Bahn investiert 750 Millionen – Hannover-Göttingen gesperrt

Hannover.  Nach fast 30 Jahren Betrieb erneuert die Bahn die Schnellfahrstrecke von Hannover nach Göttingen. Für sechs Monate wird die Verbindung gesperrt.

Bauarbeiter arbeiten an den Gleisen.

Bauarbeiter arbeiten an den Gleisen.

Foto: Sven Hoppe / dpa

Die Deutsche Bahn investiert in diesem Jahr in Niedersachsen und Bremen 750 Millionen Euro in die Erneuerung ihrer Bahnhöfe und Gleise. Größte Baustelle wird die Sanierung der Schnellfahrstrecke von Hannover nach Göttingen, die dafür ab Juni für ein halbes Jahr gesperrt wird. "Über 800 Kilometer Schiene haben wir seit 2015 in Bremen und Niedersachsen bereits modernisiert", sagte die Regionalchefin der Bahn, Manuela Herbort. "Um pünktlich und zuverlässig unterwegs zu sein, müssen wir jedoch weiter in das Eisenbahnnetz investieren." Einige der Arbeiten werden auch für mehr Kapazität auf der Schiene sorgen, so der Ausbau der Strecke von Oldenburg nach Wilhelmshaven, der auf die Zielgeraden geht.

Bahnstrecke zwischen Hannover und Göttingen wird gesperrt

Die Schnellfahrstrecke wird vom 11. Juni bis 14. Dezember zwischen Hannover und Göttingen komplett gesperrt. Fast 30 Jahre nach der Eröffnung steht eine Grundsanierung an. Die ICE-Züge fahren währenddessen über die alte Strecke durch das Leinetal, was 30 bis 45 Minuten länger dauert. Dies wiederum führt auf dieser Strecke zu einzelnen Einschränkungen im Regionalverkehr.

Auf der Emslandstrecke werden seit dieser Woche bis zum 26. März zwischen Meppen und Salzbergen 21 Kilometer Gleise und drei Weichen erneuert. Dadurch ist der Abschnitt nur eingleisig befahrbar und zum Teil total gesperrt. Die Züge der zweistündlichen IC-Linie Köln-Münster-Emden-Norddeich fahren nur bis und ab Münster und entfallen im Abschnitt Münster-Emden/Norddeich.

Ausfahrt aus Hannover Richtung Braunschweig wird gesperrt

In Hannover sorgt die Erneuerung der Bahnbrücke über die Königsstraße zwei Mal für erhebliche Behinderungen im Bahnverkehr. Vom 6. bis 15. April und vom 23. bis 29. Juli muss die Ausfahrt aus dem Hauptbahnhof Richtung Braunschweig/Wolfsburg sowie Göttingen/Paderborn gesperrt werden, was mit dem Umleiten und Ausfallen von Bahnen verbunden sein wird.

Zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven gehen die seit Jahren laufenden Arbeiten auf die Zielgeraden. Zwischen Ende März und Ende August soll nachts zwischen Sande und Wilhelmshaven ausgebaut werden. Der Umbau des Bahnhofs Sande soll im Sommer beginnen. Die umfangreichen Arbeiten sollen dem Güterverkehr zum JadeWeserPort dienen. Auch im Personenverkehr wird Wilhelmshaven demnächst aber besser angebunden sein.

Investitionen in Stellwerk und neue Bahnstationen

In Osnabrück schreiten die Arbeiten zum Bau eines neuen elektronischen Stellwerks voran, in das die Bahn rund 175 Millionen Euro investiert. Rund 100 Kilometer Strecke sollen von dem neuen Stellwerk kontrolliert werden, das 16 alte Stellwerke ersetzt.

In Osnabrück , Weender und Jaderberg wird auch in die Bahnstationen investiert. Beleuchtung, Fassade und historische Böden werden in Osnabrück aufgefrischt. In Weener wird der Bahnsteig erhöht; es gibt zudem neue Bänke und neuen Wetterschutz, während die Station Jaderberg reaktiviert wird. Zwei moderne Bahnsteige werden dazu errichtet.

Rangierbahnhof Maschen bekommt Umfahrungsgleis

Am Rangierbahnhof bei Hamburg, einer Herzkammer des Güterverkehrs im Norden, wird ein Bypass für Züge vom Süden Richtung Norden gelegt. Dabei handelt es sich um ein zweites, 3,5 Kilometer langes Umfahrungsgleis, dass im Sommer in Betrieb gehen soll. dpa

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