„Auffällige Wölfe umgehend entnehmen“

Ein Europäischer Wolf.

Ein Europäischer Wolf.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Zu „Auf das Lernverhalten des Rudels kommt es an“ vom 9. Februar:

Auffällig gewordene Rudelführer sowie Tiere des gleichen Rudels, die dieses Gebaren nachahmen, müssen umgehend entnommen werden. Personen, die Wolfsberater bedrohen, müssen mit der ganzen Härte des Gesetzes bestraft werden. Wenn wir infantilen und militanten Raubtier-Sympathisanten überlassen, wie sicher wir uns fühlen dürfen – dann sind wir jenseits von Eden. Das sage ich als Tierfreund.

Regina J. Dankert, Wolfsburg

Ebenfalls dazu:

Die Lernfähigkeit der Wölfe ist bislang immer unterschätzt worden, indem die politisch Verantwortlichen davon ausgingen, nur kleine Tiere würden als Opfer in Betracht kommen. Einfache Zäune würden genügen, den Schutz der Herdentiere zu sichern. Bald stellte man fest, dass diese Maßnahmen nicht ausreichten, so dass zusätzlich spezielle Schäferhunde oder Esel zur Sicherheit seitens der Politik empfohlen wurden.

Auch diese Maßnahmen verhinderten nicht, dass nicht nur Schafe und Kälber, sondern auch schon ein junges Pferd Opfer wurde. Das zeigt, dass die Tendenz zu größeren Tieren sich anbahnt, wenn nicht drastische Gegenmaßnahmen erfolgen.

Manfred Hartmann, Rhode

Auch zu diesem Thema:

Das problematische Verhalten des Rudels ändert sich nicht, wenn man den Leitwolf „entnimmt“. Da stimme ich den Zweifeln des Lesers Jürgen Winter genauso zu wie den Ausführungen von Herrn Professor Ulrich Joger, dass Wölfe sehr schnell lernen. Um die Frage „hat der Rüde seine erlernten Fähigkeiten schon an seine Nachkommen weitergegeben oder beherrscht das Weibchen des Leitwolfs dessen Verhalten auch schon?“ zu beurteilen, müssen meines Erachtens die Kenntnisse der Wissenschaftler und der Wolfsberater ausreichen – auch ohne das betreffende Rudel unter die Lupe zu nehmen.

Den Rücktritt des ehrenamtlichen Wolfsberaters nach den Drohungen kann ich nur zu gut verstehen. Als ehemaliger Regionsleiter und Wolfsberater der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe in den neunziger Jahren im nördlichen Niedersachsen und Bremen – dazu gehörte auch Nienburg/Weser – habe ich mich 2010 wegen ähnlicher Auseinandersetzungen mit Behörden und Einzelpersonen aus dem Amt verabschiedet.

Wolfgang Wolf, Salzgitter

Zu „Die CDU kämpft gegen ihr Trauma“ vom 12. Februar und „SPD beschließt Abkehr von Hartz IV“ vom 11. Februar:

In ihrer Angst vor den Stimmenverlusten scheinen die großen Parteien getrieben davon, ihre „Pannen“ bewältigen zu wollen. Dabei frage ich mich: Wann fangen die an, sich mit den wirklichen Problemen der Mehrheit in diesem Land zu beschäftigen? Nämlich den Problemen der arbeitenden und steuerzahlenden Bevölkerung. Eine der schlimmsten Auswüchse der Agenda 2010 war die Leiharbeit, die den Unternehmen in einer schlimmen Zeit mehr Flexibilität einräumen sollte. Aber diese Zeiten sind vorbei. Dennoch müssen junge Menschen bei Zeitarbeitsfirmen für Löhne von zehn Euro pro Stunde oder weniger arbeiten. Diese jungen Menschen können weder für sich eine gute Altersvorsorge aufbauen, noch tragen sie mit vernünftigen Beiträgen zur sozialen Absicherung der Alten bei. Wenn die großen Parteien sich einmal mit der Herkunft von Jugend- und Altersarmut beschäftigen würden, könnten sie damit eine „Wurzelbehandlung“ der sozialen Missstände erreichen. Mit der Gießkanne auf alle zu zielen, wird die Ursachen der Unzufriedenheit des Volkes nicht beenden.

Ernst Gellert, Schladen

Ebenfalls zu „SPD beschließt Abkehr von Hartz IV“ vom 11. Februar:

Wenn das die von der SPD immer gepredigte soziale Gerechtigkeit sein soll, dann viel Spaß, Deutschland. Es wird auch fürs Nichtstun gerne mal bezahlt. Aber was macht man nicht alles, um endlich mal wieder ein paar Wähler zu bekommen?

Manfred Hölscher, Wolfenbüttel

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Leserkommentare (3)