Nutzung von Windkraft in der Region

Andreas Fischer, Wolfenbüttel Bei der Veranstaltung des Zweckverbands Großraum Braunschweig zum Thema Windenergie konnte der erste Verbandsrat meine Befürchtungen nicht ausräumen. Auch seine Aussage Offshore-Energie sei in die Planung eingeflossen, lässt mich zweifeln. Manche Jahreszahlen unter Berichten waren nicht aktuell.

An der Wasserkraft wird deutlich, wie negativ die Auswirkungen bei verfehlter Planung sein können – der Wasserkraft. Jeder Bach bekam ein Wehr, 2011 waren dann noch zirka 7700 Wasserkraftanlagen in Betrieb. Doch allein zirka 400 Anlagen erzeugten um die 90 Prozent der Energie.

Um die 7300 mit ihren 10 Prozent Anteil an der Energieerzeugung kümmert sich jetzt die EU-Wasserrahmenrichtlinie. Die Durchgängigkeit muss hergestellt werden, teilweise für viele 1000 Euro.

Fazit: bringen keine Leistung, kosten ein Vermögen, beeinträchtigen unsere Umwelt. Möge sich dies nicht wiederholen.

Andreas Fischer, Wolfenbüttel

Es geht ums Geld

Der Stadt geht es nur ums Geld. Dies wurde in der Beschlussfassung zur Bürgerbefragung klar. Dort hieß es, dass Bürger durch den Windpark erheblich beeinträchtigt würden. Dem stehen die Interessen der Grundstückseigentümer und der Investoren gegenüber. Diese werden höher eingestuft als berechtigte Belange betroffener Bürger. Von einer Energiewende ist in dem Papier nicht die Rede. Hier wird nur mit Vorwänden argumentiert.

Bernd Stachowiak, Apelnstedt

Die Bürger mitnehmen

Ob ein Windpark bei Ahlum das Landschaftsbild zwischen Elm und Asse beeinträchtigt? Eindeutig ja. Die 200 Meter hohen Anlagen sind so dominant, dass sie nicht nur die Landschaft verschandeln, sondern auch die Ortsbilder. Die historische Bedeutung der Dorfkirchen verschwindet hinter den stählernen Giganten.

Schwer nachzuvollziehen, wie man auf die Idee kommen konnte, mitten zwischen vier Dörfern ein solches Projekt zu planen, zumal die Bevölkerung mit der Asse genug gestraft ist. Gefährliche Auswirkungen durch Bau und Betrieb des geplanten Industriegebiets sind nicht auszuschließen. Auch Belange geschützter Bereiche und des Vogelschutzes sind nicht berücksichtigt worden.

Wie rücksichtslos finanzielle Ziele verfolgt werden, hat die Abholzaktion am Vilgensee gezeigt. Wenn es nicht in erster Linie um viel Geld, sondern um Umweltschutz ginge, gäbe es sicher bessere Lösungen. Wenn man es mit der Energiewende ernst meint, muss man die Bürger mitnehmen. Eine Akzeptanz wird es nur bei entsprechender Distanz von der Wohnbebauung geben. Wenn der Windpark Ahlum/Dettum beschlossen wird, werde ich mit anderen dagegen klagen.

Sighild Salzmann, Wolfenbüttel

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