Anzahl antisemitischer Straftaten in Niedersachsen sinkt

Hannover.   Im vergangenen Jahr ist die Zahl judenfeindlicher Straftaten gesunken. Seit 2015 werden immer weniger Delikte gezählt.

Ein Mann trägt in der Synagoge in Mainz eine Kippa mit einem aufgenähtem Stern. Die Anzahl von Straftaten gegen Juden ist in Niedersachsen erneut zurückgegangen.

Ein Mann trägt in der Synagoge in Mainz eine Kippa mit einem aufgenähtem Stern. Die Anzahl von Straftaten gegen Juden ist in Niedersachsen erneut zurückgegangen.

Foto: Fredrik von Erichsen / dpa

Die Zahl antisemitischer Straftaten ist in Niedersachsen erneut gesunken. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der AfD-Fraktion im Landtag hervor. Nach den vorläufigen Zahlen des Ministeriums wurden im vergangenen Jahr 99 antisemitische Straftaten gezählt - das waren 30 weniger als im Jahr 2017. Der Statistik zufolge ist die Zahl seit 2015 gesunken. Damals wurden 143 judenfeindliche Straftaten gezählt.

Rund die Hälfte der antisemitischen Straftaten konnte aufgeklärt werden

Nach den Daten des Innenministeriums konnte 2018 etwa die Hälfte der Taten aufgeklärt werden. Ausländische Täter gab es dabei wie im Vorjahr nicht. In beiden Jahren wurden jeweils zwei Gewaltdelikte registriert.

Das Innenministerium betonte in seiner Antwort, Antisemitismus sei mit der freiheitlichen, demokratischen Gesellschaft nicht vereinbar. „Die Landesregierung bekennt sich ausdrücklich zur jüdischen Gemeinschaft, zum jüdischen Leben in Niedersachsen und wendet sich gegen jede Form des Antisemitismus in der Gesellschaft.“ Demnach gehen die zuständigen Behörden mit aller Entschiedenheit gegen antisemitische Erscheinungsformen vor.

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