„Ein Softwarefehler könnte aus Versehen einen Krieg auslösen“

Mechaniker arbeiten an einem unbemannten Fluggerät des Typs MQ-9 Reaper auf der Creech Air Force Base (USA) (Archivbild).

Mechaniker arbeiten an einem unbemannten Fluggerät des Typs MQ-9 Reaper auf der Creech Air Force Base (USA) (Archivbild).

Foto: Staff Sgt. N.B. / dpa

Zu „Die Killerroboter kommen“ vom 6. Februar:

1983 wäre um ein Haar der Dritte Weltkrieg ausgebrochen. Grund war ein Softwarefehler in einem Spionagesatelliten. Der löste Alarm wegen eines vermeintlichen Raketenangriffs aus. Alle programmierten Abläufe funktionierten wie am Schnürchen. Nur ein gewisser Oberst Stanislaw Jewgrafowitsch Petrow weigerte sich schließlich, die Raketen für den Gegenschlag zu starten. Ein Mensch, dem das Gewissen aber auch der Menschenverstand sagte: „Da kann etwas nicht stimmen“. Hätte man damals schon automatische Waffensysteme gehabt, dann hätten die säuberlich ihre Befehle ausgeführt – und vermutlich das atomare Armageddon ausgelöst.

Ich kann mir gut vorstellen, wie Militärs mit Robotersoldaten liebäugeln: Soldaten, die jeden Befehl ausführen, ohne jede Rücksicht, ohne Mitgefühl, ohne Moral und vor allem ohne jede Angst. Keine anstrengenden Mitbürger in Uniform.

Aber jeder, der autonome Waffensysteme einführen will, sollte ich im Klaren sein, dass auch heute Softwarefehler passieren und ein solcher Fehler leicht zu einem Krieg aus Versehen führen kann.

Michael Kutscher, Braunschweig

Zu „Sollen Senioren zum Fahrtest?“ vom 6. Februar:

Dass unser Verkehrsminister ein Freund des schnellen Fahrens ist, obwohl Tempo 130 Stundenkilometer auf unseren Autobahnen laut dem Vize-Vorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei schwere Unfälle reduzieren würde, ist mir bereits bekannt. Dass es nun auch einen Verkehrstest für Senioren für ihn nicht geben wird, obwohl auch hier Unfallexperten statistisch ab 75 Jahren ein höheres Unfallrisiko nachweisen, schockiert mich schon.

Die enge Verbundenheit mit unserer Autoindustrie in allen Ehren, aber wenn es darum geht, schwere Verkehrsunfälle auf unseren Straßen zu vermeiden, wünsche ich mir von Herrn Scheuer doch etwas mehr Weitblick.

Peter Walz, Braunschweig

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