167.424 Corona-Infektionen in Niedersachsen – 4403 Tote

Hannover.  4403 Menschen aus Niedersachsen sind mit Corona-Infektion verstorben, es gibt 167.424 bestätigte Fälle. Die 7-Tages-Inzidenz steigt auf 65,0.

Lesedauer: 15 Minuten
Eine Mitarbeiterin des Impfzentrums zieht mit einer Kanüle den Corona-Impfstoff des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer aus einer Glasampulle auf.

Eine Mitarbeiterin des Impfzentrums zieht mit einer Kanüle den Corona-Impfstoff des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer aus einer Glasampulle auf.

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist laut den Zahlen des Gesundheitsministeriums von Donnerstag, 4. März, auf 167.424 gestiegen. Das sind 1191 mehr als am Tag zuvor.

4403 mit Sars-Cov-2 infizierte Patientinnen und Patienten aus Niedersachsen sind in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Das sind 27 Todesfälle mehr als am Tag zuvor.

Auf Kreis- und Stadtebene liegen in Niedersachsen derzeit 22 Regionen unter dem 50er-Inzidenzwert: Aurich, Celle, Diepholz, Emden, Friesland, Gifhorn, Goslar, Göttingen, Heidekreis, Helmstedt, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Northeim, Oldenburg, Oldenburg (Oldb), Stadt, Osterholz, Rotenburg (Wümme), Schaumburg, Stade, Verden, Wittmund, Wolfsburg.

Die gute Nachricht: Das Gesundheitsministerium schätzt, dass in Niedersachsen 150.912 der bislang gemeldeten und laborbestätigten Fälle wieder genesen sind.

So viele Corona-Todesfälle gibt es in Niedersachsen und der Region

In Niedersachsen sind 4376 Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet worden. Für unsere Region gelten folgende Zahlen:

Braunschweig: 122
Gifhorn: 152
Helmstedt: 72
Peine: 87
Salzgitter: 52
Wolfenbüttel: 76
Wolfsburg: 69

In unserer Region sind bislang 630 Menschen am beziehungsweise mit dem Coronavirus gestorben.

Eine detaillierte Übersicht findet sich auf der Website des Landes.

Corona-Gipfel am 3. März, diese Beschlüsse sind neu

Der Lockdown wird grundsätzlich bis zum 28. März verlängert.

Niedersachsen setzt den von Bund und Ländern vereinbarten Corona-Kurs regional differenziert um. Bei Lockerungen und Verschärfungen der Corona-Beschränkungen soll die Infektionslage in den Landkreisen berücksichtigt werden. Dies solle aber nicht in Bereichen mit einem überregionalen Anziehungseffekt wie etwa im Handel geschehen. Vorstellbar sei ein Regionalisieren der Regeln aber bei den Kontaktbeschränkungen oder beim Breitensport. Die Handhabe der Landkreise soll in Abstimmung mit dem Land erfolgen.

Kontaktbeschränkungen in Niedersachsen werden gelockert

Allerdings soll es je nach Infektionslage viele Öffnungsmöglichkeiten geben. Schon vom kommenden Montag an sollen demnach die stark beschränkten privaten Kontaktmöglichkeiten gelockert werden. Private Zusammenkünfte werden ab dem 8. März in größerem Kreis möglich sein. Bisher sind diese auf einen Haushalt plus eine weitere Person beschränkt. Ab dem 8. März sollen sich wieder zwei Haushalte mit maximal fünf Personen treffen können. Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt.

Bei den Bund-Länder-Beratungen wurde zudem vereinbart, dass Paare generell als ein Hausstand zu betrachten sind.

Mehr Freiheit soll es bei besseren Zahlen geben: In Regionen mit einer Inzidenz von unter 35 Neuinfektionen pro Woche können sich künftig wieder der eigener mit zwei weiteren Haushalten treffen – mit zusammen maximal zehn Personen. Kinder werden auch hier nicht miteinberechnet.

Weitere Öffnung der Schulen in Niedersachsen - Kitas öffnen

Niedersachsen will Schulen und Kitas weiter öffnen. Ab dem 15. März gehen auch die Klassen 5 bis 7 sowie die 12. Klassen laut einer Mitteilung des Kultusministeriums wieder im „Wechselmodell“ B zur Schule. Bereits im Wechselmodell sind die Grundschulen sowie Abschlussklassen. Vom 22. März an, sollen dann alle Schulen und Jahrgänge in den Wechselunterricht zurückkehren.

Für Grundschüler und Abschlussklassen gilt zudem bereits vom kommenden Montag (8. März) an wieder die Präsenzpflicht. Bisher konnten die Eltern dieser Schüler entscheiden, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken oder von zu Hause aus lernen lassen wollen.

Die Kitas werden bereits ab dem 8. März geöffnet. Sie bieten dann die Betreuung in Regelgruppen an, es gibt aber keine Mischung der Gruppen.

Niedersachsen will Schulen weiter öffnen - Kitas ab Montag

In Geschäften und im Nahverkehr sind medizinische Masken weiter Pflicht.

Wann öffnet die Gastronomie in Niedersachsen?

Wie im Bund-Länder-Beschluss zur Corona-Krise am 3. März vereinbart, öffnet in Niedersachsen noch vor Ostern - frühestens ab dem 22. März - die Außengastronomie.

Bleibt die Inzidenz 14 Tage lang unter 50, soll die Außengastronomie mit Terminbuchung öffnen dürfen. Teilen sich mehrere Femilien einen Tisch, ist ein tagesaktueller Corona-Test nötig.

Vorsichtige Öffnung des Einzelhandels - Baumärkte bleiben geschlossen

In Niedersachsen soll es vom 8. März an die Möglichkeit des Terminshoppings geben, das heißt ein Einkauf nach der Vereinbarung eines Termins in dem jeweiligen Geschäft. Die Baumärkte sollen zunächst geschlossen bleiben. Über Modellprojekte für eine weitere Öffnung des Handels wird nachgedacht.

Strategiewechsel: Stufenplan für Lockerungen vorgesehen

Es ist ein Strategiewechsel: Die Zielmarke von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern laut Bund-Länder-Beschluss ist nicht mehr zwingende Voraussetzung für weitere Lockerungen. Bereits ab einer 100er-Inzidenz sollen neue Öffnungen möglich sein, unter der 50er-Marke sind sogar deutliche Lockerungen drin.

Liegt die Inzidenz etwa zwischen 50 und 100, darf der Einzelhandel sogenannte Terminshopping-Angebote machen. Gleiches gilt für Museen, Galerien, Zoos, botanischen Gärten und Gedenkstätten. Auch Individualsport allein oder zu zweit sowie Sport in Gruppen für bis zu zehn Kinder im Alter von maximal 14 Jahren soll dann gestattet sein.

Wenn die Inzidenz in einer Region stabil unter 50 liegt, darf der Einzelhandel mit einer Begrenzung auf einen Kunden pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche wieder öffnen. Dies gilt für die ersten 800 Quadratmeter, für eine darüber hinausgehende Fläche ist ein weiterer Kunde pro 20 Quadratmeter zulässig.

Für die einzelnen Öffnungsschritte gilt nun ein Fünf-Stufen-Plan.

Wann welche Stufe gilt, lesen Sie hier.

Neuerung in der Corona-Politik: nationale Teststrategie

Eine der wichtigsten Neuerungen in der Corona-Politik dürfte der Ausbau der nationalen Teststrategie bis Anfang April sein. Dem Beschluss von Bund und Ländern nach soll künftig jeder Bürger sehr viel häufiger einen Nasenabstrich machen. In Schulen und Kitas soll jeder pro Präsenzwoche mindestens einen kostenlosen Schnelltests machen können. Auch die Unternehmen sollen ihren Mitarbeitern, sofern sie denn nicht im Homeoffice arbeiten, einmal in der Woche einen Schnelltest anbieten. Bürgerinnen und Bürgern sollen pro Woche einen Schnelltest machen können. Die Kosten übernimmt der Bund.

Der Haken bei der Teststrategie: Der Bund hat für die dringend benötigten Selbsttests zur Absicherung geplanter Lockerungen bislang keine Vorbestellungen getätigt. Erst ab April seien jetzt erste verbindliche Lieferungen mit Herstellern vereinbart worden.

Beschluss beinhaltet "Notbremse"

Allerdings beinhaltet der Beschluss vom Corona-Gipfel eine Art „Notbremse“: Lockerungen sollen wieder zurückgenommen werden, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz wieder gefährlich hoch ist. Steigt die Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf über 100, treten die harten Lockdown-Maßnahmen von vor dem 8. März wieder in Kraft. Dieser Mechanismus bezieht sich auch auf die Öffnung von Geschäften und anderen Einrichtungen. Lockerungen sollen zudem stets mit benachbarten Gebieten mit höherer Inzidenz abgesprochen werden, damit es keinen Öffnungstourismus gibt.

Corona-Maßnahmen: Welche Masken sind in Niedersachsen erlaubt?

In Niedersachsen gilt eine landesweite Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus seit dem 27. April. Seit dem 25. Januar gelten die von Bund und Ländern vereinbarten neuen Corona-Regeln. Dazu gehört eine verschärfte Maskenpflicht. In geschlossenen Räumen von Betrieben und Geschäften sowie im Nahverkehr sind statt Alltagsmasken nur noch medizinische Masken zulässig. Die Vorgabe gilt ausdrücklich auch für dazugehörige Parkplätze. Kinder bis einschließlich 14 Jahren dürfen allerdings weiterhin Alltagsmasken tragen. Kinder bis einschließlich fünf Jahren sind weiterhin gänzlich von der Maskenpflicht ausgenommen.

Wer in Niedersachsen gegen die Pflicht zum Tragen einer Maske etwa beim Einkaufen oder in Bus und Bahn verstößt, dem droht ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro.

Mehr dazu:

Habe ich in Niedersachsen ein Recht auf Homeoffice?

Eine Bundesverordnung soll dazu führen, dass mehr Menschen als bislang ihre Arbeit vom Büro ins Homeoffice verlagern. Diese Verordnung soll Mitte der Woche in Kraft treten und bis zum 28. März gelten. Sie sieht vor, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitern das Homeoffice ermöglichen müssen, „wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen“.

Mehr dazu hier:

Wer darf sich in Niedersachsen wann gegen Corona impfen lassen?

Frauen und Männer, die 80 Jahre und älter sind, können vom 28. Januar an unter der Telefonnummer 0800 99 88 665 oder online auf www.impfportal-niedersachsen.de einen Impftermin reservieren. Sie erhalten direkt zwei Termine, da für einen umfassenden Schutz zwei Spritzen nötig sind. Die Nummer von montags bis samstags in der Zeit von 8 bis 20 Uhr erreichbar. An Feiertagen ist die Hotline geschlossen. Gesundheitsministerin Reimann wirbt aber um Geduld bei der Vergabe der Impftermine.

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Was ist mit der Tagesmutter oder privaten Betreuungsgruppen?

Die private Betreuung von Kindern in Kleingruppen aus mehreren verschiedenen Familien bleibt erlaubt. Außerdem bleibt es Eltern gestattet, Kinder aus mehreren Familien zur Betreuung zu bringen oder dort abzuholen.

Patchwork-Familien oder getrennte Eltern: Wie verhalten sich da die Kontaktbeschränkungen?

Die Kinder gehören zu den Haushalten beider Eltern, entsprechend müssen sie beim Besuch des jeweils anderen Elternhaushalts nicht als zusätzliche, externe Person berücksichtigt werden.

In Landkreisen mit einer 7-Tages-Inzidenz über 200 soll die Bewegungsfreiheit auf 15 Kilometer um den Wohnort begrenzt werden. Wie will das Land solche Maßnahmen umsetzen?

Anders als andere Bundesländer verpflichtet Niedersachsen die Landkreise nicht zu einem solchen Schritt sondern stellt ih den Kommunen frei. Diese könnten die Lage vor Ort am besten bewerten und einschätzen, ob so eine Maßnahme für einen ganzen Kreis zweckmäßig und notwendig ist, sagte eine Regierungssprecherin.

Anders auch als andere Länder will Niedersachsen die Wohnadresse und nicht den Wohnort zum Ausgangspunkt des 15-Kilometer-Radius machen. Bewohner einer Großstadt würden sonst gegenüber denen einer kleinen Gemeinde bevorzugt.

Wie verhält es sich mit den verschärften Quarantäne-Regeln für Reiserückkehrer aus ausländischen Risikogebieten?

Niedersachsen ist hier strenger, als es die nach Bund-Länder-Beschluss vorgelegte Musterregelung vorsieht. Auch Menschen, die eine zweifache Impfung gegen eine Corona-Infektion nachweisen können und solche, die nachweislich bereits eine Corona-Infektion durchgemacht haben, werden nicht von der Quarantäne-Pflicht befreit.

Harte Corona-Maßnahmen: Gastronomie bleibt geschlossen

Die Gastronomie bleibt zunächst weiterhin geschlossen. Auch Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen bleiben geschlossen. Davon ausgenommen sei – wie im Frühjahr in der ersten Corona-Welle – die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.

Auch Dienstleistungsbetriebe für die Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe sind zunächst weiterhin geschlossen, um den dramatischen Anstieg der Neuinfektionen zu stoppen – weil dort der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Medizinisch notwendige Behandlungen etwa für Physiotherapien sollen möglich bleiben.

Zudem haben Bund und Länder Urlaub in Deutschland verboten: Touristische Übernachtungsangebote im Inland sind seit November bis Ende Januar nicht erlaubt. Sie dürften nur noch für notwendige Zwecke wie zwingende Dienstreisen gemacht werden, beschlossen Kanzlerin und die Ministerpräsidenten und -präsidentinnen.

Welche Corona-Werte sind entscheidend?

Wer sich über die Corona-Entwicklung in seinem Wohnort informiert, findet mitunter drei verschiedene Angaben zur sogenannten Inzidenz: von der Kommune, vom Land und vom Robert Koch-Institut.

In seiner neuen Corona-Verordnung hat das Land Niedersachsen nun festgelegt, dass für die Einschränkungen bei Überschreiten der Werte 35 und 50 die Angaben des Landesgesundheitsamts entscheidend sind. Diese veröffentlicht das Gesundheitsministerium im Internet.

"Die örtlich zuständigen Behörden können zudem in Bezug auf Landkreise und kreisfreie Städte mit einer 7-Tages-Inzidenz von 200 oder mehr Neuinfektionen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner den Bewegungsradius jeder Person auf 15 Kilometer um den Wohnsitz beschränken", heißt es in der niedersächsischen Landesverordnung.

Zentrale Hotline für alle Fragen

Für alle Bürgerfragen zur Corona-Pandemie hat die Landesregierung eine zentrale Hotline geschaltet. Unter (0511) 120 6000 gibt es allgemeine Informationen zum Coronavirus und seinen Folgen, teilte das Innenministerium in Hannover mit. Bei Detailfragen werde der Kontakt zu entsprechenden Ansprechpartnern vermittelt.

Bereits seit Februar gibt es Telefonauskünfte des Landes zu Gesundheit unter (0511) 4505 555, Land- und Ernährungswirtschaft unter (0511) 120 2000 sowie Wirtschaft und Arbeit unter (0511) 120 5757.

Das Coronavirus in der Region um Braunschweig und Wolfsburg

Hier erfahren Sie detailliert, wie sich die Coronavirus-Infektionen in der Region entwickeln – und was es zu beachten gilt:

Wer wird auf das Coronavirus getestet?

Das Robert-Koch-Institut nennt folgende Kriterien:

1. Akute grippeähnliche Symptome und Kontakt zu einer infizierten Person.

2. Hinweise auf eine virale Lungenentzündung.

3. Akute grippeähnliche Symptome bei Patienten aus einer Risikogruppe (zum Beispiel Alter über 60, Asthmatiker, Diabetiker…) oder bei Beschäftigten im Pflegebereich, in Arztpraxen und Krankenhäusern.

4. Bei akuten grippeähnlichen Symptomen ohne Risikofaktoren soll nur bei ausreichender Kapazität getestet werden.

Quarantäne für Kontaktpersonen

Für Menschen, die mit Corona-Patienten Kontakt hatten, gilt: Kontaktpersonen von Patienten oder Reiserückkehrer aus Risikogebieten mit entsprechenden Symptomen sollten isoliert und so schnell wie möglich auf das Virus getestet werden, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann. Im Falle einer Ansteckung würden die entsprechenden Kontaktpersonen ermittelt.

„Diese werden dann ebenfalls unter Quarantäne gestellt und bei auftretenden Symptomen getestet“, erklärte Reimann.

Nicht jeder Infizierte wird auch krank

Doch nicht jeder Infizierte erkrankt. Die Mehrheit der Betroffenen hat Erkältungssymptome oder gar keine Beschwerden. Schwerere Krankheitsverläufe entwickeln nach den bisherigen weltweiten Erkenntnissen bis zu 15 Prozent der Betroffenen. Häufig sind darunter alte Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen. Die Isolation der Betroffenen und die Suche nach Kontaktpersonen erfolgt, damit sich die Ausbreitung des Virus verlangsamt. Ziel ist, möglichst viel Kapazität im Gesundheitssystem zu erhalten.

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