Corona-Hotspots: Das sind die Risikogebiete in Deutschland

Berlin.  Wo in Deutschland sind die Risikogebiete? Wo steigen die Corona-Zahlen besonders? Hier finden Sie die größten Hotspots des Landes.

Corona-Lage: Experten vorsichtig optimistisch

Vorsichtiger Optimismus, aber keine Entwarnung: Das Robert-Koch-Institut sieht einen "leicht positiven Trend" bei den Corona-Zahlen. Dies seien Erfolge des Lockdowns, die Bürger dürften jetzt aber nicht nachlassen, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler.

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  • Viele Regionen Deutschlands gelten wegen sehr hoher Corona-Infektionszahlen als Risikogebiete
  • Je nach Höhe der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz gelten verschärfte Regeln. Aber wo liegen die Grenzen?
  • Wir zeigen die zehn aktuell meistbetroffenen Corona-Hotspots in Deutschland

Deutschland befindet sich immer noch im harten Lockdown – bis mindestens zum 14. Februar. Am 19. Januar berieten die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut über das weitere Vorgehen – und beschlossen schärfere Maßnahmen.

Das Infektionsgeschehen verharrt weiter auf hohem Niveau. Wichtige Messgröße ist daher die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

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Schon seit Anfang Januar ist der Bewegungsradius der Bürger in Regionen, in denen die Marke von 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten wird, eingeschränkt. Sie dürfen sich nur 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernt bewegen. Die Grenze überschritten am Dienstag (26. Januar) 29 Städte und Kreise.

Zurzeit wurden in Deutschland rund 380 Städte, Bezirke und Landkreise als Corona-Hotspots bezeichnet – dort wurde die Marke von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen überschritten. Die Regionen gelten auch als innerdeutsche Risikogebiete.

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Am stärksten betroffen ist aktuell der Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt, der eine Sieben-Tage-Inzidenz von aktuell 355,61 ausweist (Stand 27.01.). Der Landkreis Hildburghausen in Thüringen (aktuell 248,43) war die erste Region in Deutschland, deren 7-Tage-Inzidenz größer als 500 war, zwischenzeitlich sogar größer als 600. Lesen Sie auch: Corona-Hotspot Bautzen: Wie die Menschen der Krise begegnen

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Corona-Risikogebiete in Deutschland – die zehn größten Hotspots (Stand: 27. Januar)

  Stadt/Landkreis/Bezirk Bundesland 7-Tage-Inzidenz
1. Burgenlandkreis Sachsen-Anhalt 355,61
2. Schmalkalden-Meinigen Thüringen 329,02
3. Ostprignitz-Ruppin Brandenburg 304,47
4. Oberspreewald-Lausitz Brandenburg 284,35
5. Saalfeld-Rudolstadt Thüringen 282,95
6. Anhalt-Bitterfeld Sachsen-Anhalt 273,21
7. Wunsiedel im Fichtelgebirge Bayern 258,76
8. Hildburghausen Thüringen 248,43
9. Tirschenreuth Bayern 244,29
10. Fulda Hessen 242,89

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Corona: Ab wann ist eine Region ein Risikogebiet?

Einen ersten Richtwert für die Einstufung als Risikogebiet bietet die Zahl der Neuinfektionen.

  • Übersteigt sie den Wert von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, folgt eine Bewertung der Lage durch die einzelnen Bundesländer. Diese „Neuerkrankungsrate“ wird auch Inzidenz genannt.
  • Die Landesregierungen entscheiden selbstständig, welche Gebiete in anderen Bundesländern sie zu Risikogebieten erklären.
  • Eine landesweit einheitliche Liste wie bei den internationalen Risikogebieten gibt es nicht.

Alle deutschen Risikogebiete auf einer Karte

Alle innerdeutschen Risikogebiete finden Sie mitsamt der Sieben-Tage-Inzidenz in einer Tabelle in unserem interaktiven Coronavirus-Monitor auf einer Karte. Scrollen Sie dafür unter die Karte mit den Infektionszahlen.

(fmg/dpa/afp)

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