Ministerin: Nach Corona-Lockdown gibt es wieder Prostitution

Osnabrück.  Bundestagsabgeordnete fordern ein Sexkaufverbot und Ausstiegsprogramme. Laut Niedersachsens Justizministerin Havliza ist das rechtlich schwierig.

Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza (CDU) hält die Forderung nach einem Sexkaufverbot nicht für durchsetzbar (Symbolbild).

Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza (CDU) hält die Forderung nach einem Sexkaufverbot nicht für durchsetzbar (Symbolbild).

Foto: Andreas Arnold / dpa

Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza (CDU) hält die Forderung nach einem Sexkaufverbot nicht für durchsetzbar. „Ich bin mir sicher, dass wir (nach dem Corona-Lockdown) rechtlich wieder in den Zustand zurückkehren wie vor der Corona-Pandemie“, sagte sie der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Dies betreffe auch Bereiche, die „von manchen für falsch oder verwerflich gehalten werden, wie etwa den Konsum von Genussmitteln oder die Prostitution“.

Bundestagsabgeordnete fordern Sexkaufverbot

Angesichts der coronabedingten Schließung von Bordellen fordert eine Gruppe von Bundestagsabgeordneten von Union und SPD ein Sexkaufverbot und Ausstiegsprogramme für Prostituierte. Der während der Corona-Krise verhängte Shutdown für Prostitution dürfe nicht gelockert werden, verlangen sie in einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Brief an die Regierungschefs der Länder.

„Diesen Frauen hilft nicht die Wiedereröffnung der Bordelle“

Die 16 Politiker, die das Schreiben unterzeichnet haben, wollen die aus ihrer Sicht in den meisten Fällen menschenunwürdige, zerstörerische und frauenfeindliche Tätigkeit untersagen, zu der die Frauen gezwungen würden. „Diesen Frauen hilft nicht die Wiedereröffnung der Bordelle, sondern eine Ausbildung oder Tätigkeit in einem existenzsicherndem Beruf.“ dpa

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