Digitalisierungsoffensive an Schulen startet im Sommer

Hannover.   Nach der Einigung beim Digitalpakt will Kultusminister Tonne zügig mit der Verbesserung der Infrastruktur an Niedersachsens Schulen starten.

Der vom Bund erwartete Zuschuss von 470 Millionen Euro soll in die digitale Vernetzung der Schulen, das Einrichten von WLAN, das Beschaffen digitaler Tafeln und Arbeitsgeräte sowie Laptops investiert werden.

Der vom Bund erwartete Zuschuss von 470 Millionen Euro soll in die digitale Vernetzung der Schulen, das Einrichten von WLAN, das Beschaffen digitaler Tafeln und Arbeitsgeräte sowie Laptops investiert werden.

Foto: Britta Pedersen / dpa

Bereits von diesem Sommer an sollen nach der Einigung von Bund und Ländern beim Digitalpakt die Investitionen an Niedersachsens Schulen anlaufen. Der vom Bund erwartete Zuschuss von 470 Millionen Euro soll in die digitale Vernetzung der Schulen, das Einrichten von WLAN, das Beschaffen digitaler Tafeln und Arbeitsgeräte sowie Laptops investiert werden, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Donnerstag.

Lehrer sollen fortgebildet werden

Jede der rund 3000 niedersächsischen Schulen solle unabhängig von ihrer digitalen Ausstattung einen Grundbetrag von 30.000 Euro erhalten. Das Land stockt den Bundeszuschuss um 50 Millionen Euro auf, die ebenfalls in den Schulen investiert werden.

Der Kultusminister betonte, dass es nicht alleine um die Digitalisierung von Schulen mit technischer Infrastruktur gehe. Das Land werde sich auch um die Fort- und Weiterbildung der Lehrer kümmern sowie eine Anpassung der Lehrpläne an Medienbildung, Medienpädagogik und Digitalisierung.

IT-Fachkräfte für Wartungs- und Reparaturarbeiten gefordert

Genau dies mahnte auch die Landtagsfraktion der Grünen an, die eine Verdoppelung des Digitalisierungszuschusses des Bundes mit Landesmitteln forderten. Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte (VNL/VDR) verlangte Fortbildungen für Pädagogen sowie eine ausreichende Ausstattung mit IT-Fachkräften. Dringend notwendig sei eine dauerhafte Stütze bei der Unterhaltung der Hard- und Software etwa durch Systemadministratoren an den Schulen direkt. Lehrkräfte könnten weder das Know-how noch die Zeit für Wartungs- und Reparaturarbeiten aufbringen.

Der Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag hatte sich am Mittwoch auf Formulierungen für eine Grundgesetzänderung für den Digitalpakt Schule geeinigt. Die Schulen in ganz Deutschland sollen nun fünf Milliarden Euro für Investitionen in die digitale Ausstattung und unmittelbar damit verbundene Aufgaben erhalten. dpa

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