Im Überblick: Die aktuellen Corona-Fallzahlen des RKI

Lesedauer: 5 Minuten

Corona: So funktioniert der Lolli-Test

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Berlin.  Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet jeden Tag aktuelle Zahlen zur Corona-Pandemie in Deutschland. Die wichtigsten Daten im Überblick.

  • Am Mittwoch meldet das Robert Koch-Institut (RKI) wieder stark steigende neue Corona-Fallzahlen
  • Ab Mitte der Woche sollen die aktuellen Zahlen nach den Osterfeiertagen und den Ferien wieder aussagekräftig sein
  • Die wichtigsten Daten zu den Corona-Fallzahlen nach Bundesland, der Inzidenz und der Reproduktionszahl lesen Sie hier im Überblick

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 21.693 neue Fälle von Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Zudem wurden binnen eines Tages 342 neue Todesfälle registriert, wie das RKI am Mittwoch mitteilte. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9677 Neuinfektionen und 298 Todesfälle verzeichnet. Lesen Sie hier aktuelle Nachrichten zur Pandemie: Alle Corona-News im Live-Ticker

Die in den Tagen nach Ostern beobachtete Absenkung der Zahlen könnte laut RKI an der vorübergehend geringeren Testzahl gelegen haben. Zudem könnte es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter an allen Tagen Daten übermittelt haben. Das RKI geht davon aus, dass die Testhäufigkeit erst Mitte dieser Woche wieder auf einem mit den Vorwochen vergleichbaren Niveau liegt. Auch der R-Wert kann laut RKI erst in einigen Tagen wieder aussagekräftig bewertet werden.

Corona in Deutschland: Höchstwerte bei Todeszahlen im Januar

Der höchste Wert bei den innerhalb eines Tages gemeldeten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember erreicht worden – darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten. Der Höchststand von 1244 registrierten Todesfällen binnen 24 Stunden wurde am 14. Januar gemeldet.

Bund und Länder streben einheitliche Corona-Maßnahmen an
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Corona-Zahlen des RKI: So hoch ist die Sieben-Tage-Inzidenz

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Mittwoch bundesweit bei 153,2. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 140,9 an, vor einer Woche lag sie bei 110,1.

Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Im März hat sich die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz allerdings innerhalb von drei Wochen verdoppelt. In Deutschland war die sehr ansteckende, britische Corona-Variante B.1.1.7 erstmals an Heiligabend nachgewiesen worden. Gut drei Monate später hat sie die Ursprungsvariante hierzulande weitgehend verdrängt.

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Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus geworden. Von ihr sind auch mögliche Verschärfungen wie beispielsweise nächtliche Ausgangssprerren abhängig. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz so zu mindern, dass die Gesundheitsämter die Nachverfolgung von Kontakten der Corona-Infizierten leisten können.

Corona-Fallzahlen des RKI – ein Überblick

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.044.016 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, liegt bei 79.088.

Definition: Was ist der R-Wert und wie hoch ist er aktuell?

Der bundesweite R-Wert lag laut Lagebericht des RKI vom Dienstag bei 1,21 (Vortag 1,29). Liegt der R-Wert über eins, steckt ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen an. Liegt der Wert unter eins, verringert sich die Zahl der Neuinfektionen langfristig. Das RKI meldet den aktuellen R-Wert in der Regel abends.

Datum 13. April 12. April 11. April
4-Tage-R-Wert 1,21 1,29 1,22
7-Tage-R-Wert 1,08 1,09 1,08

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Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht einen sogenannten 7-Tage-R-Wert an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Dienstag bei 1,08. Am Vortag hatte er bei 1,09 gelegen. Dieser Wert bildet das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen ab.

Hintergrund: So wird die Reproduktionszahl berechnet

Corona-Zahlen: Warum schwanken die RKI-Zahlen häufig?

Die Fallzahlen und die daraus berechnete Sieben-Tage-Inzidenz des RKI können sich stark von den veröffentlichten Zahlen der örtlichen und Landesgesundheitsämter unterscheiden. Das hat diverse Gründe:

  • Die Uhrzeit, wann die Bundesländer neue Tagesstände übermitteln, variiert von Land zu Land
  • Unter Umständen gibt es dabei sogar an einem Tag mehrere Schwankungen
  • Manchmal kommt es auch zu Übertragungsfehlern der Fallzahlen zwischen den einzelnen Meldestellen
  • Stellt ein Labor einen Fall fest, übermittelt es diesen an die örtliche Gesundheitsbehörde, von dort gehen die Daten an das Landesgesundheitsamt
  • Dort werden alle Meldungen aus einem Bundesland gebündelt und dann gesammelt an das RKI übertragen
  • Weil der Ablauf des sogenannten Meldesystems für Infektionskrankheiten noch immer nicht vollständig digitalisiert ist, kann es auch passieren, dass Daten erst einen Tag verspätet beim RKI eintreffen

Für die einzelnen Bundesländer übermittelt das RKI die folgenden Gesamtzahlen (nachgewiesene und gemeldete Infektionen, Datenstand 13. April):

Bundesland Infektionszahlen
Nordrhein-Westfalen 657.437
Bayern 536.815
Baden-Württemberg 392.632
Sachsen 238.027
Hessen 236.594
Niedersachsen 213.396
Berlin 154.668
Rheinland-Pfalz 125.400
Thüringen 103.971
Branden­burg 94.098
Sachsen-Anhalt 80.085
Hamburg 66.184
Schleswig-Holstein 53.735
Mecklenburg-Vorpommern 34.521
Saarland 33.800
Bremen 22.653

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