Kartellbehörde: Energieanbieter müssen Preise senken

Hannover.  Hunderttausende von Strom- und Gaskunden in Niedersachsen können mit sinkenden Preisen rechnen.

Rund 490.000 Kunden profitieren in der Strom- und Gasgrundversorgung.

Rund 490.000 Kunden profitieren in der Strom- und Gasgrundversorgung.

Foto: Jens Kalaene / dpa

Die Landeskartellbehörde habe die Untersuchung der Grundversorgungstarife abgeschlossen und mit elf Energieanbietern Preissenkungen vereinbart, teilte das niedersächsische Wirtschaftsministerium am Donnerstag in Hannover mit.

Davon profitierten rund 490.000 Kunden in der Strom- und Gasgrundversorgung, sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU). Die Behörde hatte den Angaben zufolge zwischen 2015 und 2018 die Preisstrukturen der Grundversorger für Strom und Gas untersucht und erhebliche Preisunterschiede festgestellt.

Missbrauchsverdächtig hohe Preise

Bereits 2017 seien mehrere Anbieter gebeten worden, ihre „missbrauchsverdächtig hohen Preise“ zu rechtfertigen. Gegen die im Januar 2018 erneut auffälligen Unternehmen wurden Verfahren eingeleitet - wegen des Verdachts, dass die Anbieter ihre marktbeherrschende Stellung ausnutzen.

Die Unternehmen verpflichteten sich im Laufe der Verfahren, ihre überhöhten Preise deutlich zu senken. Schon im Frühjahr 2018 habe Eon die Grundversorgungstarife für Strom erheblich reduziert, Ende 2018 hätten fünf weitere Stromgrundversorger und ebenfalls fünf Gasgrundversorger Preissenkungen zugesagt.

Laut Ministerium ist in Niedersachsen trotz der Vielzahl von Tarifen ein Drittel der Haushalte in der Strom-Grundversorgung, beim Gas ist es demnach ein Viertel der Haushalte. dpa

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