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„Die Bachelorette“: Das Finale der Vernunft und Langeweile

Lesedauer: 3 Minuten
So romantisch die Szenerie auch war - das Finale der "Bachelorette" war alles andere als dramatisch.

So romantisch die Szenerie auch war - das Finale der "Bachelorette" war alles andere als dramatisch.

Foto: TVNOW

Berlin.  Ein Finale, das den Namen nicht verdient hat. Die „Bachelorette“ hat entschieden, wer die letzte Rose bekommt. Die Wahl enttäuscht.

Finale: Was sonst zumindest für Trash-TV-Fans Spannung bedeutet, ist bei der diesjährigen Staffel „Die Bachelorette“ das absolute Gegenteil - hat man doch das Gefühl, es gehe nur noch um den Trostpreis.

Freute man sich zu Beginn der Staffel noch darüber, dass Maxime Herbord ein gewisses intellektuelles Niveau mit sich bringt, stand ihr genau das während der ganzen Staffel im Weg und sorgte für ein Finale, das den Namen nicht verdient. Die 26-Jährige verhielt sich vernünftig und reflektiert. Was im echten Leben erstrebenswert ist, sorgt in einer Reality-Show allerdings nicht für das nötige (und erwartete) Drama.

„Die Bachelorette“: Wenig Worte, langweilige Final-Dates

Mit ihren beiden Finalisten wollte Herbord alle Dates noch einmal durchleben. In der Theorie eine romantische Idee, die in der Praxis aber leider vor allen Dingen eins ist: unangenehm.

Hielt man Max Adrio in der Halbfinal-Sendung noch für den Favoriten (von der Reservebank), wirkte das Date an einem gedeckten Tisch auf einer kleinen Kinobühne einfach nur steril. Beiden wussten nicht so recht, was sie sagen sollten, suchten verlegen Körperkontakt, um die Stille zu füllen, und rührten das Essen nicht an. Max fühlt sich trotzdem siegessicher. Er wisse ja, was zwischen ihnen beiden sei.

Keine Übernachtung, kein spektakulärer Ort. Also der nächste, Raphael Fasching. Da laufen die Gespräche ein bisschen besser. Schließlich ist die Location auch etwas schöner, im Hintergrund stehen Oldtimer und eine Schaukel. Das ist ja ihr Ding. Gemeinsam schaukeln.

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Bachelorette hat nicht das gefunden, was sie gesucht hat

Selbst nach den Dates ist man als Zuschauende so gespannt wie Butter bei 50 Grad. Scheint es doch egal, wen sie wählt. „In meinem Bauch ist gerade, dass ich nicht ganz das gefunden habe, was ich gesucht habe“, stellt sie selbst fest und fasst es treffend zusammen.

Eigentlich war das allen klar, nachdem die Favoriten Julian Dannemann und Leon Knudsen freiwillig ausgestiegen sind. Kurz hatte man die Hoffnung, dass Zico Banach diesen Platz übernehmen könnte - schließlich war er der Kandidat, der gemeinsam mit ihr die Bucket List abarbeitete -, aber als sie im Halbfinale meinte, dass er zu schnell zu viel wollte, war auch diese Hoffnung erloschen.

Kein Mitleid für den Verlierer

Ein bisschen Leid tat es einem, als der „tätowierte Peter Pan“ - wie die Bachelorette Max nennt - , ohne Rose nachhause geschickt wurde. Das Mitleid verging allerdings, als Max nur so halb enttäuscht wirkt. Ähnlich emotional reagierte Raphael auf seine letzte Rose. Er freut sich. Aber eben auch nicht mehr. Da ist einem eigentlich schon klar, wie die Wiedersehensshow verläuft.

Kein klares Statement. Kein Drama. „Wir treffen uns regelmäßig“, eigentlich ein sehr realistischer Weg, eine Beziehung anzugehen. Aber eben überhaupt nicht unterhaltsam.

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