Pandemie

Corona: Alle wichtigen Zahlen des RKI im Überblick

Lesedauer: 4 Minuten
Impfen und testen: Spahn mahnt trotz sinkender Corona-Fälle zur Vorsicht

Impfen und testen: Spahn mahnt trotz sinkender Corona-Fälle zur Vorsicht

Trotz sinkender Corona-Inzidenz-Werte in Deutschland rät Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zur Vorsicht. Nach der der Gesundheitsministerkonferenz in München betont er, wie wichtig die Zweitimpfung im Kampf gegen die Delta-Variante ist. Die aktuellen Einreisebeschränkungen werden bis September verlängert. Was aus den Impfzentren wird, steht noch nicht fest.

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Berlin.  Das Robert Koch-Institut gibt täglich Updates zu den Corona-Fallzahlen, zur Inzidenz und zum R-Wert in Deutschland. Ein Überblick.

  • Täglich meldet das RKI aktuelle Corona-Zahlen für Deutschland
  • Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter und nähert sich der Marke von 10
  • Alle wichtigen Corona-Fallzahlen wie Inzidenz und R-Wert haben wir hier zusammengefasst

Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter meldete, wurden innerhalb eines Tages 1330 Neuinfektionen und 105 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Vor einer Woche hatten die Zahlen bei 3187 Ansteckungen gelegen.

Corona in Deutschland: Höchstwerte bei Todeszahlen im Januar

Der höchste Wert bei den innerhalb eines Tages gemeldeten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember erreicht worden – darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten. Der Höchststand von 1244 registrierten Todesfällen binnen 24 Stunden wurde am 14. Januar gemeldet.

Interaktive Grafik: Wie tödlich das Coronavirus wirklich ist

Corona-Zahlen des RKI: So hoch ist die Sieben-Tage-Inzidenz

  • Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 11,6.
  • Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 13,2 beziffert.
  • Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 19,3.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus geworden. Von ihr sind auch Verschärfungen wie beispielsweise nächtliche Ausgangssperren abhängig. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz so zu mindern und auf niedrigem Niveau zu halten, dass die Gesundheitsämter die Nachverfolgung von Kontakten der Corona-Infizierten leisten können.

Corona-Fallzahlen des RKI – ein Überblick

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 3.718.955 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die geschätzte Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.594.700 an.

Definition: Was ist der R-Wert und wie hoch ist er aktuell?

Der bundesweite R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Donnerstagabend bei 0,59 (Vortag: 0,59). Liegt der R-Wert über eins, steckt ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen an. Liegt der Wert unter eins, verringert sich die Zahl der Neuinfektionen langfristig. Das RKI meldet den aktuellen R-Wert in der Regel abends.

Datum 16. Juni 16. Juni 15. Juni
4-Tage-R-Wert 0,59 0,59 0,65
7-Tage-R-Wert 0,72 0,71 0,72

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht einen sogenannten 7-Tage-R-Wert an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Donnerstag bei 0,72. Am Vortag lag er bei 0,71. Dieser Wert bildet das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen ab.

Hintergrund: So wird die Reproduktionszahl berechnet

Corona-Zahlen: Warum schwanken die RKI-Zahlen häufig?

Die Fallzahlen und die daraus berechnete Sieben-Tage-Inzidenz des RKI können sich stark von den veröffentlichten Zahlen der örtlichen und Landesgesundheitsämter unterscheiden. Das hat diverse Gründe:

  • Die Uhrzeit, wann die Bundesländer neue Tagesstände übermitteln, variiert von Land zu Land
  • Unter Umständen gibt es dabei sogar an einem Tag mehrere Schwankungen
  • Manchmal kommt es auch zu Übertragungsfehlern der Fallzahlen zwischen den einzelnen Meldestellen
  • Stellt ein Labor einen Fall fest, übermittelt es diesen an die örtliche Gesundheitsbehörde, von dort gehen die Daten an das Landesgesundheitsamt
  • Dort werden alle Meldungen aus einem Bundesland gebündelt und dann gesammelt an das RKI übertragen
  • Weil der Ablauf des sogenannten Meldesystems für Infektionskrankheiten noch immer nicht vollständig digitalisiert ist, kann es auch passieren, dass Daten erst einen Tag verspätet beim RKI eintreffen

Für die einzelnen Bundesländer übermittelt das RKI die folgenden Gesamtzahlen (nachgewiesene und gemeldete Infektionen, Datenstand 17. Juni):

Bundesland Infektionszahlen
Nordrhein-Westfalen 814.114
Bayern 645.785
Baden-Württemberg 498.911
Hessen 289.817
Sachsen 285.537
Niedersachsen 260.448
Berlin 179.818
Rheinland-Pfalz 154.714
Thüringen 128.579
Branden­burg 108.608
Sachsen-Anhalt 99.133
Hamburg 77.015
Schleswig-Holstein 63.692
Mecklenburg-Vorpommern 44.097
Saarland 41.324
Bremen 27.363
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