„Früher machte man kurzen Prozess“

Der Bahnhof in Rötgesbüttel im Kreis Gifhorn soll ausgebaut werden.

Der Bahnhof in Rötgesbüttel im Kreis Gifhorn soll ausgebaut werden.

Foto: Dirk Kühn

Zu „Bahn verzögert Gleisbau bei Gifhorn“, vom 21. Februar:

Es ist einfach nur peinlich, was sich die Bahn in Rötgesbüttel gerade leistet. Pendler haben das Nachsehen, weil die Unfähigkeit zur Planung offenbar ist. Warum schert man sich um Wildtulpen, wenn der Untergrund für diese eh gerodet wird? Früher machte man kurzen Prozess, kofferte das aus und verlegte Gleise und Technik.

Bernd Koch, Braunschweig

Ebenfalls dazu:

Wenn ich von der erneuten Verzögerung beim Bau eines Ausweichgleises lese, wundere ich mich über das Defizit der Bahn beim Güterverkehr nicht. Vollmundig haben uns Politiker aller Parteien versprochen, dass die Bahn mehr Güter transportieren solle, weil der Güterverkehr auf Straßen und Autobahnen die Umwelt zu sehr schädigt. Und nun weiß ich, dass die Bahn dies kaum schaffen wird. Wenn die Netz-AG mehrere Jahre benötigt, um ein Bahnhofsgleis und den zugehörigen Bahnsteig zu bauen, muss die jedes Jahr zu transportierende wachsende Gütermenge auf Autobahnen transportiert werden. Es nützt auch gar nichts, wenn die Bundesregierung der Deutschen Bahn mehr Geld zur Verfügung stellt, denn es fehlt an bahneigenem Personal für die Planung der Bauarbeiten. All diese Probleme sind durch die Abschaffung der Behördenbahn entstanden.

Horst Gerike, Hannover

Zum Kommentar „Die Diätenerhöhung ist unverschämt“, vom 21. Februar:

Ich halte die Diäten unserer Abgeordneten gar nicht für überhöht. Gerade bei der Verantwortung unserer Kanzlerin würde kein Vorstandsvorsitzender eines Konzerns diese Verantwortung für das Gehalt der Kanzlerin übernehmen. Und jetzt kommt mein persönliches ,Aber’: Alle Abgeordneten und Regierungsbeteiligten sollten genug zu tun haben, dass keine Zeit für Positionen in Aufsichtsräten oder ähnlichen Nebenjobs mit zusätzlichen Einkünften bleibt. Nach deren Amtszeit müsste eine angemessene Zeit von fünf Jahren (ich persönlich würde sogar für zehn Jahre plädieren), bevor sie führende Ämter in der Wirtschaft antreten. Ich nenne das mal versteckten oder vorgezogenen Lobbyismus(-Vorteil).

Wenn das sichergestellt ist, kann ich gut damit leben, dass unsere Abgeordneten auch diese Einkünfte haben.

Christoph Hartwig, Wolfenbüttel

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