Niedersachsens Regierungschef fordert Neustart der Energiewende

Hannover.  Weil fordert den massiven Ausbau der Windenergie – das sei nötig, um die großen umweltpolitischen Ziele zu erreichen.

Windräder drehen sich auf einer Anhöhe während des Sturmtiefss Friederike (Symbolbild).

Windräder drehen sich auf einer Anhöhe während des Sturmtiefss Friederike (Symbolbild).

Foto: Frank Rumpenhorst / dpa

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat von der Bundesregierung deutlich mehr Engagement beim Ausbau der erneuerbaren Energien gefordert. „Wir brauchen einen Neustart in der Energiewende, wenn wir die großen umweltpolitischen Ziele erreichen wollen“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Die aktuelle Krise der Windenergie-Wirtschaft in Deutschland zeige, dass die Wirklichkeit anders aussehe, „als sie in Berlin in Sonntagsreden gemalt wird“.

Weil fordert Ausbau der Windenergie

Weil bemängelte, es gebe seit mehreren Jahren einen Stillstand bei der Energiewende. „Deswegen erwarte ich von der Bundesregierung, dass sie im ersten Halbjahr 2020 endlich handelt. 2020 wird für den Klimaschutz zum entscheidenden Jahr.“

Der SPD-Politiker forderte einen massiven Ausbau der Windenergie auf See und auch auf Land. Es sei „hochgradig ärgerlich, dass Bundeswirtschaftsminister (Peter) Altmaier (CDU) jahrelang nichts getan hat.“

Akzeptanz für Windräder erhöhen

Der Minister sei jetzt in der Pflicht, genau zu sagen, wie er das selbstgesteckte Ziel erreichen wolle, dass Deutschland in 10 Jahren 65 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien decke. Das von der neuen SPD-Führung vorgeschlagene Windbürgergeld, um die Akzeptanz für Windräder zu erhöhen, ist für Weil „eine von verschiedenen Optionen“.

Maßgeblich sei, dass die betroffenen Bürger auch wirtschaftlich von der Windenergie direkt partizipierten. dpa

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