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Rage Against The Machine sagen Konzert in Hannover ab

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Rage Against The Machine sagen ihre komplette Europa-Tournee ab. Sänger Zack de la Rocha (vorne) hat gesundheitliche Probleme.

Rage Against The Machine sagen ihre komplette Europa-Tournee ab. Sänger Zack de la Rocha (vorne) hat gesundheitliche Probleme.

Foto: Alberto Martin / picture alliance/dpa/epa efe

Hannover.  Als Grund werden gesundheitliche Probleme von Sänger Zack de la Rocha angegeben. Am 3. September hätte die Band auf der Expo-Plaza spielen sollen.

Die populäre linke US-Band Rage Against The Machine sagt ihre komplette Europa-Tour ab. Davon ist auch der für Samstag, 3. September, auf der Expo-Plaza Hannover angesetzte Auftritt betroffen. Gekaufte Karten können an den Vorverkaufsstellen, an denen sie erworben wurden, zurückgegeben werden, teilt der Veranstalter Hannover Concerts mit.

Die Agentur übermittelt zudem ein Statement der Band auf Englisch: Demnach hätten Ärzte Frontmann Zack de la Rocha (52) dringend geraten, die für den späten August und September geplante Europatournee nicht anzutreten. „Das müssen wir mit großer Enttäuschung bekannt geben“, so die Band. Die Gruppe werde am 11., 12. und 14. August noch drei Konzerte im New Yorker Madison Square Garden spielen. „Dann muss Zack nach Hause zurückkehren, um sich auszuruhen und gesundheitlich zu erholen. Flüge, Reisen und der enge Zeitplan in Europa wären ein zu großes Risiko für seine Gesundheit“.

Band nennt zunächst keine Ersatztermine

Man leide mit den Fans, die so lange auf Europa-Konzerte von Rage Against The Machine gewartet hätten und hoffe bald auf eine neue Gelegenheit („to Rage again soon“), erklärt das Quartett. Ersatztermine werden aber vorerst nicht genannt.

Das Konzert in Hannover wäre der erste Auftritt der Gruppe in Deutschland seit mehr als elf Jahren gewesen. Die Band wollte in Originalbesetzung auftreten mit Frontmann De La Rocha, Gitarrist Tom Morello, Bassist Tim Commerford und Schlagzeuger Brad Wilk. Rage Against The Machine hatten sich 1991 in Los Angeles gegründet. Gleich das mit dem Bandnamen betitelte Debütalbum machte die Gruppe weltweit bekannt. Ein kraftvoller Crossover-Sound mit Rap- und Grunge-Elementen, De La Rochas leidenschaftliche Stimme und dezidiert politische Texte in Hits wie „Killing in the Name“ und „Bullet in the Head“ verliehen dem Quartett ein einmaliges Profil.

Kein neues Studioalbum seit 1999

Im Jahr 2000 stieg Frontmann De La Rocha aus. Nach einer zwischenzeitlichen Reunion und erneuter Trennung schloss sich die Gruppe 2020 ein weiteres Mal zusammen. Neue Studioalben entstanden nicht – das letzte, dritte wurde 1999 eingespielt. Stattdessen kündigt das Quartett im Frühjahr Konzerte in den USA und die nun geplatzte Europa-Tournee an.

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