Niedersachsens Studentenvertreter fordern Öffnung des Bafögs

Lüneburg.  Die Corona-Überbrückungshilfen des Bundes reichen laut Landesastenkonferenz nicht aus. Zinsfreiheit für Studienkredite solle verlängert werden.

Wegen der Corona-Pandemie bleiben viele Hörsäle wie hier in der Universität Stuttgart leer. Für viele Studierenden ist die Pandemie auch eine finanzielle Belastung. (Archivbild)

Wegen der Corona-Pandemie bleiben viele Hörsäle wie hier in der Universität Stuttgart leer. Für viele Studierenden ist die Pandemie auch eine finanzielle Belastung. (Archivbild)

Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Die Studentenvertreter in Niedersachsen haben die Überbrückungshilfe des Bundes für Studierende erneut kritisiert und fordern weiterhin eine Öffnung des Bafögs für alle. Überbrückungshilfe während der Pandemie, die für finanzielle Notlagen von Studenten gedacht ist, greife nicht in jeder Situation, teilte die Landesastenkonferenz Niedersachsen am Freitag mit.

Als Beispiele nannte der Verband, wenn Studierende ohnehin in einer prekären finanziellen Situation seien oder Saisonarbeit leisteten und keinen pandemiebedingten Notstand nachweisen könnten. Dafür müsse es eine Öffnung des Bafögs für alle geben, sagte sein Koordinator Daryoush Danaii.

Überbrückungshilfe deckt Lebensunterhalt nicht

Zuletzt war es im September möglich, Überbrückungshilfe zu beantragen. „Das Aussetzen der Überbrückungshilfe im Oktober war ein Fehler. Es war utopisch anzunehmen, dass die Studierenden in diesem wirtschaftlichen Umfeld in großer Zahl wieder Nebentätigkeiten finden“, sagte Danaii. Hinzu komme, dass der maximale Betrag der Überbrückungshilfe von 500 Euro für den Lebensunterhalt nicht ausreiche.

Außerdem müsse die Zinsfreiheit der Studienkredite verlängert werden. „Den Studierenden, die aufgrund der zu spät anlaufenden Überbrückungshilfe im Frühjahr gezwungen waren, einen KfW-Kredit aufzunehmen muss geholfen werden, indem die Zinsfreiheit verlängert wird.“ Laut Verband läuft die Zinsfreiheit dieser Kredite im April 2021 aus.

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