„Gegen Trumps Erpressung muss die EU Einheit zeigen“

Donald Trump, Präsident der USA, und sein Vizepräsident vor dem Kongress im Kapitol.

Donald Trump, Präsident der USA, und sein Vizepräsident vor dem Kongress im Kapitol.

Foto: Andrew Harnik / dpa

Zum Kommentar „Prinzip Erpressung“ vom 18. Februar:

Die Nachkriegsordnung der USA löst sich auf, der neue Ordnungsrahmen jedoch ist noch nicht gefunden. China versucht, seine wachsende politische und ökonomische Macht infrastrukturell, institutionell und technologisch zu festigen. Die USA überbetonen ihre Interessen in der Wirtschafts-, Außen- und Sicherheitspolitik. Europa dagegen ist politisch zerstritten und krisengeschüttelt. Der Brexit, die Probleme der Währungsunion und die fiskalpolitische Reform der Eurozone spalten, statt zu einen.

Anstelle internationaler Kooperationsfähigkeit ist die Re-Nationalisierung getreten. Die Balance aus Globalisierung, Nationalstaat und Demokratie ist beeinträchtigt. Einigkeit in Uneinigkeit, mangelnde Strategie und die Reformgeschwindigkeit des dringenden Strukturwandels hemmen die Weiterentwicklung der EU.

Der teilweise Verlust der Technologieführerschaft und Innovationsfähigkeit in der Autobranche wie der Rückstand in der Digitalisierung verheißen für Deutschland nichts Gutes. Trumps erpresserisches Politik-Verständnis stellt ein Problem dar, doch eine einheitlich außenpolitisch agierende EU böte ihm gar nicht erst die Chance des Versuchs.

Kurt Schlüter, Vordorf

Ebenfalls dazu:

Wenn die USA beziehungsweise Präsident Donald Trump der Meinung sind, dass deutsche Autos gefährlich sind, dann sollten sich die deutschen Autobauer einig sein und sich komplett von dem US-Markt zurückziehen. Dann gibt es eben in den USA 100.000 Arbeitslose mehr.

Das aber sollte dann nicht mehr das Problem der deutschen Autobauer sein. Dies ist dann Trumps Problem. Er soll den Arbeitslosen dann erklären, warum sie ihren Job verloren haben.

Thomas Schnell, Wendeburg

Zu „Digitalpakt: Niedersachsens Schulen sollen 470 Millionen Euro erhalten“ vom 14. Februar:

Das Einlenken des Bundes beim Digitalpakt kann nicht ganz überzeugen. Zum einen stehen die Länder auch in der Pflicht, wenn sie ein Aufgabengebiet wie die Bildung betreuen, sich an dessen Finanzierung ausreichend zu beteiligen, weswegen man hier nicht nur Geld annehmen darf. Zum anderen erfordert eine erfolgreiche Digitalisierung in den Schulen ebenfalls pädagogische Konzepte wie etwa in Skandinavien oder Estland, die bislang in der Lehrerausbildung kaum eine Rolle spielen. Deshalb muss insbesondere die Kultusministerkonferenz endlich einen Masterplan präsentieren, damit am Ende die Schüler nicht wiederum wesentlich internetaffiner als viele ihrer Lehrkräfte sind.

Rasmus Ph. Helt, Hamburg

Zu „Hundert Jahre Schwarz, Rot, Gold“ vom 18. Februar:

Die Berichterstattung war nicht ganz richtig. Richtig wäre: Nach dem 26. September 1955, mit dem Gesetz der DDR über die Auflegung der Sinnbilder Hammer und Zirkel im Ährenkranz über die Staatsflagge, wurde die Dreifarbenflagge mit dem Hammer und Zirkel belegt gezeigt. Wenig bekannt ist heute, dass die Flaggen der beiden deutschen Teilstaaten von 1949 bis 1955 die gleichen waren.

Werner Stoltze, Braunschweig

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