für Mittwoch meldete das Bundesgesundheitsministerium 1,35 Millionen Impfungen – ein neuer Tagesrekord. Über ein Drittel der Menschen hierzulande sind inzwischen einmal geimpft, mehr als zehn Prozent sind vollständig immunisiert.

Gleichzeitig sinkt die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz immer weiter. Damit steigen auch die Hoffnungen auf Lockerungen der Corona-Maßnahmen. In Hamburg gilt die Notbremse bereits nicht mehr. Baden-Württemberg lockert die Corona-Regeln für Restaurants, Tourismus und Freizeit. Auch in Berlin soll Außengastronomie wieder möglich werden. Um einen "Lockerungs-Wettlauf" zu verhindern hat Bundesgesundheitsminister Spahn laut einem Bericht nun einen einheitlichen Öffnungsplan vorgelegt.

Zudem heben immer mehr Bundesländer die Impfpriorisierung in Arztpraxen komplett auf. So kündigte Sachsen am Donnerstag an, auf eine Priorisierung ab dem 24. Mai zu verzichten. Bereits ab Montag soll es in Baden-Württemberg, Bayern und Berlin keine entsprechenden Beschränkungen für Corona-Impfstoffe in Arztpraxen mehr geben.

RKI meldet Zahlen - Inzidenz sinkt weiter

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7894 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 177 neue Todesfälle verzeichnet. Am Samstag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 15.685 Neuinfektionen und 238 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der innerhalb von sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 87,3. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 96,5 angegeben – damit war sie erstmals seit dem 20. März (99,9) auf unter 100 gesunken. In der Vorwoche lag sie bei 121,5. Lesen Sie mehr dazu: RKI meldet Corona-Fallzahlen und aktuellen Inzidenz-Wert

Corona-News von Samstag, 15. Mai: Stiko: Dritte Corona-Impfung wohl schon ab Herbst fällig

22:00 Uhr: Die Ständige Impfkommission (Stiko) rechnet damit, dass sich die Bundesbürger im kommenden Jahr erneut gegen das Corona-Virus impfen lassen müssen: „Das Virus wird uns nicht wieder verlassen. Die aktuellen Corona-Impfungen werden deswegen nicht die letzten sein“, sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens unserer Redaktion.

„Grundsätzlich müssen wir uns darauf einstellen, dass möglicherweise im nächsten Jahr alle ihren Impfschutz auffrischen müssen.“ Die Hersteller arbeiteten nach eigener Aussage bereits an modifizierten Impfstoffen, die gegen relevante derzeit bekannte Mutanten wirksam sein sollen. Mehr zum Hintergrund: Warum schon ab Herbst die dritte Corona-Impfung fällig ist

Geschäft mit gefälschten Impfausweisen floriert

21.24 Uhr: Viele Innenministerien der Bundesländer sind besorgt: Immer mehr Kriminelle machen mit nachgemachten Impfausweisen Kasse. Der Schwarzmarkt floriert plötzlich. Lesen Sie unseren Hintergrundbericht: Schwarzmarkt boomt: 130 Euro für gefälschte Impfpässe

Ex-Regierungschef Berlusconi aus dem Krankenhaus entlassen

20.23 Uhr: Der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist nach mehrtägiger Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der 84-Jährige sei darauf erpicht, zur „vollen Aktivität“ zurückzukehren, erklärte dazu am Samstag der Vizechef von Berlusconis Partei Forza Italia, Antonio Tajani.

Berlusconi war am Dienstag in das Mailänder Krankenhaus San Raffaele eingeliefert worden. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP hing seine Einlieferung mit Spätfolgen seiner Corona-Infektion zusammen. Der frühere Ministerpräsident hatte sich im vergangenen Jahr mit dem Virus infiziert. Es war bereits das vierte Mal in diesem Jahr, dass Berlusconi ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

Kaum Zulauf zu Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen

18.46 Uhr: Eine Demonstration von Gegnern der Corona-Schutzmaßnahmen hat am Sonnabend in Hamburg nur geringen Zulauf gehabt. Statt der angemeldeten 600 Teilnehmer kamen nach Angaben der Polizei rund 150 Teilnehmer zu der Veranstaltung auf der Ludwig-Erhard-Straße. In der Nähe versammelten sich knapp 50 Gegendemonstranten. Beide Gruppen waren durch Absperrgitter voneinander getrennt. Die Veranstaltung sei friedlich verlaufen, sagte ein Sprecher der Polizei.

500 Impfdosen nach unterbrochener Kühlkette in Oldenburg

17.38 Uhr: Wegen eine eineinhalbtägigen Unterbrechung der Kühlkette sind im Oldenburger Impfzentrum 500 Impfdosen des Herstellers Biontech/Pfizer unbrauchbar geworden. Das teilte die Stadt Oldenburg am Samstag mit. Die Stadtverwaltung sprach von einem „schwerwiegenden Fehler“, der allerdings keine Auswirkungen auf die Impftermine habe.

Der Impfstoff von Biontech muss bei hohen Minusgraden gelagert werden. Vor der Impfung werde er dann in einen Kühlschrank gelegt, um den Stoff langsam an höhere Temperaturen anzupassen. Dies sei aber nicht geschehen, sagte Stadtsprecher Reinhard Schenke. Der Impfstoff habe eineinhalb Tage bei Raumtemperatur gelagert und sei deshalb unbrauchbar geworden.

Nürnberger „Querdenken“-Demo mit weniger Teilnehmern als erwartet

16.30 Uhr: Zu einer „Querdenken“-Demonstration in Nürnberg sind am Samstag deutlich weniger Teilnehmer gekommen als von den Organisatoren angekündigt. Nach Angaben der Polizei kamen zunächst 600 bis 700 Demonstranten zu der Kundgebung. Für die Demo waren etwa 3500 Teilnehmer angekündigt gewesen. Zu einer Gegendemonstration seien etwa 300 Teilnehmer auf den Nürnberger Volksfestplatz gekommen, sagte ein Polizeisprecher.

Um die Veranstaltung hatte es die vergangenen Tage ein juristisches Tauziehen gegeben. Nachdem die Stadt Nürnberg die „Querdenken“-Versammlung verboten hatte, zogen die Organisatoren zunächst vor das Verwaltungsgericht im mittelfränkischen Ansbach.

Gefälschte Impfdokumente - Kölner Polizei gründet Ermittlungsgruppe

16.00 Uhr: Um Fälschungen in Impfpässen aufzuspüren und Fälscher zu überführen, hat die Kölner Polizei eine Ermittlungsgruppe mit Namen „Stempel“ eingerichtet. Das bestätigte eine Sprecherin am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Die „Kölnische Rundschau“ und der „Kölner Stadt-Anzeiger“ hatten zuvor berichtet.

Demnach startete die dreiköpfige Gruppe am 7. Mai. „Wir wollen die Ermittlungen zusammenführen, um Tatzusammenhänge schneller zu erkennen“, sagte Kommissionsleiterin Nicole Gentner dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Derzeit gebe es neun laufende Verfahren – in erster Linie wegen des Verdachtes, gefälschte Impfdokumente hergestellt und angeboten zu haben.

Strikter Lockdown in indischer Provinz Westbengalen

14.31 Uhr: In der indischen Provinz Westbengalen ist es nach Massenveranstaltungen während des Regionalkampfs zu einem dramatischen Anstieg der Corona-Neuinfektionen gekommen. Die Region mit rund 91 Millionen Einwohnern verzeichnete zuletzt 21.0000 neue Infektionen. Bei den Veranstaltungen hatten im März und April im Beisein von Premierminister Narendra Modi zehntausende Menschen teilgenommen.

Nun reagieren die Behörden mit einem drastischen Lockdown auf die Infektionswelle. Für zwei Wochen müssen Büros und Geschäfte schließen. Auch der öffentliche Verkehr wird laut der Deutschen Presse-Agentur eingestellt. Derweil bleibt die Situation in ganz Indien angespannt: Am Samstag stieg die Zahl der landesweit insgesamt registrierten Infektionen auf fast 25 Millionen. 265.000 Menschen sind in Verbindung mit einer Coronainfektion gestorben.

Dänemark gräbt Millionen Nerze wieder aus

14.05 Uhr: Weil sie sich mit einer Mutation des Coronavirus infiziert hatten, ließ Dänemark im vergangenen Jahr rund 15 Millionen Nerze in Farmen töten und vergraben. Nun müssen die Tiere teilweise wieder exhumiert werden, weil durch die verwesenden Tierkörper eine Verseuchung des Grundwassers droht.

Bereits kurz, nachdem die Tiere vergraben worden waren, hatte es Probleme gegeben. Damals hatten Fäulnisgase dafür gesorgt, dass die Kadaver teilweise wieder an die Oberfläche gelangten. Auch den Anwohnern machten diese Gase laut "Tagesschau" Probleme, denn die Gräber hätten furchtbar gestunken. Nun sollen die wieder ausgegrabenen Tierkörper in Verbrennungsanlagen gebracht werden. Insgesat 13.000 Tonnen Kadaver müssen verbrannt werden.

Arzt in Hattingen soll Geld für Impfung verlangt haben

13.29 Uhr: Ein Artzt in Hattingen (NRW) soll von seinen Patientinnen und Patienten 25 Euro für Corona-Impfungen verlangt haben. Das Nach eigenen Angaben rechne der Arzt mittlerweile mit den Krankenkassen ab. Vor der Astrazeneca-Freigabe habe er übrigen Impfstoff am Abend aber gegen Bezahlung an Patienten verimpft.

AfD bricht Landesparteitag in Niedersachsen ab

13.08 Uhr: Weil mehr Menschen im Saal waren, als aufgrund der Corona-Regeln erlaubt war, hat die AfD ihren außerordentlichen Landesparteitag in Braunschweig abgebrochen. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, seien am Samstag mehr Mitglieder erschienen, als erwartet. Da das Ordnungsamt auf die Durchsetzung der Corona-Maßnahmen bestand, hatte die Partei zunächst alle Journalisten nach draußen geschickt, um Platz zu schaffen.

Schließlich befanden sich mit 649 Parteimitgliedern dennoch zu viele Personen im Saal, 14 warteten noch davor. Da keine stimmberechtigten Mitglieder ausgeschlossen werden durften, beschloss der Versammlungsleiter daraufhin, den Parteitag abzubrechen.

Mehrere Demonstrationen am Samstag

12.31 Uhr: Am Samstag sind in mehreren Deutschen Städten Demonstrationen von Corona-Skeptikern geplant. So sind laut Polizei in Kiel drei Kundgebungen angemeldet, die der "Querdenker"-Szene zugeordnet werden. In Nürnberg wird nach einer Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs ebenfalls eine "Querdenker"-Demo stattfinden, die von der Stadt zunächst verboten worden war.

Erfolg hatte mit ihrem Verbot dagegen die Stadt Dresden: Das Verwaltungsgericht Dresden und das Oberverwaltungsgericht Bautzen bestätigten die Entscheidung, mehrere Versammlungen zu untersagen. Damit folgten die Richter der Argumentation der Stadtverwaltung, wonach von den Versammlungen eine nicht vertretbare Corona-Gefahr für Teilnehmer, Polizisten und Passanten ausgegangen wäre. Die Polizei kündigte bereits an, dennoch stattfindende Proteste mit einem Großaufgebot verhindern zu wollen.

DLRG fürchtete wegen Corona viele Badeunfälle

11.57 Uhr: Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gemeinschaft (DLRG) rechnet für die beginnende Badesaison mit vielen Badeunfällen. "Wir befürchten für die Sommersaison 2021 deutlich mehr Probleme und Zwischenfälle am und im Wasser als bereits in der Saison 2020", sagte DLRG-Pressesprecher Achim Wiese der Deutschen Presse-Agentur. "Viele unterschätzen, wie viel Fitness verloren gegangen ist, wenn sie lange zu Hause sind und sich über einen langen Zeitraum nicht regelmäßig und ausreichend bewegen."

Mehr als 30 Millionen Menschen in Deutschland geimpft

11.20 Uhr: Die Zahl der Menschen in Deutschland, die mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft wurden, liegt mittlerweile bei über 30 Millionen. Damit sind rund 36,5 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft. 10,9 Prozent (rund 9 Millionen) sind bereits komplett geimpft.

Umsatzeinbruch im Profi-Fußball

10.36 Uhr: Die Corona-Pandemie hat die deutschen Profi-Fußball-Clubs hart getroffen. So geht DFL-Chef Christian Seifert davon aus, dass etwa die Bundesliga in der aktuellen Saison etwa ein Viertel weniger Umsatz machen wird als in der vergangenen. Als Hauptgrund nannte er im Gespräch mit dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" fehlende Ticket-Einnahmen. Zudem sei der Transfermarkt größtenteils zum Erliegen gekommen.

Mit Blick auf die Krise forderte Seifert zudem eine politische Aufarbeitung des Corona-Krisenmanagements. Mit Blick auf die Situation in der Bundesliga lasse sich die Qualität der Pandemiebekämpfung bewerten. "Würde man die Bundesliga als Gradmesser dafür heranziehen, wie wir durch diese Krise gekommen sind, könnte man sagen, dass zwischen dem Re-Start und der möglichen Wiederzulassung von Zuschauern einiges offenbar nicht so gelaufen ist, wie es hätte laufen können."

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer stellt Bundesnotbremse in Frage

10.11 Uhr: Sachsens Ministerpräsident Michael Kremtschmer (CDU) die Bundesnotbremse kritisiert. Diese habe viel Aufregung ausgelöst. Es sei jedoch nicht gelungen, die Bevölkerung von der Notwendigkeit der Maßnahme zu überzeugen, sagte Kretschmer im Gespräch mit dieser Redaktion. "Wir müssen sehen, dass wir uns in einer Spirale befinden, die Politik und Bevölkerung auseinanderbringt. Das ist nicht gut. Wir sollten daraus lernen, dass regionale Entscheidungen besser sind als das Eingreifen durch den Bund."

Gleichzeitig sprach sich Kretschmer für weitere Öffnungsschritte aus. "Wir müssen deutlich unter eine Inzidenz von 100 kommen. Dann werden Außengastronomie, Öffnung des Einzelhandels, Kultur- und Freizeitaktivitäten langsam wieder möglich sein", sagte er.

Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt in Sachsen derzeit 122,6. Neben Baden-Württemberg und Thüringen ist Sachsen damit aktuell eines der wenigen Länder mit einer Inzidenz über 100. Seit Monaten ist es besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffen. Bei der Einführung der Bundesnotbremse am 23. April hatte die Inzidenz dort noch 209 betragen.

Lehrerverband rechnet mit Regelbetrieb in Schulen nach den Sommerferien

9.25 Uhr: Nach langen Monaten des Home-Schoolings und des Wechselunterrichts geht Heinz-Peter Meidinger, der Chef des Deutschen Lehrerverbands, davon aus, dass die Schulen nach den Sommerferien zum Regelunterricht zurückkehren können. „"Ich rechne damit, dass der dritten Welle keine vierte mehr folgen wird und das nächste Schuljahr bei anhaltend sinkenden Inzidenzen und weiteren Impffortschritten im Regelbetrieb starten kann", sagte Meidinger der "Welt".

So gebe es zumindest für ältere Schülerinnen und Schüler eine reelle Chance, bis zum Schulanfang nach den Ferien geimpft zu sein. Damit alle Kinder und Jugendlichen ihre durch die Corona-Pandemie entstandenen Defizite aufholen können, müssten bereits jetzt Konzepte entwickelt werden. Insgesamt seien seit Beginn der Pandemie rund die Hälfte der Präsenz-Schulstunden in deutschen Schulen ausgefallen. In Hamburg seien es sogar drei Viertel der Unterrichtsstunden gewesen.

Mehrheit der Deutschen gegen Erleichterungen für Corona-Geimpfte

8.54 Uhr: Seit einer Woche haben vollständig gegen das Coronavirus geimpfte und genesene Menschen in Deutschland mehr Freiheiten. In der Bevölkerung ist jedoch eine Mehrheit gegen diese Regelung. So sprechen sich laut dem Meinungsforschungsinstitut YouGov 21 Prozent der Befragten grundsätzlich gegen eine Besserstellung von Geimpften aus. Weitere 32 Prozent lehnen diese ab, solange noch nicht alle Menschen in Deutschland die Möglichkeit hatten, sich impfen zu lassen.

Unterstützt wird die aktuelle Regelung dagegen nur von 21 Prozent. Betroffen sind von den Lockerungen laut Daten des Robert Koch-Institut von Freitag bisher rund 8,8 Millionen Menschen, die bereits zwei Corona-Impfungen erhalten haben. Hinzu kommen etwa 3,2 Millionen Genesene. Für sie fallen Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren weg. Zudem sind sie unter anderem in der Gastronomie und im Einzelhandel mit negativ Getesteten gleichgestellt.

Drei von vier Ex-Mitgliedern in Fitnessstudios wollen nicht zurückkehren

7.30 Uhr: Den Fitnessstudios in Deutschland droht auch nach der Wiedereröffnung eine lange Durststrecke. Drei von vier Ex-Mitgliedern (72 Prozent), die ihren Vertrag in der Corona-Pandemie gekündigt haben, wollen nicht zurückkehren. Das ergab eine Umfrage des Kündigungsdienstleisters Aboalarm, die unserer Redaktion vorab vorlag.

Fast alle Befragten gaben an, dass sie trotz geschlossener Fitnessstudios weiter Beiträge zahlen sollten (88 Prozent) und dafür keine Gutscheine als Entschädigung erhielten (87 Prozent). Als Gründe für die Vertragsauflösung nannte jedes zweite Ex-Mitglied (48 Prozent) die Schließung wegen der Corona-Pandemie, 28 Prozent gaben "kein Bedarf mehr" an. "Zu teuer" war der Vertrag für zwölf Prozent der Sportler.

Freitag, 14. Mai: RKI-Chef verteidigt Einsatz von Masken gegen Corona

22.52 Uhr: Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hält den Einsatz von Masken im Kampf gegen die Corona-Pandemie für ein wichtiges Mittel. Der Behördenchef verwies am Freitag auf Alltagsmasken, OP-Masken und FFP2- sowie FFP3-Masken. „All diese drei Maßnahmen fördern den Infektionsschutz“, sagte Wieler als Zeuge im Corona-Untersuchungsausschuss des Brandenburger Landtags in Potdsam. Anfangs habe es Unsicherheit darüber gegeben, ob Masken einen wirksamen Schutz gegen das Coronavirus bieten könnten.

Wieler wurde von den Abgeordneten zur Arbeitsweise des Instituts und zum Informationsstand über die Entwicklung der Pandemie befragt. Im Mittelpunkt stand die Frage der Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Krisenpolitik auf die Gesundheit der Bevölkerung. Die Parlamentarier befragten neben Wieler auch die Krankenhaushygienikerin Ines Kappstein. Sie ist Beraterin für Einrichtungen im Gesundheitswesen und beurteilt die Wirksamkeit eines Mund-Nasen-Schutzes in der Öffentlichkeit skeptisch.

Delta Air Lines schreibt Corona-Impfung bei Neueinstellungen vor

20.30 Uhr: Die Fluggesellschaft Delta Air Lines setzt bei Neueinstellungen in den USA künftig Corona-Impfungen voraus. Das Unternehmen bezeichnete die Entscheidung am Freitag in einer Mitteilung als wichtigen Schritt zum Schutz seiner Beschäftigten und Kunden. Bei seinen bisherigen Mitarbeitern schreibt Delta solche Impfungen nicht vor, allerdings haben diese nach Angaben der Airline ohnehin schon mehr als 60 Prozent der Belegschaft erhalten.

Dass US-Unternehmen Angestellte zu Corona-Impfungen verpflichten, ist bislang noch nicht häufig vorgekommen. Firmen können dadurch nicht nur Kritik von Impfgegnern und -skeptikern riskieren, sondern nach Einschätzung von Rechtsexperten auch Anti-Diskriminierungsklagen. In der Regel wird deshalb eher auf Prämien gesetzt. Der weltgrößte Online-Händler Amazon etwa kündigte am Donnerstag an, geimpften Bewerbern bei neuen Einstellungen 100 Dollar extra zu zahlen.

Polen startet Corona-Impfkampagne mit Promis

19.43 Uhr: Die polnische Regierung will mit Prominenten die Impfbereitschaft der Bevölkerung ankurbeln. Spitzensportler und Filmstars sollen in Medien und auf Plakaten für Corona-Impfungen werben. An der am Freitag begonnenen Kampagne nehmen nach Regierungsangaben unter anderem die Fußball- und Volleyball-Nationalmannschaften sowie der Formel-1-Rennfahrer Robert Kubica teil.

"Impfungen sind ein Weg, die Pandemie loszuwerden", erklärte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki bei der Ankündigung der Kampagne. Wenn die Polen nun Solidarität zeigten, sei ein normaler Sommer "in unserer Reichweite", ergänzte er. Gesundheitsminister Adam Niedzielski gab sich optimistisch: "Ich gehe davon aus, dass Polen während der Sommerferien dank der Impfungen eine Immunisierung von 70 bis 80 Prozent der Bevölkerung gegen Covid-19 erreichen wird." In diese Schätzung bezog er auch die von der Erkrankung Genesenen ein.

Johnson: Indische Variante leichter übertragbar als bisheriges Virus

19.07 Uhr: Die indische Variante des Coronavirus B.1.617.2 ist nach Ansicht britischer Experten leichter übertragbar als die bisher vorherrschenden Virus-Varianten, inklusive der sogenannten britischen Variante B.1.1.7. Das sagte der Premierminister Boris Johnson am Freitag in London. Noch sei nicht klar, um wie viel schneller sich die Variante verbreite, so der konservative Politiker weiter. Im schlimmsten Fall stünden dem Land schwere Entscheidungen bevor.

Insgesamt sind die Infektionszahlen in Großbritannien mit einer landesweiten Sieben-Tage-Inzidenz von rund 23 sehr niedrig. Regional kam es aber in den vergangenen Wochen wieder zu einem Anstieg, der teilweise auf die indische Variante zurückgeführt wird. Laut Behördendaten hat sich die Zahl der in Großbritannien nachgewiesenen Fälle der Variante B.1.617.2 innerhalb einer Woche auf gut 1300 Fälle verdoppelt.

Immunschutz nach Infektion oder Impfung – können Antikörpertests ihn nachweisen?

Nach einer überstandenen Coronavirus-Infektion besteht ein gewisser Immunschutz gegenüber dem Erreger. Doch wie stark ist dieser? Und wie lange hält er an? Diese Fragen beschäftigen nicht nur die Wissenschaft. Auch viele Genesene wollen wissen, wie es um ihren Schutz gegen das Virus steht. Gleiches gilt für Geimpfte, die wissen wollen, ob ihr Körper einen Schutz gegen das Sars-CoV-2-Virus aufgebaut hat.

Alle wichtigen Fragen zu Antikörpertests beantwortet dieser Überblick.

Corona-Immunschutz: Was Antikörpertests aussagen
Corona-Immunschutz: Was Antikörpertests aussagen

Tschechien erkennt deutsche Corona-Impfnachweise an

18.34 Uhr: Tschechien will von diesem Samstag an ausländische Corona-Impfnachweise aus Deutschland, Österreich, Ungarn, Slowenien, Polen und der Slowakei anerkennen. Das sei eine Übergangslösung bis zur Einführung des geplanten digitalen EU-Corona-Passes, sagte Außenminister Jakub Kulhanek am Freitag in Prag. Von der Regelung profitieren unter anderem Deutsche mit Wohnsitz in Tschechien und Geschäftsreisende. Für sie entfallen die strengen Test- und Quarantänepflichten bei der Einreise. Voraussetzung ist, dass die erste Impfung mindestens 22 Tage zurückliegt.

Touristische Reisen ohne triftigen Grund sind nach derzeitigem Stand weiterhin nicht erlaubt. Tschechien ermöglicht nur den kleinen Grenzverkehr zum Beispiel zum Einkaufen, wenn der Aufenthalt nicht länger als 12 Stunden dauert. Dabei entfällt die Quarantäne- und Testpflicht ohnehin, auch für Ungeimpfte.

Auch Griechenland kündigte an, dass Reisende ab sofort auch nur mit einer deutschsprachigen Corona-Impfbescheinigung ins Land kommen können und damit nicht in Quarantäne müssen.

Großbritannien wird wieder als Corona-Risikogebiet eingestuft

17.50 Uhr: Die Bundesregierung stuft Großbritannien trotz niedriger Infektionszahlen ab Sonntag wieder als Corona-Risikogebiet ein. Grund ist das "zumindestens eingeschränkte Vorkommen" der zuerst in Indien festgestellten Virusvariante, wie das Robert Koch-Institut am Freitag im Internet bekanntgab. Die Variante B.1.617.2 hat in Indien zu dramatischen Infektionszahlen beigetragen.

Es gibt aber auch neun Länder und Regionen, die am Sonntag auf der Corona-Risikoskala zurückgestuft werden – vom Hochinzidenz- zum Risikogebiet: Serbien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien, Estland, Ukraine, Jordanien, Libanon und die Palästinensischen Autonomiegebiete. Wer von dort einreist, muss nicht mehr zwingend in Quarantäne, sondern kann stattdessen bei Einreise einen negativen Test vorweisen.

Bundesgesundheitsminister Spahn mit Astrazeneca geimpft

17.15 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich heute von seinem Hausarzt im münsterländschen Legden mit Astrazeneca impfen lassen. Laut einem Sprecher habe er sich bewusst für das Vakzin entschieden. In Berlin hätte Spahn auch die Möglichkeit gehabt sich mit anderen Vakzinen impfen zu lassen. Für den kompletten Schutz brauche Spahn nur eine Impfung, da er bereits eine Corona-Erkrankung durchgemacht habe, sagte der Sprecher weiter.

"Nach diesen langen Monaten der Pandemie fühlt es sich gut an, geimpft und damit geschützt zu sein. Alle bei uns zugelassenen Impfstoffe wirken sehr gut und sind sicher", betonte Spahn. "Ich kann nur jedem empfehlen, der ein Impfangebot bekommt, sich auch impfen zu lassen." Der Weg raus aus der Pandemie führe nur über mehr Impfungen und geringere Inzidenzen.

Sachsen hebt Impfreihenfolge in Arztpraxen auf

17.00 Uhr: In Sachsen wird die Impfpriorisierung ab dem 24. Mai für niedergelassene Ärzte aufgehoben. Das gab das sächsische Sozialministerium bekannt. Für die Vakzine von Astrazeneca und Johnson & Johnson war die Impfreihenfolge bereits gekippt worden. Gesundheitsministerin Petra Köpping rief die Bürger mahnend zur Geduld auf. Durch die Entscheidung würde nicht mehr Impfstoff zur Verfügung stehen, sagte die SPD-Politikerin. "Ich bitte daher weiter um Geduld und Solidarität, auch wenn verständlicherweise der Wunsch nach einer schnellen Impfung groß ist"

Bericht: Spahn legt Öffnungsplan vor

16.25 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat in einem Schreiben an die Bundesländer erstmals einen konkreten Plan für Öffnungssschritte vorgelegt, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Spahn wolle mit dem Plan einen "politischen Wettlauf der Lockerungen" verhindern, zitiert die Zeitung aus dem Papier. Nach zuletzt sinkenden Infektionszahlen müsse nun eine Brücke über das zweite Quartal geschlagen werden.

Der Plan sieht eine Beibehaltung der Maskenpflicht am Arbeitsplatz vor. Mit einem negativen Test sollen der Einkauf im Einzelhandel, der Besuch eines Museums, körpernahe Dienstleistungen und Außengastronomie erlaubt werden. Bei Letzterer aber nur wenn die Kontaktnachverfolgung gewährleistet sei. Hotels hingegen sollen erst ab einer Inzidenz von unter 50 öffnen dürfen.

Heil will Kurzarbeiterregeln bis Jahresende verlängern

15.23 Uhr: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will Erleichterungen für Firmen mit Kurzarbeit bis zum Jahresende verlängern. Handel, Gastronomie oder Veranstaltungsbranche hätten weiter mit den Einschränkungen durch den Lockdown zu kämpfen, sagte der SPD-Politiker dem "Handelsblatt" in einem am Freitag veröffentlichten Interview. Auch gebe es in manchen Betrieben Schwierigkeiten, weil etwa Halbleiter fehlten. "Ich will deshalb, dass wir die Möglichkeiten der Kurzarbeit in vollem Umfang bis zum Jahresende verlängern." Dazu habe er einen Verordnungsentwurf erarbeitet, den die Regierung gerade abstimme.

Quarantäne-Pflicht bei Einreise fällt in Italien weg

13.45 Uhr: Für Italien-Urlauber aus Deutschland und anderen europäischen Ländern entfällt am Sonntag die bisher notwendige Corona-Quarantäne nach der Ankunft. Das teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Rom mit. Künftig sei für Einreisen aus den Ländern der Europäischen Union, dem Schengenraum sowie Großbritannien und Israel nur noch ein negativer Test erforderlich. Bisher musste man fünf Tage in Quarantäne und am Ende einen zweiten Test machen.

Das 60-Millionen-Einwohner-Land zählte am Donnerstag in 24 Stunden rund 8000 Corona-Neuinfektionen und etwa 200 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Sars-CoV-2-Virus. Von Montag an werden voraussichtlich fast alle Regionen Italiens zur Gelben Zone mit moderatem Corona-Risiko gehören. Lesen Sie dazu: Urlaub im Ausland: Auf diese Corona-Regeln müssen Sie achten

Lindner: Mit FDP keine Steuererhöhungen zur Bewältigung der Corona-Krise

13.29 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner hat Steuererhöhungen zur Bewältigung der Corona-Krise eine scharfe Absage erteilt. Im Gegenteil wolle seine Partei die Wirtschaft von Hemmnissen befreien und die Gesellschaft bis in die qualifizierte Mitte hinein entlasten, sagte Lindner am Freitag in Berlin beim Bundesparteitag der FDP. "Es ist die Marktwirtschaft, die die Pflöcke einschlägt, an denen das soziale Netz aufgehangen wird. Es ist die Marktwirtschaft, die die Mittel bereitstellt, die wir danach investieren können in Digitalisierung und Klimaschutz", sagte er.

Deshalb müsse es erste Priorität haben, nach der Krise an der Erholung der Wirtschaft zu arbeiten. Lindner kritisierte den Ruf nach Steuererhöhungen, der teils wie ein politischer Selbstzweck daherkomme. "Das wird es mit uns Freien Demokraten nicht geben", sagte Lindner. Bei einem normalen Einkommen müsse es in Deutschland möglich sein, sich Schritt für Schritt eine wirtschaftliche Unabhängigkeit zu erarbeiten und am Ende des Arbeitslebens in einem Eigenheim zu wohnen.

Giffey: Kinder und Jugendliche müssen vorrangig geimpft werden

13.25 Uhr: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, Kindern und Jugendlichen vorrangig ein Impfangebot zu machen, sobald der Impfstoff für diese Gruppe zugelassen ist. "Sie müssen mit Vorrang ein Impfangebot bekommen, sobald der Impfstoff für sie zugelassen ist. Das sind wir Erwachsenen der jungen Generation schuldig", sagte Giffey am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Kinder und Jugendliche hätten in der Pandemie auf vieles verzichtet, erklärte die Familienministerin. Die Bundesländer müssten nun zügig alles vorbereiten, um den drei Millionen Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren schnell ein Angebot zu machen.

Auch Eltern und Fachkräfte, die mit Kindern in Kontakt sind, müssten eine Möglichkeit haben, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. Denn sie würden Kinder "wie ein Kokon" schützen, sagte Giffey. Bis dahin müsse auch sichergestellt sein, dass Familien, etwa über Testmöglichkeiten, wieder in den Urlaub fahren könnten, um Kraft zu tanken, erklärte die Familienministerin. Lesen Sie dazu: Wann kommt die Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche?

Rund 13.000 Corona-Infektionen bei vollständig Geimpften

13.02 Uhr: In Deutschland wurden bisher rund 13.000 vollständig Geimpfte noch positiv auf das Coronavirus getestet. Das entspricht bei insgesamt mehr als acht Millionen Zweitimpfungen etwa 0,16 Prozent. Es sei aber nicht klar, ob die Erkrankung bei vollem Impfschutz, also mehr als 14 Tage nach der zweiten Impfung, auftrat oder in den Tagen davor, erklärte das Gesundheitsministerium am Freitag.

Impfungen können Corona-Infektionen zwar in den meisten Fällen verhindern, allerdings nicht zu hundert Prozent. Man geht außerdem davon aus, dass der Körper nach der zweiten Impfung rund zwei Wochen braucht, um den vollen Impfschutz aufzubauen.

Polizist angehustet – Frau muss Geldstraße zahlen

12.47 Uhr: Nachdem sie bei einer Corona- Abstandskontrolle am Frankfurter Mainufer Polizisten absichtlich angehustet hat, ist eine Frau zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Frankfurt entschied am Freitag, dass die 30-Jährige insgesamt 1440 Euro (120 Tagessätze) zahlen muss. Das Gericht ging von einem tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte aus und erließ einen entsprechenden Strafbefehl, nachdem lediglich der Verteidiger der Angeklagten erschienen war.

Spahn: Inzidenzwert unter 100 gibt Zuversicht

11.44 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die weiter sinkende Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland als ermutigend bezeichnet. Die Tatsache, dass die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit dem 20. März wieder unter die Schwelle von 100 gesunken sei, gebe Anlass zur Zuversicht, sagte er am Freitag beim Besuch der Bundeswehrapotheke im niedersächsischen Quakenbrück. Die Lage sei aber bundesweit sehr unterschiedlich, denn es gebe Landkreise mit einem Inzidenzwert von 35, aber auch solche mit über 200.

Spahn betonte, ihm sei es wichtig, dass, wenn bei einer Inzidenz unter 100 geöffnet werde, dies zuerst im Außenbereich geschehe. Dies gelte für die Außengastronomie oder kleine Konzerte oder ein Fußballspiel mit ausgedünnter Teilnehmerzahl und Abstands- und Hygienekonzept.

Mit Blick auf den Sommerurlaub verwies Spahn auf die derzeitige Empfehlung, noch soweit möglich auf nicht notwendige Reisen zu verzichten. Das werde man bei einem niedrigen Infektionsgeschehen zum Sommer hin sicher lockern können. "Ich verstehe die Sehnsucht, aber wir sind eben noch in der Pandemie." Deshalb solle man sich Länder aussuchen, die auch niedrige Inzidenzwerte aufwiesen. Im Zweifel sei es aber nicht die weite Reise, sondern "eher Nordsee als die Südsee".

Berlins Gaststätten dürfen im Freien zu Pfingsten öffnen

11.30 Uhr: In Berlin dürfen Cafés und Restaurants ab Freitag vor Pfingsten im Freien wieder Gäste bedienen. Das hat der Senat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Freitag beschlossen. Voraussetzung für diese Lockerung der Corona-Maßnahmen ist eine weiterhin stabile Sieben-Tage-Inzidenz unter 100.

US-Amerikaner ergaunert Coronahilfe – Haftstrafe

11.01 Uhr: In den USA ist ein Mann zu mehr als sechs Jahren Haft verurteilt worden, nachdem er etwa 3,9 Millionen Dollar (etwa 3,2 Millionen Euro) an Corona-Darlehen ergaunert und davon unter anderem einen Luxuswagen gekauft hat. Der 29-Jährige aus dem Bundesstaat Florida habe gleich mehrere falsche Anträge eingereicht und darüber hinaus auch anderen Menschen beim Betrug geholfen, teilte das US-Justizministerium mit. Von den erhaltenen Geldern kaufte er sich unter anderem einen Lamborghini für rund 318.000 Dollar.

Die Darlehen im Rahmen eines Hilfsprogramms waren eigentlich für von der Corona-Pandemie betroffene Unternehmen vorgesehen. Der Mann habe fälschlicherweise angegeben, Dutzende Angestellte zu haben, denen er die Gehälter fortzahlen müsse. Geld und Luxuswagen seien von den US-Behörden beschlagnahmt worden.

"Großer Schritt" – Spahn: Tagesrekord bei Impfungen

10.20 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat bei Twitter Zahlen zur deutschen Impfkampagne geteilt und dabei von einem "Tagesrekord" gesprochen. Am Mittwoch habe es 1,35 Millionen Impfungen gegeben. Zusammen mit den Zahlen vom Donnerstag seien an beiden Tagen zwei Prozent der Deutschen geimpft worden. "Damit sind 35,9 Prozent (29,8 Mio) mindestens einmal geimpft und 10,6 Prozent (8,8 Mio) voll geschützt", so der Minister.

Brinkhaus will Impfzentren dauerhaft erhalten

9.50 Uhr: Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hat sich für eine dauerhafte Vorhaltung der Impfzentren auch über die aktuelle Corona-Pandemie hinaus ausgesprochen. "Wir sollten prüfen, ob wir die Infrastruktur der Impfzentren nicht dauerhaft in Reserve halten können, denn das wird nicht die letzte Pandemie gewesen sein, die wir erleben werden", sagte Brinkhaus der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vom Freitag.

"Auch wenn die Impfzentren in den nächsten Jahren nicht erneut zum Einsatz kommen, ermöglichen sie uns im Notfall, schnell zu reagieren", sagte er. "Diese zusätzliche Infrastruktur ist wichtig, um Handlungsfähigkeit zu behalten."

Briten wollen indische Variante mit Massentests und Impfen eindämmen

9.20 Uhr: Nach einem Anstieg von Fällen der indischen Corona-Variante B.1.617.2 will die britische Regierung mit gezielten Massentests in betroffenen Regionen die Ausbreitung verhindern. Im Nordwesten von England sowie in London würden mobile Teams gezielt Tests anbieten und die Nachverfolgung von Kontakten verstärken, wie die britische Regierung mitteilte. Außerdem sollen noch mehr Proben gensequenziert werden.

Man lote derzeit auch Möglichkeiten aus, wie Impfungen möglichst effektiv eingesetzt werden könnten, sagte der für die Impfkampagne zuständige Staatssekretär Nadhim Zahawi am Freitag dem Sender Sky News. So könnten entweder zweite Impfdosen vorgezogen oder in den Regionen auch jüngere Altersgruppen geimpft werden, die eigentlich noch nicht an der Reihe sind.

Biden: Richtlinien zum Aufheben der Maskenpflicht sind "Meilenstein"

8.55 Uhr: US-Präsident Joe Biden hat die neuen Richtlinien der Gesundheitsbehörde CDC zum weitgehenden Aufheben der Maskenpflicht für Geimpfte als "Meilenstein" im Kampf gegen die Pandemie gefeiert.

"Heute ist ein großer Tag für Amerika in unserem langen Kampf gegen das Coronavirus", sagte Biden im Weißen Haus. "Wenn Sie vollständig geimpft sind, müssen Sie keine Maske mehr tragen." Das CDC hatte zuvor Richtlinien veröffentlicht, nach denen vollständig geimpfte Personen nicht nur draußen, sondern auch in geschlossenen Räumen meist keine Maske mehr tragen müssen.

Virologe Streeck warnt vor vierter Welle

8.28 Uhr: Der Bonner Virologe Hendrik Streeck warnt davor, die Coronakrise schon für beendet zu erklären. "Es könnte sein, dass wir eine vierte Welle erleben im Herbst", sagte Streeck dem Berliner Nachrichten-Magazin Focus. "Die Zeit bis dahin sollten wir nutzen, die Strukturen und Prozesse zu optimieren." Der 43-Jährige hielte es für "sehr hilfreich", wenn "für die nächste Pandemie" auf Bundesebene eine Art Pandemierat eingerichtet würde.

In einem solchen interdisziplinären Gremium sollten dann "neben Wirtschaftswissenschaftlern, Soziologen oder Demoskopen auch Intensivmediziner und andere Praktiker eine Rolle spielen".

RKI beobachtet leichte Zunahme der indischen Corona-Variante

7.20 Uhr: Auf sehr niedrigem Niveau beobachtet das Robert Koch-Institut (RKI) in Deutschland einen wachsenden Anteil der in Indien entdeckten Corona-Variante. Die neu als besorgniserregend eingestufte Mutante B.1.617 sei bisher nur in wenigen Proben nachgewiesen, "aber ihr Anteil stieg in den letzten Wochen stetig an", heißt es in einem RKI-Bericht vom Mittwochabend.

Ihr Anteil an den untersuchten Proben beträgt demnach weniger als zwei Prozent (Untervariante B.1617.1: 0,6 Prozent; B.1617.2: 0,9 Prozent). Das RKI betont, dass die absoluten Zahlen der Nachweise in der Woche vom 26. April bis 2. Mai lediglich im zweistelligen Bereich lägen: bei gut 30. Lesen Sie dazu: Indische Variante – Was Forschern Sorgen macht

Bislang sei keine Abschwächung des hohen Anteils der in Großbritannien entdeckten, deutlich ansteckenderen Variante B.1.1.7 zu beobachten, schreibt das Institut weiter. Diese macht wie schon in den Vorwochen mehr als 90 Prozent der untersuchten Proben aus.

Neue "Querdenker"-Demos an Pfingsten in Berlin

6.52 Uhr: Am Pfingstwochenende stehen Berlin erneut Demonstrationen von Kritikern der Corona-Einschränkungen und sogenannten Querdenkern bevor. Bei der Polizei sind für den 22./23. Mai mehrere Kundgebungen und Demonstrationszüge mit teilweise bis zu 16.000 Teilnehmern angemeldet.

Die "Querdenker“-Demonstrationen sind sowohl für den Samstag vor Pfingsten als auch für Sonntag angemeldet. Auf der Internetseite des Bündnisses Querdenken711 findet sich ein Aufruf für Samstag unter dem Titel: "Für Frieden Freiheit und Grundrechte". Dazu sollen vier Demonstrationszüge aus verschiedenen Richtungen jeweils etwa über acht Kilometer zum Großen Stern im Bezirk Tiergarten ziehen. Dort ist dann eine Kundgebung geplant.

Für Sonntag listet die Polizei eine ähnliche Veranstaltung mit vier Zügen mit 16.000 Teilnehmern auf. Derzeit sei die Polizei noch in Gesprächen mit den Veranstaltern, hieß es. Bei Zeiten und Orten könne es noch Änderungen geben.

Museumsbund warnt vor Schließung von Museen nach Corona

6.32 Uhr: Nach Einschätzung des Deutschen Museumsbundes könnte hierzulande die Museenlandschaft infolge der Corona-Pandemie an Vielfalt einbüßen. "Ich würde per se es nicht ausschließen, dass tatsächlich Museen zugemacht werden", sagte Christina Haak, Vizepräsidentin des Deutschen Museumsbundes, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Angesichts sinkender Infektionszahlen und Impffortschritten wird demnach befürchtet, dass die Finanzierung von Museen im Zuge der Pandemie etwa der Rettung der Wirtschaft entgegengestellt wird. "Das ist eine kritische Debatte. Ich hoffe, dass sie so nicht kommen wird."

Das Potenzial für Einsparungen in den bundesweit über 6600 Museen sei ohnehin gering, betonte die stellvertretende Generaldirektorin der Staatlichen Museen zu Berlin. Selbst mit Schließungen spare man zunächst zwar etwa die Betriebskosten – der Verbleib von Gemälden und anderen Kunstwerken müsse dann aber immer noch geregelt werden. Ein Verkauf sei "in der Regel – Gott sei Dank – eine rote Linie", sagte Haak.

Auch höhere Ticketpreise sind laut Haak keine hilfreiche Alternative. "Automatisch mehr Geld nimmt man damit nämlich nicht ein", betonte sie. So seien Touristen im Urlaub zwar spendabler - "die Stadtbevölkerung reagiert wiederum sehr empfindlich auf Preiserhöhungen."

Hausärzte-Chef zweifelt an Startdatum für Impfpass

6.11 Uhr: Der Deutsche Hausärzteverband zweifelt an der geplanten Einführung eines digitalen Impfpasses bis Ende Juni. Es deute wenig darauf hin, dass der Ausweis bis zum Beginn der Reisesaison im Sommer flächendeckend verfügbar sein werde, sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt der "Augsburger Allgemeinen". "Da darf man mit Blick auf bürokratische Vorgaben und weitere leidvolle Verkomplizierungen schon Zweifel haben, ob den vollmundigen Ankündigungen dann auch zeitnah Taten folgen werden."

Deutschland will gemeinsam mit der EU noch im Juni einen digitalen Corona-Impfnachweis einführen. Bei bereits vorher vollständig Geimpften soll der Impfstatus aus dem analogen Impfpass übertragen werden. Jedoch sind bereits gefälschte Impfpässe im Umlauf.

Griechenland lockert Corona-Regeln und inländische Reisebeschränkungen

5.53 Uhr: Griechenland lockert ab Freitag zahlreiche Corona-Beschränkungen. Zusätzlich zur Aufhebung eines Reiseverbots innerhalb des Landes sollen auch Museen wieder öffnen dürfen. Zudem müssen Bürger künftig das Verlassen ihrer Wohnungen nicht mehr per SMS bei den Behörden anmelden. Wer auf eine der griechischen Inseln mit dem Schiff oder Flugzeug reist, muss aber einen Impfnachweis oder einen negativen Corona-Test vorlegen.

Die dritte Welle der Corona-Pandemie hatte Griechenland besonders hart getroffen. Die Mehrheit der rund 10.000 Corona-Todesfälle entfiel auf die vergangenen Monate. Griechenland, dessen Wirtschaft stark vom Tourismus abhängt, hat seine Impfkampagne vor der Sommersaison beschleunigt. Obwohl die Behörden weiterhin mehr als 2000 Neuinfektionen pro Tag registrieren und die Krankenhäuser ausgelastet sind, durften bereits am Montag alle Schulen wieder öffnen.

Lehrerverband: Bundes-Programm für Luftfilter in Schulen kommt "eindeutig zu spät“

4.30 Uhr: Der Deutsche Lehrerverband lobt ein angekündigtes Förderprogramm für Luftfilter in Schulen als "wichtigen Schritt" zu mehr Hygiene- und Gesundheitsschutz, warnt aber vor überzogenen Erwartungen: "Für dieses Schuljahr und damit mehr Gesundheitsschutz während der dritten Welle kommt allerdings diese Maßnahme eindeutig zu spät", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger unserer Redaktion.

Der Verband geht davon aus, dass es noch lange Zeit und viele Jahre brauchen werde, bis alle Schulen in Deutschland über hochwertige Raumluftfilter verfügen. "Es sollten deshalb gleichzeitig auch die bereits laufenden Länderprogramme zur Förderung von mobilen Raumluftfilteranlagen weitergeführt und ausgebaut werden", so Meidinger.

Maas rechnet fest mit Sommerurlaub

2.30 Uhr: Außenminister Heiko Maas geht davon aus, dass die Deutschen im Sommer wieder in Urlaub fahren können. "Wir dürfen uns Hoffnung machen, dass sich das Leben bald wieder normalisiert, wenn die Infektionszahlen weiter sinken und die Impfkampagne Fortschritte macht", sagte der SPD-Politiker unserer Redaktion.

"Das bedeutet nicht, dass zu Pfingsten oder in den Wochen danach alle Einschränkungen aufgehoben sein werden, aber ich gehe davon aus, dass wir im Sommer wieder in normaleren Verhältnissen leben werden – und das schließt Sommerurlaub ein." Lesen Sie dazu: Warum der Party-Sommer auf Mallorca wohl ausfallen wird

Maas äußerte sich zuversichtlich, dass dies auch für Nicht-Geimpfte gelten wird. "Ich gehe derzeit davon aus, dass mit umfassenden Test- und Hygienekonzepten im Sommer auch Nicht-Geimpfte die Möglichkeit zu Urlaub haben werden", sagte er.

Bayerns Innenminister fordert rasche Einführung eines elektronischen Nachweises

1.30 Uhr: Angesichts der zunehmenden Fälschung von Impfausweisen dringt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann auf die rasche Einführung eines elektronischen Nachweises. "Wer einen gefälschten Impfausweis vorlegt, muss mit einer empfindlichen Strafe rechnen", sagte der CSU-Politiker unserer Redaktion. "Das ist kein Bagatelldelikt, sondern Urkundenfälschung. Es ist höchste Zeit, dass bald ein elektronischer Impfausweis zur Verfügung steht, der fälschungssicher ist. Ich hoffe, dass das sehr schnell auf Bundes- oder EU-Ebene realisiert wird."

Donnerstag, 13. Mai: Verband: Verbot für Chor- und Ensemblearbeit nicht nachvollziehbar

22.01 Uhr: Der Verband der Musik- und Kunstschulen in Brandenburg fordert für seinen Bereich mehr Öffnungsperspektiven vom Land. Das bestehende Verbot der Ensemblearbeit von Bläser und Chören sei nicht nachvollziehbar.

Das gelte auch für die Arbeit an den Schulen, hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung. Ohne eine klare Perspektive, wann die ganze Instrumentengruppe der Bläser und wann die Sänger wieder gemeinsam musizieren könnten, drohten große Defizite und Lücken in der Nachwuchsarbeit, warnte der Verband. Pädagogisch seien diese Defizite schon jetzt schon schwer aufzuholen.

USA heben Masken- und Distanzregelungen für vollständig Geimpfte auf

21.28 Uhr: Die USA heben für vollständig gegen das Coronavirus Geimpfte Maskenpflicht und Distanzregeln auf. Diese Personengruppe brauche künftig weder draußen noch in Innenräumen einen Mund-Nasen-Schutz, teilte die Chefin der Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, am Donnerstag mit. Auch die Abstandsregeln würden für sie nicht mehr gelten. Lediglich in öffentlichen Verkehrsmitteln aller Art besteht laut der CDC-Website noch Maskenpflicht für alle.

In den USA haben schon mehr als 153 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten. Das sind rund 46 Prozent der Gesamtbevölkerung. Von der erwachsenen Bevölkerung haben knapp 59 Prozent mindestens eine Dosis erhalten. US-Präsident Joe Biden hat das Ziel ausgerufen, diesen Anteil bis zum Nationalfeiertag am 4. Juli auf 70 Prozent anzuheben.

Griechenland lockert Corona-Regeln und Reisebeschränkungen

20.04 Uhr: Griechenland lockert ab Freitag zahlreiche Corona-Beschränkungen. Zusätzlich zur Aufhebung eines Reiseverbots innerhalb des Landes sollen auch Museen wieder öffnen dürfen. Zudem müssen Bürger künftig das Verlassen ihrer Wohnungen nicht mehr per SMS bei den Behörden anmelden. Wer auf eine der griechischen Inseln mit dem Schiff oder Flugzeug reist, muss aber einen Impfnachweis oder einen negativen Corona-Test vorlegen.

Die dritte Welle der Corona-Pandemie hatte Griechenland besonders hart getroffen. Die Mehrheit der rund 10.000 Corona-Todesfälle entfiel auf die vergangenen Monate. Griechenland, dessen Wirtschaft stark vom Tourismus abhängt, hat seine Impfkampagne vor der Sommersaison beschleunigt. Obwohl die Behörden weiterhin mehr als 2000 Neuinfektionen pro Tag registrieren und die Krankenhäuser ausgelastet sind, durften bereits am Montag alle Schulen wieder öffnen.

Impfkampagne für Zwölf- bis 15-Jährige in den USA gestartet

19.00 Uhr: Die USA haben damit begonnen, im großen Stil Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren gegen das Coronavirus zu impfen. Landesweit konnten sich am Donnerstag Zwölf- bis 15-Jährige mit dem Vakzin von Biontech und Pfizer impfen lassen. Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte die Impfungen für die rund 17 Millionen Kinder und Jugendlichen dieser Altersgruppe am Vorabend empfohlen.

"Obwohl die meisten Kinder mit Covid-19 nur milde oder gar keine Symptome haben, können einige Kinder schwer erkranken“, erklärte CDC-Chefin Rochelle Walensky. Es habe auch einige wenige Todesfälle in der Altersgruppe gegeben. Eine Impfung von Kindern und Jugendlichen werde den USA helfen, die Pandemie hinter sich zu lassen.

Sachsen hebt Impfpriorisierung in Arztpraxen komplett auf

18.01 Uhr: Sachsen hebt zum 24. Mai die Impfpriorisierung für alle Corona-Impfstoffe komplett auf. Einen entsprechenden Bericht der "Ärzte Zeitung“ (Freitag) bestätigte das Gesundheitsministerium am Donnerstag auf Anfrage. Allerdings gilt das ausschließlich für die Praxen und nicht für die Impfzentren.

Ende April hatte der Freistaat bereits die Impfreihenfolge für Astrazeneca beendet. Am vergangenen Dienstag kündigte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) dies auch für den Impfstoff von Johnson & Johnson an. Bereits ab kommendem Montag soll es in Baden-Württemberg, Bayern und Berlin keine Priorisierung für Corona-Impfstoffe in Arztpraxen mehr geben.

Kolumbien: Kliniken droht inmitten von Protesten Corona-Kollaps

16.52 Uhr: Nach tagelangen Protesten steht das Gesundheitssystem in Kolumbien angesichts der Corona-Pandemie vor dem Zusammenbruch. "Es muss mit aller Realität gesagt werden: die Ansteckungssituation in Bogota ist kritisch: fast einhundertprozentige Belegung der Intensivstation“, schrieb der kolumbianische Gesundheitsminister Fernando Ruiz am Mittwochabend (Ortszeit) auf Twitter. 500 Patienten müssten aus der Hauptstadt in andere Teile des Landes verlegt werden.

Seit zwei Wochen kommt es in Kolumbien zu zahlreichen, teilweise von Gewalt überschatteten Protesten. Mindestens 42 Menschen sind nach den jüngsten Angaben der nationalen Ombudsstelle während der Protesttage ums Leben gekommen, 168 Personen werden vermisst.

Schleswig-Holsteinverurteilt "kriminelle Energie" bei Impfpass-Fälschern

15.59 Uhr: Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) hat das zunehmende Fälschen von Impfpässen in der Corona-Pandemie verurteilt: "Die meisten sind entsetzt darüber, dass eine kleine Gruppe selbst während einer Pandemie mit weltweit Millionen Toten und Langzeitkranken nicht davor zurückschreckt, sich auf Kosten anderer mit krimineller Energie Vorteile zu verschaffen und daraus Profit zu schlagen", sagte Sütterlin-Waack dieser Redaktion.

Die CDU-Politikerin sei überzeugt davon, dass "die überwältigende Mehrheit der Menschen sich nicht selbst und andere mittels gefälschten Impfnachweisen in Gefahr bringen will und wird". Die aktuelle Debatte zeige, dass das Problem erkannt sei und auch gelöst werde, hob Sütterlin-Waack hervor. "Das geht in einem demokratischen Rechtsstaat nun einmal nicht von heute auf morgen."

Curevac testet verbesserten Impfstoff

15.38 Uhr: Das deutsche Pharmaunternehmen Curevac testet einen weiteren Impfstoffkandidaten im Tierversuch. Das gab das Unternehmen auf in einer Mitteilung bekannt. Die mRNA-Technologie, auf der auch Curevacs erster Impfstoff beruht, habe seit Beginn der Pandemie enorme Fortschritte gemacht, sagte Dr. Igor Splawski, Chief Scientific Officer bei Curevac. Die neuen Impfstoffkandidaten "sollen verbesserte Immunantworten erzeugen und zielen auf neue Varianten ab." Curevac hat bereits einen Impfstoff entwickelt. Er befindet sich zur Zeit in der Zulassung bei der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA).

Ohio verlost Millionen an Geimpfte

14.57 Uhr: Der US-Bundesstaat Ohio wird laut Gouverneur Mike DeWine per Los eine Million Dollar an Geimpfte verschenken. An der wöchentlichen Lotterie, die insgesamt fünf Wochen dauern soll, dürfen Volljährige mit mindestens einer Corona-Impfung teilnehmen. Auch für Minderjährige wird es eine Impf-Lotterie geben. Der Preis ist in diesem Fall jedoch ein Stipendium über vier Jahre für eine staatliche Universität. In den USA ist ein Hochschulstudium unverhältnismäßig teuer.

"Ich weiß, dass einige sagen werden: 'DeWine, du bist verrückt! Diese Millionen-Dollar-Idee von dir ist eine Geldverschwendung'", schrieb der Gouverneur bei Twitter. Die eigentliche Verschwendung an diesem Punkt der Pandemie, wo Impfstoffe für jeden zugänglich seien, sei jedoch der Verlust eines weiteren Menschenlebens durch eine Corona-Infektion.

Behandlungsstau in England betrifft Millionen

14.10 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie mussten in vielen Krankenhäusern Operationen und Behandlungen verschoben werden. Wie massiv dieser Behandlungsstau auch für Deutschland ausfallen könnte, lässt sich mit einem Blick nach England erahnen. Dort warteten Ende März fast fünf Millionen Menschen auf eine Behandlung im Krankenhaus. Das ist der höchste Stand seit Beginn der Statistik im August 2007, teilte der Nationale Gesundheitsdienst (NHS) mit. Mehr als 430.000 Menschen warteten demnach bereits seit einem Jahr auf den Start ihrer Behandlung.Im März 2020 waren es nur 3097 Langzeit-Wartende.

Um den Rückstau abzubauen, forderten Gesundheitsexperten eine Aufhebung von Corona-Abstandsmaßnahmen für Pflegekräfte. Außerdem seien höhere Investitionen nötig, um in den kommenden Monaten so viele Patienten wie möglich zu betreuen. Unter den Wartenden sind vor allem Krebspatienten, aber auch Menschen mit psychischen Erkrankungen. Der NHS fürchtet, dass der Abbau mehrere Jahre dauern wird.

Lambrecht fordert baldige Lockerungen für alle

13.38 Uhr: Bundesjustizministerin Christine Lambrecht drängt auf einen nahes Ende der Grundrechtseinschränkungen durch Corona-Maßnahmen. "Ich möchte, dass es nun Veränderungen für uns alle gibt, nicht nur für Geimpfte und Genesene", sagte die SPD-Politikerin dem "Handelsblatt". Dies sei "eine Frage von wenigen Wochen, teilweise auch nur von Tagen, aber ganz bestimmt nicht mehr von einem halben Jahr".

Berlin hebt Impfpriorisierung für alle Vakzine bei Ärzten auf

11.40 Uhr: Berlin hebt ab Montag die Priorisierung für alle verfügbaren Corona-Impfstoffe bei Haus- und Betriebsärzten auf. Das kündigte ein Sprecher der Senatsverwaltung für Gesundheit am Donnerstag auf dpa-Anfrage an. Zuvor hatte das Magazin "Business Insider" darüber berichtet. Bisher war die Vergabe an Kriterien wie Alter, Vorerkrankung und die Zugehörigkeit zu bestimmten Berufsgruppen geknüpft. Zuvor hatten bereits Bayern und Baden-Württemberg ähnliche Schritte angekündigt.

Das Vorgehen bedeutet allerdings nicht, dass jeder sofort nächste Woche geimpft werden kann. Die verfügbaren Impfstoffmengen sind laut Gesundheitsverwaltung zunächst weiter relativ knapp, erst ab Juni werde mit größeren Mengen gerechnet. Patienten, die zu einer der drei Prioritätengruppen zählen und noch nicht geimpft sind, hätten zudem weiter Vorrang, erläuterte der Sprecher. Für die Impfzentren der Hauptstadt ändere sich am bisherigen Vorgehen zunächst nichts.

Lambrecht lehnt Strafverschärfung für Impfpass-Fälschung ab

11.27 Uhr: Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) lehnt trotz vermehrt aufgetretener Fälle von Impfpass-Fälschungen härtere Strafen ab. "Es geht um genaue Kontrollen, nicht um höhere Strafrahmen", sagte die SPD-Politikerin dem "Handelsblatt". Es gebe bereits klare strafrechtliche Regeln: "Wer hier täuscht, riskiert empfindliche Geldstrafen oder sogar eine Freiheitsstrafe", erläuterte die Ministerin. "Das ist die richtige Ansage."

Unter anderem hatte Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) härtere Strafen gefordert und eine entsprechende Initiative für die Justizministerkonferenz im Sommer angekündigt. Auch Vertreter von Polizeigewerkschaften wiesen zuletzt auf die wachsende Gefahr durch gefälschte Impfpässe hin.

Kinder und Jugendliche sollen in Schulen geimpft werden

11.16 Uhr: Kinder über zwölf Jahren sollen schon bald in Schulen und von Hausärzten gegen das Coronavirus geimpft werden. "Je nachdem, ob man eine große oder eine kleine Schule hat, gibt es ganz unterschiedliche Rahmenbedingungen", sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) dem Sender RTL/ntv.

Entsprechend könnten unterschiedliche Angebote gemacht werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bekräftigte, dass es auch für Schüler keinen Impfzwang geben werde. Für viele Eltern sei es wichtig, dabei zu sein, wenn ihre Kinder geimpft werden, sagte die Karliczek. "Von daher ist es dann vielleicht sogar einfacher, das beim Hausarzt zu machen." Spahn hatte angekündigt, dass bis zum Ende der Sommerferien den Zwölf- bis 18-Jährigen in Deutschland ein Impfangebot gemacht werden soll.

RKI: Anteil der indischen Mutation in Deutschland wächst

9.30 Uhr: Auf sehr niedrigem Niveau beobachtet das Robert Koch-Institut (RKI) in Deutschland einen wachsenden Anteil der in Indien entdeckten Corona-Variante. Die neu als besorgniserregend eingestufte Mutante B.1.617 sei bisher nur in wenigen Proben nachgewiesen, "aber ihr Anteil stieg in den letzten Wochen stetig an", heißt es in einem RKI-Bericht vom Mittwochabend.

Ihr Anteil an den untersuchten Proben beträgt demnach weniger als zwei Prozent (Untervariante B.1617.1: 0,6 Prozent; B.1617.2: 0,9 Prozent). Das RKI betont, dass die absoluten Zahlen der Nachweise in der Woche vom 26. April bis 2. Mai lediglich im zweistelligen Bereich lägen: bei gut 30.

Mehr als 250.000 Corona-Tote in Indien
Mehr als 250.000 Corona-Tote in Indien

Neue Einreiseregeln für Reiserückkehrer

8.39 Uhr: Für Urlaubsrückkehrer und andere Einreisende nach Deutschland sollen von diesem Donnerstag an bundesweit einheitliche Corona-Regeln greifen. Für vollständig Geimpfte und Genesene fallen damit Vorgaben zu Quarantäne und Test-Erfordernissen weg - außer, man kommt aus einem Gebiet mit neuen, ansteckenderen Virusvarianten. Lesen Sie hier: Corona: So geht Reisen mit ungeimpften Kindern

Laut einer vom Bundeskabinett beschlossenen Verordnung sollen auch Nicht-Geimpfte die bisher übliche Quarantäne von zehn Tagen nach Einreise mit einem negativen Test vermeiden können - wenn sie aus einem so genannten "Risikogebiet“ mit höheren Infektionszahlen kommen. Dafür muss man aktiv belegen, dass man negativ getestet ist. Gehen soll das auch durch Hochladen eines Nachweises bei der digitalen Einreiseanmeldung. Möglich sind Schnelltests, die nicht älter als 48 Stunden sind, oder maximal 72 Stunden alte PCR-Tests.

Corona-News von Mittwoch, 12. Mai: Baden-Württemberg hebt Impfpriorisierung bei allen Vakzinen auf

  • Baden-Württemberg hebt als erstes Bundesland ab dem 17. Mai die Priorisierung bei der Vergabe von Impfstoffen in Hausarztpraxen auf. Bayern hat das gleiche Vorhaben angekündigt
  • Norwegen verzichtet wie Dänemark bei seiner laufenden Impfkampagne gegen Covid-19 gänzlich auf den Impfstoff von Astrazeneca.
  • In der dritten Corona-Welle zu Jahresbeginn hat es in der Europäischen Union weiter mehr Todesfälle gegeben als in normalen Jahren.
  • Bundesaußenminister Heiko Maas ist zuversichtlich, dass auch nicht gegen Corona geimpfte deutsche Touristen im Sommer in Italien Urlaub machen können.
  • Mehr als jeder Dritte in Deutschland ist mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft.
  • Wegen der anhaltenden Corona-Krise müssen Bund, Länder und Kommunen in diesem Jahr mit 2,7 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen rechnen als noch im November erwartet.
  • Der geplante digitale Impfnachweis in Deutschland soll nicht nur als Bescheinigung eines vollständigen Impfschutzes dienen, sondern auch offizielle negative Corona-Testergebnisse anzeigen können.
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Regierungen in aller Welt haben im vergangenen Jahr zu langsam auf erste Alarmzeichen einer möglichen Gesundheitsbedrohung reagiert. Dieses Fazit zieht eine von der WHO bestellte unabhängige Expertenkommission in einem am Mittwoch in Genf vorgelegten Bericht.
  • Bayern will ab dem kommenden Montag die Priorisierung für alle Corona-Impfstoffe bei Hausärzten aufheben.
  • Busse und Bahnen in ganz Deutschland sollen wegen der Einnahmeausfälle in der Corona-Krise eine weitere Milliardenhilfe bekommen.
  • Die für Kinder über zwölf Jahren geplanten Corona-Impfungen könnten nach den Worten von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sowohl in Schulen als auch bei Hausärzten erfolgen.
  • Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante B.1.617 ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen in mehr als 40 Ländern nachgewiesen worden.
  • Als erstes Bundesland liegt Schleswig-Holstein seit Mittwoch unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50.
  • Seit Mitternacht gilt in Hamburg die nächtliche Ausgangsbeschränkung nicht mehr.

Hausärzteverband warnt vor Spannungen durch aggressive Impfdrängler

3.17 Uhr: Ärztevertreter warnen vor wachsenden Spannungen durch aggressive Impfdrängler. Lesen Sie dazu: Corona-Vakzine: Wie Impfdrängler Ärzte unter Druck setzen

Corona-News von Dienstag, 11. Mai: Nächste Masken-Affäre in der CSU

  • Der nächste Maskendeal kommt ans Licht: Andrea Tandler, die Tochter eines Ex-CSU-Generalsekretärs, soll Lieferungen an Ministerien vermittelt und Millionen kassiert haben. Lesen Sie dazu: Nächste Masken-Affäre - "Clankriminalität in der CSU"?
  • Die Gastronomie in Mecklenburg-Vorpommern darf von Pfingstsonntag an wieder öffnen - außen und innen.
  • Im aktuellen NDR-Podcast "Coronavirus-Update" mit dem Virologen und Leiter der Virologie der Berliner Charité, Christian Drosten, spiegelt sich die langsam besser werdende Krisen-Lage wider. Lesen Sie dazu: "Jeder wird immun" - Was Drosten Impfskeptikern verdeutlicht
  • Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) will noch im Mai über die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Hersteller BioNtech und Pfizer für Kinder ab zwölf Jahren entscheiden.
  • Noch vor dem Sommer soll ein digitaler Impfpass eingeführt werden. Lesen Sie hier alle wichtigen Infos zum digitalen Impfnachweis in Europa.
  • Am Donnerstag ist Christi Himmelfahrt. Nach Feiertagen sind Corona-Zahlen oft niedriger. Liegt das an den Gesundheitsämtern?
  • Kurz vor Pfingsten können Gaststätten in Brandenburg und Berlin bei einer stabilen regionalen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 im Freien wieder öffnen.
  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dazu aufgerufen, das Impfen gegen das Coronavirus nicht zur sozialen Frage werden zu lassen.
  • Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) rechnet damit, dass auch nach den Sommerferien in den Grundschulen noch Corona-Tests nötig sein werden.
  • Einen Impfstoff gibt es für Kinder noch nicht. Gleichzeitig schränken viele Länder und Regionen die Einreise für Nichtgeimpfte ein - Kinder und Jugendliche eingeschlossen. Dennoch gibt es ein paar Optionen, wo Familien in den kommenden Wochen und Monaten einen Tapetenwechsel bekommen. Alles über Urlaub mit Kindern lesen Sie hier.
  • Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den Corona-Impfstoff des deutschen Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer auch für Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 15 Jahren zugelassen.

Corona-News von Montag, 10. Mai: Innenminister Seehofer positiv auf Corona getestet

  • Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat sich mit dem Coronavirus infiziert.
  • Die Impfkampagne lässt bei den Herstellern der Vakzine die Kassen klingeln: Biontech, Pfizer und Moderna vermelden Milliardengewinne. Aktuelle Zahlen zeigen, was die Hersteller an den Impfstoffen verdienen.
  • Die EU-Kommission will erneut juristisch gegen AstraZeneca wegen verspäteter Impfstoff-Lieferungen vorgehen.
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die in Indien entdeckte Coronavirus-Variante B.1.617 als "besorgniserregend" eingestuft. Es gebe Hinweise, dass B.1.617 ansteckender sowie zu einem gewissen Grad resistent gegen Impfstoffe sei, sagte WHO-Corona-Expertin Maria Van Kerkhove am Montag in Genf.
  • Die staatlichen Wirtschaftshilfen in der Corona-Krise haben nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) inzwischen die 100-Milliarden-Euro-Marke erreicht.
  • Die Ständige Impfkommission (Stiko) gibt auch weiterhin keine generelle Empfehlung für eine Corona-Impfung in der Schwangerschaft.
  • Die Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer wollen die Produktionskapazitäten für ihren Corona-Impfstoff weiter ausbauen und Ende 2021 eine jährliche Kapazität von drei Milliarden Impfdosen erreichen.
  • Eine junge Italienerin hat durch einen Fehler versehentlich die sechsfache Dosis Corona-Impfstoff injiziert bekommen.
  • Thüringen startet einen Testlauf zum elektronischen Nachweis für Corona-Impfungen.
  • Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) hat die Aufhebung der Corona-Notbremse in der Hansestadt ab Mittwoch angekündigt. Damit können sich die Menschen in Hamburg nachts wieder auf der Straße frei bewegen.
  • In den Grund- und Förderschulen Nordrhein-Westfalens haben am Montag flächendeckende Corona-Tests mit der Lolli-Methode begonnen.
  • Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson soll in Deutschland in der Regel nur noch bei Menschen ab 60 eingesetzt werden.
  • Wegen der vielen nötigen Auffrischungsimpfungen befürchten die Amtsärzte, dass das Impfsystem in Deutschland im Sommer mächtig unter Druck geraten könnte.
  • Nach der Lockerung von Corona-Maßnahmen für Geimpfte hat der Städte- und Gemeindebund vor einer Neiddebatte gewarnt.
  • Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, fordert von der Politik mehr Anstrengung, um Bewohnern ärmerer Stadtviertel eine Corona-Impfung zu ermöglichen.

Corona-News von Sonntag, 9. Mai: Corona-Lockdown in Tunesien in Kraft

  • Schauspieler Volker Bruch hat sich zur Videoaktion #allesdichtmachen geäußert. "Unser Ziel war, die Kritik an den Maßnahmen aus dieser als extremistisch gebrandmarkten Ecke zu holen", sagte Bruch in einem Interview, das er mit den Schauspielerinnen Miriam Stein, Nina Gummich und Karoline Teska der "Welt am Sonntag" gab.
  • Die Engländer dürfen nach Monaten der Corona-Kontaktbeschränkungen wieder auf Tuchfühlung gehen. Die Regierung will "vertraute Kontakte" wie Umarmungen und Küsse bei Begrüßungen und Abschieden wieder erlauben, wie Staatsminister Michael Gove ankündigte.
  • Bundeswirtschaftminister Peter Altmaier rechnet angesichts stark sinkender Neuinfektionen mit baldigen Lockerungen der Corona-Auflagen. "Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Tagen und Wochen in vielen Landkreisen Öffnungen sehen werden - auch bei der Außengastronomie", sagte der CDU-Politiker in der ARD."Wir werden Menschen sehen, die draußen sitzen und Eis essen oder Pizza essen."
  • Die bei Deutschen beliebten Ferieninseln der Kanaren dürfen ihre nächtliche Ausgangssperre nach dem Ende des Corona-Notstandes in Spanien nicht aufrechterhalten. Dies hat das Oberste Landesgericht entschieden, wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtete.
  • Wegen fehlerhafter E-Mails, die Impflinge zu früh an ihren zweiten Impftermin erinnerten, bildeten sich am Samstag vor dem Impfzentrum in Hamburg lange Schlangen. Weggeschickt wurde aber keiner, der oder die eine Impfberechtigtung hatte.
  • Die Zahl der Covid-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung in Deutschland geht zurück. "Worüber wir sehr froh sind", sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), in einem Video-Statement.
  • Die EU wird Impfstoff-Lieferverträge mit Astrazeneca nicht über Juni hinaus verlängern. Das gab Binnenmarktkommissar Thierry Breton bekannt.
  • Die Corona-Lage in Indien spitzt sich trotz internationaler Hilfe weiter zu. Wie das Gesundheitsministerium am Sonntag in Neu Delhi mitteilte, wurden zum zweiten Mal hintereinander mehr als 4000 Tote binnen 24 Stunden gezählt. Zudem gab es wieder mehr als 400.000 Neuinfektionen.
  • Italien will zur Ankurbelung des Tourismus noch im Mai Einreisen ohne die bisherige Kurz-Quarantäne erlauben. Schon ab Mitte Mai sollten Reisende aus Europa, die voll geimpft sind, leichter ins Land kommen, kündigte Italiens Außenminister Luigi Di Maio am Samstag auf Facebook an.
  • Im Englischen Garten in München ist eine Auseinandersetzung zwischen Feiernden und der Polizei nach Darstellung der Ordnungshüter eskaliert. Junge Leute hätten etwa 50 Flaschen in Richtung der Polizisten geworfen und so 19 Beamte verletzt, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.
  • Der Mittelstandsverband hat CDU und CSU für ihre Haltung zur Insolvenzantragspflicht scharf kritisiert. "Bleibt die Union bei ihrer Verweigerungshaltung, wird sie zum Totengräber von tausenden mittelständischen Unternehmen", sagte Markus Jerger, Bundesgeschäftsführer im Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW), unserer Redaktion. Lesen Sie dazu: Mittelstands-Chef Jerger: "Die Union wird zum Totengräber"
  • Unternehmen, die ihren Mitarbeiter in der Regel Gewinn- oder Erfolgsbeteiligungen auszahlen, mussten im Corona-Jahr 2020 seltener Beschäftigte entlassen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft aus Köln (IW), das dieser Redkation vorliegt. Lesen Sie dazu auch: Corona: Diese Arbeitsverträge erhöhen die Jobsicherheit
  • Die jüngste Aufhebung von Corona-Auflagen für Geimpfte und Genesene belastet nach Einschätzung des Deutschen Ethikrats vor allem die jüngere Generation und wird in der Gesellschaft zu Konflikten führen.
  • Grünen-Chef Robert Habeck hat den Bund dazu aufgerufen, ein milliardenschweres Bildungsprogramm für benachteiligte Schülerinnen und Schüler auf den Weg zu bringen. "Bildungspolitik ist auch Sozialpolitik, das ist in der Pandemie überdeutlich geworden", sagte er dieser Redaktion.

Corona-News von Samstag, 8. Mai: Ethikratvorsitzende Alena Buyx warnt vor Generationenkonflikt

  • Wenn Geimpfte wieder mehr dürfen, was ist dann mit den anderen, vor allem der jüngeren Generation? Alena Buyx, Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, gibt Antworten auf die großen Fragen des Lebens und soll damit Gesellschaft und Politik Orientierung geben. Lesen Sie das Gespräch: Ethikratsvorsitzende: Junge Generation "doppelt im Nachteil"
  • Die britische Tourismusbranche hat die Regierung mit Nachdruck zu einer weitreichenderen Öffnung von Ferienzielen aufgefordert
  • Für vollständig gegen Corona Geimpfte und Menschen, die eine Infektion nachweislich schon durchgemacht haben, sind ab diesem Sonntag bundesweit wesentliche Einschränkungen aufgehoben
  • Nach einem Gipfeltreffen der EU-Regierungschefs im portugiesischen Porto erklärte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, es stehe in der Union jetzt genügend Impfstoff zur Verfügung, um bis Ende Juli 70 Prozent der erwachsenen EU-Bürger zu impfen. Lesen Sie hier: EU-Gipfel: Mega-Deal mit Biontech, Abfuhr für Biden
  • Die Corona-Maßnahmen müssen nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn langfristig aufgehoben werden, auch wenn eine bestimmte Anzahl von Menschen ungeimpft bleibt
  • Das Grüne Impfzertifikat zum vereinfachten Reisen in Europa kann nach Erwartung von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen pünktlich im Juni starten
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am Rande des EU-Gipfels in Porto Optimismus hinsichtlich der Urlaubspläne in den Sommerferien verbreitet. Wenn man sehe, wie niedrig die Inzidenzen in einigen europäischen Ländern seien, "dann bin ich sehr hoffnungsfroh, dass wir auch insgesamt uns das leisten können, was auch im vergangenen Sommer möglich war", sagte Merkel
  • Papst Franziskus hat sich in der Debatte um die Freigabe von Patenten für Corona-Impfstoffe auf für die vorrübergehende Aussetzung der Rechte am geistigen Eigentum ausgesprochen
  • Die Sonderimpfaktion in der Kölner Ditib-Zentralmoschee wurde von der Bevölkerung gut angenommen
  • Die Bundesschülerkonferenz dringt auf eine rasche Rückkehr zum Präsenzunterricht. In einer Zeit mit steigenden Impfquoten "muss der Öffnungsblick vor allem auf Schulen gerichtet sein", sagte Generalsekretär Dario Schramm dieser Redaktion
  • EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat über Twitter den Kauf von bis zu 1,8 Milliarden weiterer Biontech-Impfdosen angekündigt
  • Geht es nach dem Willen des Städte- und Gemeindebundes, soll eine Ministerpräsidentenkonferenz die geplanten Lockerungen der Corona-Maßnahmen einheitlich regeln
  • Mit 4187 Corona-Toten und mehr als 400.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden meldet Indien einen neuen weltweiten Höchststand während der Pandemie. Die zweite Welle hat das Land voll im Griff
  • Der Präsident des Deutschen Städtetags, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), fordert in der Corona-Pandemie neben Geimpften und Genesenen auch negativ Getesteten mehr Freiheiten zuzugestehen
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zeigt sich mit Blick auf einen Sommerurlaub in Europa optimistisch. "Innerhalb der EU wird das Reisen voraussichtlich nicht von der Impfung abhängig sein. Auch mit den Testungen wird man sich europaweit gut bewegen können", sagte Spahn der "Rheinischen Post" (Samstag)
  • Grünen-Chef Robert Habeck hat beschleunigte Corona-Impfungen in sozial benachteiligten Stadtteilen gefordert. "Mobile Impfteams müssen in die sozialen Brennpunkte fahren und ein Angebot machen - digital beworben, wenn der Datenschutz das zulässt", sagte er dieser Redaktion. Das ganze Interview lesen Sie hier
  • Das Streaming von Online-Inhalten wie Videos und Podcasts boomt in der Corona-Pandemie. Unter den Internetnutzerinnen und -nutzern in Deutschland streamt heute jeder Zweite mehr als noch vor einem Jahr
  • Der US-Vorstoß für eine Aussetzung von Patenten auf Corona-Impfstoffe trifft im Kreis der EU-Staaten auf Vorbehalte. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe sich entschieden gegen die Freigabe der Patente gewandt

Corona-News von Freitag, 7. Mai: Bombendrohung gegen Impfzentren – Polizei gibt Entwarnung

  • EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat vor zu hohen Erwartungen an eine Aussetzung der Patente von Corona-Impfstoffen gewarnt. Die Corona-Beschränkungen in Griechenland werden weiter gelockert. Ab Samstag ist das Baden an Privatstränden wieder erlaubt und auch Museen dürfen in einer Woche wieder öffnen, wie die Gesundheitsbehörden am Freitag mitteilten. Am 21. Mai folgt die Öffnung von Open-Air-Kinos, und eine Woche darauf sind dann auch Theaterbesuche wieder erlaubt.
  • Griechenland bereitet sich mit der schrittweisen Aufhebung der Corona-Auflagen auf die bevorstehende Urlaubssaison vor. Nach sechsmonatiger Schließung dürfen seit Montag Cafés und Restaurants ihre Gäste wieder im Freien bedienen. Nicht lebensnotwendige Geschäfte und Schulen sind bereits seit Anfang April wieder geöffnet. Lesen Sie dazu: Urlaub buchen trotz Corona – mit diesen Tipps klappt es
  • Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca soll in Großbritannien nur noch bei über 40-Jährigen eingesetzt werden. Die Zahl der gemeldeten schweren Thrombose-Fälle im zeitlichen Zusammenhang mit einer Astrazeneca-Impfung ist weiter gestiegen: Bis zum 30. April seien 67 Fälle einer Thrombose mit Thrombozytopenie (TTS) gemeldet worden, wie unsere Redaktion aus dem neuen Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) erfuhr. Vierzehn Patienten – fünf Männer und neun Frauen - seien verstorben.
  • Geimpfte und Genesene bekommen ihre Rechte wieder zurück: Doch einige Bevölkerungsgruppen in Deutschland haben noch gar nicht Möglichkeit, sich impfen zu lassen. So ist bisher kein Vakzin für Kinder zugelassen und Schwangere werden nur in Ausnahmefällen geimpft. Lesen Sie hier, welche Regeln für diese Gruppe gelten
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für den chinesischen Corona-Impfstoff von Sinopharm eine Notfallzulassung erteilt, wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf sagte. So können UN-Organisationen das Mittel kaufen und verteilen. Lesen Sie mehr zum Thema: Sinopharm und Co.: Was können die chinesischen Impfstoffe?
  • Hamburgs rot-grüner Senat will die seit fünf Wochen zwischen 21.00 und 5.00 Uhr geltenden Ausgangsbeschränkungen aufheben. Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante B.1.617.2 gilt in England nun als "besorgniserregend".
  • Der US-Pharmakonzern Pfizer und sein Mainzer Partner Biontech beantragen in den USA eine vollständige Zulassung ihres Corona-Impfstoffes. Wie beide Unternehmen am Freitag mitteilten, begannen sie mit dem Einreichen der notwendigen Unterlagen bei der US-Arzneimittelbehörde FDA.
  • Lässt sich in Spanien beobachten, was auch Deutschland drohen könnte, wenn mehr und mehr Bundesländer die Bundes-Notbremse lockern? Das Ende des sechsmonatigen Corona-Notstands sorgt in vielen spanischen Regionen für Verwirrung. Vielerorts gab es Streit darüber, welche alten oder neuen Einschränkungen von Sonntag an noch gelten. Ärger droht auch auf den Balearen mit der Urlauberinsel Mallorca. Dort kündigten Gastwirte eine Art Aufstand gegen Pläne der Regionalregierung an. Die Zeitung "El País" sprach von "Chaos".
  • Die Stadt New York will laut Bürgermeister Bill de Blasio schon bald Impfungen für Touristen ermöglichen. Dafür sollen mobile Impfteams an beliebten Touristenattraktionen wie dem Times Square das Vakzin von Johnson & Johnson an Besucher verabreichen.
  • In deutschen Universitäten finden im laufenden Sommersemester kaum Corona-Tests oder Präsenzveranstaltungen statt.
  • Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sieht große Probleme in der Kontrolle der Lockerungen für Genesene und Geimpfte.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat weitere Lockerungen für Geimpfte und Genesene angekündigt. Nach der Entscheidung des Bundesrats zu den Lockerungen arbeite man parallel an einer Rechtsverordnung für die Einreise von Geimpften und Genesenen nach Deutschland. Auch hier soll gelten wer das Virus nicht oder kaum noch übertragen kann, der soll von Test- und Quarantänepflicht befreit werden. "Ausnahmen gibt es für Einreisen aus Virusvarianten gebieten" sagte Spahn auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit RKI-Präsident Lothar Wieler.
  • Einen Tag nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat für Lockerungen für vollständig Geimpfte und Genesene gestimmt.
  • In Münster ist laut Mitteilung der Stadt ein Kind an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Das vier Jahre altes Mädchen starb bereits am vergangenen Samstag in einer Münsteraner Klinik.
  • Vor der nahenden Urlaubssaison will Italien die Bevölkerung seiner kleinen Mittelmeerinseln coronafrei bekommen. Ab Freitag sollen Massenimpfungen gegen Covid-19 auf Capraia, südwestlich der toskanischen Stadt Livorno, und den Äolischen Inseln, nordwestlich der sizilianischen Stadt Messina, beginnen, wie aus dem Plan des außerordentlichen Kommissars für den Corona-Notfall hervorgeht. Insgesamt will die Regierung Menschen auf etwa dreißig dieser kleineren Inseln impfen.
  • Der Musiker Jan Delay (45) hat seine Fans aufgerufen, Corona-Regeln einzuhalten, damit es bald wieder Leben auf den Bühnen und in den Clubs geben kann. Am Donnerstagabend stand er erstmals seit eineinhalb Jahren wieder auf der Bühne. In dem per Live-Stream übertragenen Konzert sang er auch sein Lied "St. Pauli", in dem es heißt: "Auf St. Pauli brennt noch Licht, da ist noch lange noch nicht Schicht."
  • Lockerungen für Geimpfte und Genesene, und zwar ab sofort - so wollen es Bundesregierung und Bundestag. Heute soll auch der Bundesrat zustimmen. Der Deutsche Landkreistag hat davor gewarnt, die kommunalen Impfzentren infrage zu stellen. "Die Impfzentren spielen neben den niedergelassenen Ärzten eine zentrale Rolle. Sie dürfen nicht ausgebremst werden", sagte Landkreistagspräsident Reinhard Sager dieser Redaktion.

Corona-News von Donnerstag, 6. Mai: 400.000 Geräte im "Warteraum" – Impf-Ansturm in SH

  • Die Zahl der Corona-Toten weltweit dürfte laut einer Schätzung des Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) fast doppelt so hoch liegen wie bislang erfasst. Das Institut geht davon aus, dass fast 6,9 Millionen Menschen an Covid-19 gestorben sind.
  • Noch dürfen Betriebsärzte nicht in Unternehmen gegen Corona impfen. Arbeitnehmer sind deshalb auf Termine bei ihren Hausärzten oder in Impfzentren angewiesen. Oft wird ihnen dabei ein Termin zugewiesen – nicht selten auch werktags. Welche Rechte haben die Beschäftigten?
  • Bund und Länder wollen mögliche Corona-Impfungen für Kinder im Alter über 12 Jahren während der Sommerferien vorbereiten. Stand heute sei eine EU-Zulassung des bisher ab 16 Jahre freigegebenen Biontech-Impfstoffs für 12- bis 15-Jährige im Juni wahrscheinlich, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin nach Beratungen mit seinen Länder-Kollegen.
  • Die Menschen in Deutschland können sich in ihrer Arztpraxis künftig ohne Priorisierung mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen.
  • Eine Mehrheit der Deutschen ist gegen sofortige Lockerungen der Corona-Vorschriften für Geimpfte und Genesene. Laut dem am Donnerstag veröffentlichten ARD-"Deutschlandtrend" finden es 40 Prozent der Deutschen grundsätzlich falsch, wenn Geimpfte oder Genesene von Einschränkungen befreit werden.
  • Deutsche Pharma-Firmen lehnen es ab, Impfstoffpatente vorübergehend freizugeben. Wie sehr helfen Impfungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus? Das Robert Koch-Institut bewertet Vakzine außerordentlich positiv. "Die Effektivität der Covid-19-Impfung liegt nach vollständiger Impfserie zwischen 80 und 90 Prozent", schreibt das RKI am Donnerstag auf Twitter.
  • Impfwillige in Deutschland sollen sich nach einem Vorschlag der Bundesregierung künftig ohne die gültige Priorisierung mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen können.
  • Die Ständige Impfkommission (Stiko) befürwortet zunächst weiter eine bevorzugte Impfung besonders gefährdeter Gruppen gegen Covid-19.
  • Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat in Aussicht gestellt, dass an sämtlichen Berliner Teststellen bald ein digitaler Testnachweis angeboten wird. Die digitale Variante sei auch ein zentrales Projekt auf Bundesebene.
  • Die hohe Nachfrage nach dem Corona-Vakzin hat dem US-Impfstoffhersteller Moderna erstmals zu schwarzen Zahlen verholfen.
  • Für vollständig Geimpfte und genesene Menschen sollen zahlreiche Corona-Beschränkungen entfallen. Der Bundestag billigte am Donnerstag eine entsprechende Verordnung der Bundesregierung mit großer Mehrheit.
  • Biontech/Pfizer hat sich bereit erklärt, Corona-Impfstoff für die Teilnehmer der olympischen Sommerspiele in Tokio zu spenden.
  • Reisende aus Israel können künftig wieder leichter in die Europäische Union einreisen.
  • Die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley (SPD), hat die US-Regierung aufgefordert, nach ihrem Vorstoß für eine Aussetzung des Patentschutzes für Corona-Impfstoff auch die amerikanischen Exportverbote für die Vakzine unverzüglich aufzuheben.
  • In der Debatte um eine globale Aufhebung von Patenten für Corona-Impfstoffe hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn das Ziel von Produktionssteigerungen unterstützt.
  • In Indien ist ein weltweiter Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen erfasst worden. Es wurden mehr als 412.000 Fälle in den vergangenen 24 Stunden gemeldet, wie Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Donnerstag zeigten.
  • Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hat dazu aufgerufen, das Hauptaugenmerk bei Corona in den kommenden Wochen auf die weitere Reduzierung der Neuinfektionen zu legen - auch mit Blick etwa auf Schwangere ohne Impfmöglichkeit.
  • Die EU hat sich offen für Gespräche über eine vorübergehende Aussetzung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe gezeigt.
  • Impfstoff "made in Germany": Davon gibt es jetzt immer mehr. In den Startlöchern für eine Zulassung steht etwa das Tübinger Unternehmen CureVac. Welche Vakzine sonst noch hierzulande produziert werden und an welchen Standorten dies geschieht, lesen Sie hier.
  • In den einzelnen Bundesländern ist unterschiedlich viel Impfstoff übrig. In NRW etwa liegen noch 48 Prozent des bereits gelieferten Vakzins von Moderna auf Halde. Diese Mengen werden teilweise von den Ländern zurückgehalten, um Zweitimpfungen sicherzustellen.
  • Die Brüsseler EU-Kommission verteidigt, dass für den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer künftig ein höherer Preis gezahlt werden soll.
  • Die netzpolitische Sprecherin der Linken-Bundestagsfraktion, Anke Domscheit-Berg, warnt vor Sicherheitslücken im Verschlüsselungssystem des europäischen digitalen Impfnachweises.
  • Angesichts der geplanten Freiheiten für Geimpfte fordert der Deutsche Städtetag jetzt auch mehr Lockerungen für negativ Getestete.

Corona-News von Mittwoch, 5. Mai: Spahn will für Astrazeneca Priorisierung aufheben

  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will für Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Astrazeneca die Priorisierung sofort aufheben.
  • Für den Kampf zur weltweiten Eindämmung der Pandemie unterstützt die US-Regierung die Aussetzung von Patenten für die Corona-Impfstoffe.
  • Das Bundesverfassungsgericht hat Eilanträge gegen nächtliche Ausgangsbeschränkungen im Zuge der Corona-Notbremse abgelehnt.
  • In Kanada darf der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer nun auch 12- bis 15-Jährigen verabreicht werden.
  • Schleswig-Holstein öffnet für Geimpfte und Genesene ab 17. Mai den Tourismus.
  • Der Deutsche Ethikrat kritisiert das vom Bundeskabinett beschlossene Aufholprogramm für Kinder und Jugendliche. Die zwei Milliarden würden nicht ausreichen, sagte Alena Buyx, Vorsitzende des Ethikrates, dieser Redaktion.
  • Die Bundesregierung hat die Bürger davor gewarnt, sich gefälschte Impfpässe zu beschaffen, um so vorzeitig in den Genuss von Erleichterungen etwa bei Kontaktbegrenzungen oder bei Urlaubsreisen zu kommen.
  • Das Gesundheitsministerium soll zur Beschaffung von Corona-Impfstoff weitere 3,8 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt bekommen.
  • Die bundesweit verbindlichen Regeln für schärfere Corona-Maßnahmen bei hohem Infektionsgeschehen zeigen aus Sicht der Bundesregierung Wirkung.
  • Die Mehrheit der Menschen in Deutschland hält es einer Umfrage zufolge für angemessen, wenn in der Corona-Pandemie bundesweit mobile Impfbusse in sozialen Brennpunkten zum Einsatz kommen.
  • Die Bundesregierung hat das Aufholpaket für Kinder und Jugendliche zur Unterstützung sozial schwacher Familien in der Corona-Krise auf den Weg gebracht.
  • In vielen Bundesländern dürfen sich Angehörige der Priorisierungsgruppe drei für die Corona-Impfung anmelden - alleine aufgrund ihres Alters sind das bundesweit mehr als zehn Millionen Menschen.
  • Deutschland hat mit 150.000 verabreichten Dosen einen Tagesrekord bei den wichtigen Zweitimpfungen aufgestellt.
  • Auf den Intensivstationen, wo positive Entwicklungen erst mit einiger Verspätungen spürbar werden, scheint sich die Lage langsam zu stabilisieren.
  • Datenschützer sehen Fotos von Impfpässen, die etwa aus Freude über Corona-Schutzimpfungen auf sozialen Netzwerken und in Chats geteilt werden, mit Sorge. "Wenn geimpfte Personen ein Foto ihres Impfpasses im Internet veröffentlichen, dann kann das Kriminellen als Vorlage dienen", sagte der Hamburgische Datenschutzbeauftragte, Johannes Caspar.
  • Indien hat an einem Tag mit 3780 Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Land so viele erfasst wie nie zuvor.
  • Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) dringt auf weitere Finanzhilfen für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wegen der Corona-Krise für dieses Jahr.
  • Um das Impftempo in Deutschland zu beschleunigen, fordert der Deutsche Hausärzteverband Rechtssicherheit für Ärztinnen und Ärzte, die pro Ampulle sieben statt sechs Dosen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer nutzen wollen. "Es kann nicht sein, dass täglich in Deutschland Impfdosen weggeworfen werden", sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt unserer Redaktion.

Corona-News von Dienstag, 4. Mai: Biden ruft 20- bis 30-Jährige zum Impfen auf

  • US-Präsident Joe Biden hat neue Ziele für das amerikanische Corona-Impfprogramm herausgegeben und wandte sich ausdrücklich an die 20- und 30-Jährigen, von denen viele glaubten, sie benötigten keine Impfung. Nach Regierungsgaben ist die Impfung gegenwärtig bei etwa 105 Millionen der 328 Millionen US-Bürger abgeschlossen.
  • Die Virologin Sandra Ciesek hält Impfungen auch für Covid-19-Genesene für sinnvoll. Für alle anderen sei vor allen die zweite Impf-Dosis entscheidend, sagte sie im NDR-Podcast "Coronavirus-Update".
  • Die Luftwaffe fliegt am Mittwoch eine Anlage zur Herstellung von Sauerstoff in das schwer von der Corona-Pandemie getroffene Indien. Den Krankenhäusern in Indien geht wegen der steigenden Zahl an Corona-Patienten der medizinische Sauerstoff aus.
  • FDP-Chef Christian Lindner fordert als Reaktion auf die Entwicklung bei den Corona-Infektionen weitergehende Lockerungen auch für Menschen mit einem Negativtest.
  • Bis Anfang Juli sollen nach dem Willen der US-Regierung rund 70 Prozent aller rund 260 Millionen Erwachsenen im Land mindestens die erste Corona-Impfung erhalten haben. Dies sei Präsident Joe Bidens neues Ziel, erklärte das Weiße Haus am Dienstag.
  • In Brandenburg können sich Erwachsene unter 60 Jahren in Arztpraxen ab sofort mit dem Impfstoff von Astrazeneca gegen das Coronavirus impfen lassen. Das Brandenburger Impfkabinett habe dies gebilligt, teilte das Innenministerium mit.
  • Ein Viertel aller Einwohner der Europäischen Union ist inzwischen einmal gegen das Coronavirus geimpft - und das Impftempo nehme zu, twitterte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Im Juli würden ausreichend Impfdosen vorhanden sein, um 70 Prozent der Erwachsenen in der EU zu impfen, kündigte von der Leyen an.
  • Italien will nach Angaben von Ministerpräsident Mario Draghi ab Mitte Mai wieder ausländische Touristen ins Land lassen. Mit einem italienischen Gesundheitspass sollen Urlauber aus dem Ausland dann auch zwischen den verschiedenen italienischen Regionen reisen können, sagt Draghi nach einem Treffen der G20-Tourismusminister.
  • Menschen, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft oder in den vergangenen sechs Monaten eine Infektion überstanden haben, sind künftig im Bundesland Bremen von allen Testpflichten ausgenommen. Eine entsprechende Regelung beschloss der Senat am Dienstag.
  • Angesichts weiterhin niedriger Corona-Neuinfektionen hält die britische Regierung an ihrem Zeitplan für Lockerungen fest. Damit werden voraussichtlich wie geplant am 17. Mai weitere Restriktionen aufgehoben: Dann dürfen Restaurants und Pubs auch ihre Innenräume öffnen, außerdem sind Auslandsreisen wieder erlaubt.
  • Die Corona-Pandemie bringt die Planung des großen Terrorprozesses gegen die mutmaßlich rechtsextremistische "Gruppe S." in Stuttgart ordentlich durcheinander. Zum zweiten Mal sind Verhandlungstermine des Oberlandesgerichts auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Stammheim abgesagt worden, weil sich Häftlinge angesteckt haben.
  • Im Ringen um den Schutz von Unternehmen vor Insolvenzen wegen der Corona-Krise sieht die SPD kaum noch Chancen auf eine Einigung. CDU und CSU betrieben "scheinheilige Ablenkungsmanöver", wollten die erneute Sonderregelung aber offenkundig nicht.
  • Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat sich für unbürokratische Lockerungen bei Corona-Regeln für Geimpfte und Genesene ausgesprochen. "Es geht ja bei allen Maßnahmen auch darum, dass man eine Akzeptanz hat für die ganzen Sachen", sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin.
  • Hohe Kosten für PCR-Coronatests sind dem Dachverband der Fluggesellschaften (IATA) in Genf ein Dorn im Auge. IATA-Chef Willie Walsh sprach am Dienstag von Geschäftemacherei. Weil viele Länder PCR-Tests für Flugreisende vorschreiben, werde das Fliegen für viele Menschen unerschwinglich.
  • Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich erfreut über die Entspannung des Corona-Infektionsgeschehens im Land geäußert. Es gebe "Licht am Ende des Tunnels", sagte sie nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen am Dienstag in Online-Beratungen der Unionsfraktion im Bundestag.
  • Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie treffen vor allem Selbstständige finanziell hart. Die Kluft zwischen Menschen mit geringerem Einkommen und Gutverdienern in Deutschland hat sich nach einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) dadurch insgesamt etwas verringert.
  • Berlins Regierender Bürgermeister hat sich für eine bundesweite Absprache über Urlaubsmöglichkeiten in den Sommerferien ausgesprochen. "Wir werden mit Sicherheit wieder zu einer MPK zusammenkommen, denn wir müssen so etwas bundesweit abstimmen", sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am Dienstag in Berlin.
  • Die Ärzte warnen auch als Lehre aus der Corona-Krise vor Kostendruck und einer weiteren Kommerzialisierung im deutschen Gesundheitswesen. "Erst kommt der Patient und dann der Profit. Das muss sich endlich in das kollektive Gedächtnis einbrennen", sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, am Dienstag beim Deutschen Ärztetag.
  • In Berlins sozialen Brennpunkten soll es beim Impfen schneller vorangehen. So sollen im Lauf der nächsten Woche 10.000 Impfdosen an Stadtteilzentren in sozialen Brennpunkten oder Quartieren in schwierigen Wohnsituationen geliefert werden, wie Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller, am Dienstag nach der Senatssitzung ankündigte.
  • Mecklenburg-Vorpommern erlaubt vollständig geimpften Tagesausflüglern und Zweitwohnungsbesitzern aus anderen Bundesländern wieder die Einreise. Touristische Übernachtungen etwa in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen bleiben aber weiterhin untersagt.
  • Sachsen stellt vollständig gegen Corona geimpfte Menschen sowie Genesene ab dem 10. Mai in vielen Punkten mit negativ Getesteten gleich. Das sagte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag in Dresden nach einer Sitzung des Kabinetts.
  • Die Bundesregierung hat den Weg frei gemacht für rasche Lockerungen der Corona-Regeln für vollständig Geimpfte und Genesene. Das Kabinett habe eine entsprechende Verordnung am Dienstag beschlossen, sagte Justizministerin Christine Lambrecht (SPD).
  • In der Europäischen Union sind inzwischen 150 Millionen Impfungen gegen Covid-19 verabreicht worden. Die Zahl nannte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstag auf Twitter. Das Impftempo ziehe überall in der EU an.
  • Wieder ein Dämpfer für die deutsche Impfkampagne. Laut dem "Spiegel" ist die Produktion des deutschen Impfstoff-Herstellers Curevac durch fehlende Rohstoffe akut in Gefahr, weil die US-Regierung die Ausfuhr entscheidender Materialien per Kriegswirtschaftsdekret unterbindet.
  • Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) hat eine Prüfung des Corona-Impfstoffs des chinesischen Herstellers Sinovac eingeleitet. Zur Prüfung einer Zulassung des Vakzins CoronaVac habe ein sogenanntes rollierendes Verfahren begonnen, teilte die EMA am Dienstag in Amsterdam mit.
  • In bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 dürfen ab kommenden Montag (10. Mai) die Außengastronomie, Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos öffnen. Das hat das bayerische Kabinett am Dienstag beschlossen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) anschließend sagte.
  • Urlaub in Bayern soll zu Beginn der Pfingstferien am 21. Mai in Regionen mit niedrigen Corona-Infektionszahlen wieder möglich sein. In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 sollen Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze wieder öffnen dürfen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München ankündigte.
  • In Deutschland haben 28,7 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervor (Stand: 4. Mai, 12.00 Uhr). Den vollen Impfschutz erhielten bislang gut acht Prozent der Bevölkerung.
  • Mit einem Stufenplan will Niedersachsen in Lockerungen der Corona-Beschränkungen einsteigen. Diese sollen in Städten und Kreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 vom kommenden Wochenende an greifen, kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstag in Hannover an.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat trotz erster Anzeichen für eine allmähliche Entspannung der Corona-Lage weiter zur Vorsicht gemahnt. Es gehe darum, jetzt diese dritte Welle zu brechen, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin beim digitalen Ärztetag.
  • Die große Mehrheit der Deutschen hat einer Umfrage zufolge keine Bedenken wegen einer Corona-Impfung. Wie eine am Dienstag in Hamburg veröffentlichte Befragung der Techniker-Krankenkasse ergab, haben 83 Prozent keine oder eher keine Angst vor der Immunisierung. Je älter die Befragten sind, desto unbesorgter sind sie tendenziell.
  • Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat in der Corona-Pandemie vor einer zu schnellen Öffnung von Gastronomie und Hotels für Geimpfte gewarnt. Zwar sei es "eine notwendige und gute Entscheidung", die Grundrechtseinschränkungen für Geimpfte zurückzunehmen.

Alle bisherigen Corona-News

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(fmg/dpa/afp)

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