Corona in Niedersachsen

Zahl der Corona-Schnelltests in Niedersachsen bricht ein

| Lesedauer: 2 Minuten
Eine Frau wird in einem Testzentrum mit einem Schnelltest auf das Coronavirus getestet (Archivbild).

Eine Frau wird in einem Testzentrum mit einem Schnelltest auf das Coronavirus getestet (Archivbild).

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Hannover.  Rund zwei Drittel weniger Corona-Schnelltests werden seit Beginn der Testgebühr in Niedersachsen gemacht.

In Niedersachsen lassen sich angesichts kostenpflichtiger Corona-Schnelltests spürbar weniger Menschen testen. Landesweit sei die Zahl der Tests um etwa zwei Drittel gesunken, berichtete die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (Freitag) unter Berufung auf das Gesundheitsministerium.

Demnach seien für die erste Oktoberwoche rund 275 000 Schnelltests gemeldet worden - in der ersten Woche mit Testgebühr seien es noch rund 86 000 gewesen. Seit dem 11. Oktober sind die Schnelltests in den Testzentren für die meisten Menschen nicht mehr kostenlos.

Auch weniger Testmöglichkeiten

Auch die Zahl der Testzentren sank nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung von rund 4300 im Juli auf 1940 deutlich. Gleichzeitig habe sich die Zahl der Impfungen „auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau eingependelt“, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums der Zeitung. In Niedersachsen sind demnach 71,6 Prozent der Menschen einmal geimpft, 68 Prozent sind vollständig geimpft.

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Nach Einschätzung von Landesgesundheitsministerin Daniela Behrens hat der Rückgang bei den Schnelltests keine relevanten Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen. Zur Zeit „des Impfstoffmangels und der damit verbundenen niedrigen Impfquoten sind die kostenlosen Bürgertests ein ganz wichtiges Instrument gewesen, um die Sicherheit zu erhöhen und die Öffnung vieler Bereiche unseres gesellschaftlichen Lebens zu ermöglichen“, sagte die SPD-Politikerin der Zeitung.

Allgemeinheit soll nicht mehr für die Kosten der Tests aufkommen müssen

Angesichts der Impfquote und der leichten Verfügbarkeit des Impfstoffs sei die Ausgangslage inzwischen jedoch anders. Es sei nicht mehr angezeigt, „dass die Allgemeinheit für die Kosten von Tests für Personen aufkommt, die sich noch immer nicht durchringen konnten, dieses Impfangebot anzunehmen und sich und andere vor einer schweren Viruserkrankung zu schützen“. dpa

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