Corona in Niedersachsen

260.643 Corona-Infektionen in Niedersachsen – 5727 Tote

Lesedauer: 18 Minuten
Impfen und testen: Spahn mahnt trotz sinkender Corona-Fälle zur Vorsicht

Impfen und testen: Spahn mahnt trotz sinkender Corona-Fälle zur Vorsicht

Trotz sinkender Corona-Inzidenz-Werte in Deutschland rät Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zur Vorsicht. Nach der der Gesundheitsministerkonferenz in München betont er, wie wichtig die Zweitimpfung im Kampf gegen die Delta-Variante ist. Die aktuellen Einreisebeschränkungen werden bis September verlängert. Was aus den Impfzentren wird, steht noch nicht fest.

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Hannover.  5727 Menschen aus Niedersachsen sind mit Corona-Infektion verstorben, es gibt 260.643 bestätigte Fälle. Die 7-Tages-Inzidenz sinkt auf 4,7.

  • Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist laut den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) von Montag, 21. Juni, auf 260.643 gestiegen. Das sind 6 mehr als am Tag zuvor.
  • 5727 mit Sars-Cov-2 infizierte Patientinnen und Patienten aus Niedersachsen sind in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Das sind 0 Todesfälle mehr als am Tag zuvor.
  • Auf Kreis- und Stadtebene liegen in Niedersachsen laut RKI derzeit 41 Kommunen unter dem 10er-Inzidenzwert: Die Kreise Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Northeim, Peine, Wolfenbüttel, Göttingen, Region Hannover, Diepholz, Hameln-Pyrmont, Hildesheim, Nienburg (Weser), Schaumburg, Celle, Cuxhaven, Harburg, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Osterholz, Rotenburg (Wümme), Heidekreis, Uelzen, Verden, Ammerland, Aurich, Cloppenburg, Emsland, Friesland, Grafschaft Bentheim, Leer, Oldenburg, Osnabrück, Vechta, Wesermarsch, Wittmund und die Städte Braunschweig, Salzgitter, Wolfsburg, Oldenburg (Oldb), Osnabrück und Wilhelmshaven.
  • Die gute Nachricht: Das Gesundheitsministerium schätzt, dass in Niedersachsen 253.916 der bislang gemeldeten und laborbestätigten Fälle wieder genesen sind.
  • In unserer Region sind bislang 832 Menschen am beziehungsweise mit dem Coronavirus gestorben.

Die Corona-Zahlen in unserer Region:

Kommune 7-Tage-Inzidenz (Vortagswert) Todesfälle
Braunschweig 5,2 (5,2) 185
Gifhorn 0,6 (1,1) 186
Helmstedt 1,1 (1,1) 95
Peine 1,5 (3) 103
Salzgitter 3,8 (3,8) 78
Wolfenbüttel 5,9 (8,4) 99
Wolfsburg 0,8 (0,8) 86

(Stand Montag, 21. Juni, Dashboard des Robert Koch-Instituts).

Niedersachsen ist seit dem vergangenen Jahr fest im Griff der Corona-Pandemie. Wir haben hier für Sie einmal zusammengefasst, welche Regeln aktuell gelten, wo es eine Maskenpflicht gibt und wie die Teststrategie aussieht.

Diese Regeln gelten aktuell

Niedersachsen setzt den von Bund und Ländern vereinbarten Corona-Kurs um. Bei Lockerungen und Verschärfungen der Corona-Beschränkungen soll die Infektionslage in den Landkreisen berücksichtigt werden. Seit dem 26. April gilt die vom Bundestag verabschiedete Änderung des Infektionsschutzgesetzes.

Alle Informationen, was genau in Niedersachsen gilt, finden Sie hier: Weitere Corona-Lockerungen in Niedersachsen ab Montag

Ein Essay zur Notbremse und dem kommunalen Inzidenz-Limbo finden Sie hier: Merkels Notbremse und der kommunale Inzidenz-Limbo

Welche Lockerungen sind für das Land Niedersachsen geplant?

Angesichts der zunehmend entspannten Corona-Lage können sich die Menschen in Niedersachsen seit Montag, 21. Juni, über weitere Lockerungen freuen. Für persönliche Begegnungen, zum Ausgehen, Einkaufen sowie in Schule und Tourismus gibt es mehr Freiraum. Hygieneregeln, die Maskenpflicht in vielen Bereichen sowie auch Schnelltests sind aber weiterhin Bestandteil der Schutzvorschriften bis zum vollständigen Abflauen der Epidemie. Die neue Corona-Verordnung gilt bis zum 16. Juli.

So lauten die Kontaktregeln

Von Samstag (19. Juni) an sind in Kreisen und kreisfreien Städten, in denen die Inzidenz fünf Werktage lang unter 35 lag, wieder Treffen von bis zu zehn Personen „aus beliebig vielen Haushalten erlaubt“, wie die Staatskanzlei in Hannover mitteilte. Dazu kommen können noch vollständig Geimpfte und Genesene sowie Kinder unter 14 Jahren. Zuletzt hatte eine Begrenzung auf maximal drei Haushalte gegolten.

Wo die Sieben-Tage-Inzidenz fünf Werktage hintereinander nicht über 10 lag, dürfen sogar bis zu 25 Menschen in Innenräumen und bis zu 50 draußen zusammenkommen. Hinzukommen dürfen noch vollständig Geimpfte und Genesene sowie Kinder unter 14 Jahren. Haben alle Erwachsenen, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, einen negativen Test, können sich noch mehr Menschen treffen.

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Corona-Lockerungen in Niedersachsen gelten ab Montag

Das gilt für Schulen

Unter einer Inzidenz von 50 kehren alle Schulen und Kitas in den Regelbetrieb zurück. Auch in den Schulen gibt es Lockerungen, wie Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) erklärt hatte. Schülerinnen und Schüler müssen in Außenbereichen wie dem Pausenhof keine Masken mehr tragen - anders als auf Fluren, in Treppenhäusern oder auf Toiletten.

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"Ein Szenarienwechsel erfolgt durch Allgemeinverfügung des Landkreises beziehungsweise der kreisfreien Stadt, wenn der Grenzwert an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten beziehungsweise an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten wird. Es bleibt dabei, dass die zuständigen Behörden vor Ort strengere Maßnahmen erlassen können, wenn es aus ihrer Sicht notwendig erscheint", heißt es dazu vom Land Niedersachsen.

Maskenpflicht im Handel bleibt

Den negativen Corona-Testnachweis im Einzelhandel hat die Landesregierung bereits gestrichen, allerdings nur in Kommunen unterhalb einer Inzidenz von 50. Liegt die Inzidenz darüber, können kleine Läden mit nicht mehr als 200 Quadratmetern Verkaufsfläche Termine mit Kunden vereinbaren. Dann ist kein Test nötig. Größere Läden sollen dagegen offenbar ab 50 weiterhin der Testpflicht unterliegen. Unter einer Inzidenz von 35 fallen Obergrenzen für die zulässige Kundenzahl weg, bei der Maskenpflicht soll es jedoch bleiben. Eine Kontaktnachverfolgung gibt es nicht. Wie bisher ist die Grundversorgung etwa im Supermarkt nicht an Tests gebunden.

Tourismus mit Testauflagen wieder möglich

Die sogenannte „Landeskinderregelung“ für Übernachtungen hatte das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg bereits gekippt. Bei einer Inzidenz von unter 100 durften bereits auch Gäste, die nicht aus Niedersachsen sind, wieder im Land übernachten. Hotels und andere Quartiere können bei einer Inzidenz unter 50 bis zu 80 Prozent belegt werden, diese Begrenzung entfällt bei einer Inzidenz unter 35. In allen Fällen bleibt es bei Testpflichten für die Gäste.

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In Hotels oder Pensionen reicht es für die Gäste künftig aus, einen Negativtest nur noch ein Mal bei der Anreise vorzuzeigen. Und das „Übernachten zu touristischen Zwecken“ in Wohnmobilen oder Autos ist ab der neuen Woche auch wieder auf öffentlichen Flächen erlaubt - hier soll die konkrete örtliche Inzidenz keine Rolle mehr spielen. Führungen durch Städte oder die Natur sind möglich, für Bus- oder Schiffsfahrten wurden weitere Regeln angepasst.

Keine Maske mehr in Clubs und Diskos

Ähnliches gilt für Besucher von Clubs und Diskotheken: Sie brauchen beim Tanzen keine Maske mehr zu tragen, sollen jedoch einen negativen Test oder Nachweis über vollständige Impfung oder Genesung vorlegen. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist auch auf Wochenmärkten nicht mehr nötig.

Kinovorstellung und Großveranstaltungen wieder möglich

Veranstaltungen drinnen und draußen sind möglich, mit Testpflicht und einer Sitzordnung im Schachbrettmuster, bei einer Inzidenz unter 35 entfällt die Testpflicht. Die Maskenpflicht soll am Platz nicht gelten. Für Veranstaltungen generell gelten je nach Inzidenz und Publikum - sitzend oder „auch stehend“ - unterschiedliche Auflagen und Besucherobergrenzen. Die Linie heißt: Öffnung unter Auflagen. Der Städte- und Gemeindebund hat gegen eine geplante Testpflicht für Freibadbesucher protestiert.

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Museen, Galerien, Ausstellungen und Gedenkstätten sind geöffnet. Die Testpflicht entfällt. Bei einer Inzidenz über 35 liegt die Kapazitätsbegrenzung bei 75 Prozent. Unterhalb einer Inzidenz von 35 sind mit Genehmigung auch Großveranstaltungen wie Konzerte oder Zuschauer bei großen Sportveranstaltungen wieder möglich, ab einer Kapazität von 1700 Plätzen mit 30-prozentiger Auslastung.

Lockerungen auch im Sport

Im Amateursport dürfen bei einer Inzidenz bis 50 Kinder und Jugendliche auch in Gruppen bis zu 30 Sport treiben - dies gilt auch für geschlossene Räume. Kontaktfreier Sport ist draußen auch darüber hinaus möglich, so auch Mannschaftssport draußen für Erwachsene. Bei einer Inzidenz unter 50 sind maximal 250 Personen mit Testpflicht und Sitzplatz zugelassen. Liegt die Inzidenz unter 35, sind bis zu 500 Zuschauer erlaubt, mit einer Genehmigung auch mehr.

Lesen Sie dazu: Dank sinkender Inzidenz: Mehr Möglichkeiten für Sportler

So sind die Regeln für Fitnessstudios

Ab einer Inzidenz unter 50 dürfen Fitnessstudios wieder öffnen. Die Vorlage eines negativen Tests ist verpflichtend. Bei Kontaktsport liegt die Begrenzung bei 30 Teilnehmern. Bei einer Inzidenz unter 35 reicht ein Hygienekonzept.

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Neue Auflagen für Freibäder und Hallenbäder

Unter einer Inzidenz von 50 gibt es in Freibädern keine Testpflicht mehr. In Hallenbädern bleibt sie bei einer Inzidenz zwischen 35 und 50 für dort trainierende Kleingruppen bestehen. Freibäder öffnen bereits bei einer Inzidenz unter 100, Hallenbäder für das allgemeine Publikum erst unterhalb einer Inzidenz von 35.

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Wann gilt die einheitliche Bundes-Notbremse?

Die sogenannte Bundes-Notbremse, die unter anderem eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 Uhr abends und 5 Uhr morgens beinhaltet, gilt nur dann, wenn die Sieben-Tages-Inzidenz über 100 liegt. Liegt die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen unter 100, gilt weiterhin die Landes-Corona-Verordnung. Aufgepasst aber: Maßgeblich sind neuerdings die Inzidenz-Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI), die von den bisher verwendeten Zahlen des Landesgesundheitsamtes abweichen.

Die Bundesregelung greift, wenn die Sieben-Tages-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Grenzwert von 100 überschreitet vom übernächsten Tag an. Beispiel: Für einen Start ab Samstag maßgeblich sind also die Werte vom Dienstag, Mittwoch und Donnerstag. Die betroffenen Landkreise erlassen dann am Freitag Allgemeinverfügungen mit den für ihr Territorium geltenden Regeln.

Dieser Mechanismus bezieht sich auch auf die Öffnung von Geschäften und anderen Einrichtungen. Lockerungen sollen zudem stets mit benachbarten Gebieten mit höherer Inzidenz abgesprochen werden, damit es keinen Öffnungstourismus gibt.

Mehr dazu hier: Bundes-Notbremse verschärft Corona-Regeln in Niedersachsen

Corona-Maßnahmen: Welche Masken sind in Niedersachsen erlaubt?

In Niedersachsen gilt eine landesweite Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus seit dem 27. April vergangenen Jahres. Seit dem 25. Januar 2020 gelten die von Bund und Ländern vereinbarten neuen Corona-Regeln. Dazu gehört eine verschärfte Maskenpflicht. In geschlossenen Räumen von Betrieben und Geschäften sowie im Nahverkehr sind statt Alltagsmasken nur noch medizinische Masken zulässig. Die Vorgabe gilt ausdrücklich auch für dazugehörige Parkplätze. Kinder bis einschließlich 14 Jahren dürfen allerdings weiterhin Alltagsmasken tragen. Kinder bis einschließlich fünf Jahren sind weiterhin gänzlich von der Maskenpflicht ausgenommen.

Wer in Niedersachsen gegen die Pflicht zum Tragen einer Maske etwa beim Einkaufen oder in Bus und Bahn verstößt, dem droht ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro.

Die Maskenpflicht soll laut eines Entwurfs für kurzfristige Lockerungen der Corona-Regeln nach Pfingsten gelockert werden. Das bedeutet, dass die Maskenpflicht für den Einzelhandel in Regionen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 aufgehoben werden soll. Das Land will diese Lockerung nach Kritik überdenken.

Mehr dazu:

Habe ich in Niedersachsen ein Recht auf Homeoffice?

Eine Bundesverordnung soll dazu führen, dass mehr Menschen als bislang ihre Arbeit vom Büro ins Homeoffice verlagern. Sie sieht vor, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitern das Homeoffice ermöglichen müssen, „wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen“.

Mehr dazu hier:

Wer darf sich in Niedersachsen wann gegen Corona impfen lassen?

Frauen und Männer, die 80 Jahre und älter sind, können seit dem 28. Januar unter der Telefonnummer 0800 99 88 665 oder online auf www.impfportal-niedersachsen.de einen Impftermin reservieren. Sie erhalten direkt zwei Termine, da für einen umfassenden Schutz zwei Spritzen nötig sind. Die Nummer ist von montags bis samstags in der Zeit von 8 bis 20 Uhr erreichbar. An Feiertagen ist die Hotline geschlossen. Gesundheitsministerin Reimann wirbt aber um Geduld bei der Vergabe der Impftermine.

Die zweite Phase der Impfkampagne ist seit Mitte März im Gange: Seit dem 15. März können sich Frauen und Männer, die 70 Jahre und älter sind, impfen lassen. Auch Menschen mit besonderen Erkrankungen oder in besonderen Lebenslagen sowie Personal in bestimmten Einrichtungen sind für die zweite Phase der Impfkampagne qualifiziert, wie Behrens informiert.

Auch die Prioritätsgruppe drei ist bei den Impfungen mittlerweile an der Reihe. Das heißt, Menschen, die 60 Jahre oder älter sind, können bereits einen Impftermin vereinbaren. Vom 1. Mai an ist die Anmeldung auch für die Beschäftigten aller Schulformen sowie für Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und den Einsatzdienst der Feuerwehr geöffnet. Darüber hinaus gehören zu der Impfgruppe unter anderem Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen sowie Beschäftigte der Kritischen Infrastruktur, wie Apotheker und Bestatter. Auch Mitarbeiter des Lebensmittelhandels sind in der Gruppe.

Seit dem 17. Mai können sich Beschäftigte in exponierten Berufen, beispielsweise dem Lebensmittelhandel, sowie Beschäftigte in relevanten Positionen bei Regierungen, Verwaltungen, Polizei, Zoll, Justiz, Hilfsorganisationen und Medien für Impfungen vormerken lassen.

Die Impfpriorisierung wurde am 7. Juni aufgehoben. Die Vorranglisten nach Alter, Erkrankungen und Beruf fallen sowohl in Praxen als auch in den regionalen Impfzentren weg. Dann sollen auch Betriebs- und Privatärzte regulär mitimpfen können. Alle Menschen ab 12 Jahren können sich in Niedersachsen schließlich für eine Corona-Impfung anmelden.

Kinder und Jugendliche sollen nach dem Ende der bundesweiten Priorisierung ab dem 7. Juni die Möglichkeit haben, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen - insbesondere bei den niedergelassenen Ärzten, hieß es beim Corona-Impfgipfel zwischen Bund und Ländern am 27. Mai. Am 28. Mai hat die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) den Impfstoff von Biontech/Pfizer für Jüngere zugelassen.

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Patchwork-Familien oder getrennte Eltern: Wie verhalten sich da die Kontaktbeschränkungen?

Die Kinder gehören zu den Haushalten beider Eltern, entsprechend müssen sie beim Besuch des jeweils anderen Elternhaushalts nicht als zusätzliche, externe Person berücksichtigt werden.

Zentrale Hotline für alle Fragen

Für alle Bürgerfragen zur Corona-Pandemie hat die Landesregierung eine zentrale Hotline geschaltet. Unter (0511) 120 6000 gibt es allgemeine Informationen zum Coronavirus und seinen Folgen, teilte das Innenministerium in Hannover mit. Bei Detailfragen werde der Kontakt zu entsprechenden Ansprechpartnern vermittelt.

Bereits seit Februar gibt es Telefonauskünfte des Landes zu Gesundheit unter (0511) 4505 555, Land- und Ernährungswirtschaft unter (0511) 120 2000 sowie Wirtschaft und Arbeit unter (0511) 120 5757.

Das Coronavirus in der Region um Braunschweig und Wolfsburg

Hier erfahren Sie detailliert, wie sich die Coronavirus-Infektionen in der Region entwickeln – und was es zu beachten gilt:

Wer wird auf das Coronavirus getestet?

Das Robert-Koch-Institut nennt folgende Kriterien:

1. Akute grippeähnliche Symptome und Kontakt zu einer infizierten Person.

2. Hinweise auf eine virale Lungenentzündung.

3. Akute grippeähnliche Symptome bei Patienten aus einer Risikogruppe (zum Beispiel Alter über 60, Asthmatiker, Diabetiker…) oder bei Beschäftigten im Pflegebereich, in Arztpraxen und Krankenhäusern.

4. Bei akuten grippeähnlichen Symptomen ohne Risikofaktoren soll nur bei ausreichender Kapazität getestet werden.

Quarantäne für Kontaktpersonen

Für Menschen, die mit Corona-Patienten Kontakt hatten, gilt: Kontaktpersonen von Patienten oder Reiserückkehrer aus Risikogebieten mit entsprechenden Symptomen sollten isoliert und so schnell wie möglich auf das Virus getestet werden, sagte die ehemalige Gesundheitsministerin Carola Reimann. Im Falle einer Ansteckung würden die entsprechenden Kontaktpersonen ermittelt.

Nicht jeder Infizierte wird auch krank

Doch nicht jeder Infizierte erkrankt. Die Mehrheit der Betroffenen hat Erkältungssymptome oder gar keine Beschwerden. Schwerere Krankheitsverläufe entwickeln nach den bisherigen weltweiten Erkenntnissen bis zu 15 Prozent der Betroffenen. Häufig sind darunter alte Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen. Die Isolation der Betroffenen und die Suche nach Kontaktpersonen erfolgt, damit sich die Ausbreitung des Virus verlangsamt. Ziel ist, möglichst viel Kapazität im Gesundheitssystem zu erhalten.

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