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Zwischenfazit der Corona-App

„Die App bescheinigt mir seit zehn Tagen ein ‘niedriges Risiko’.“

Seitdem es die Corona Warn-App gibt, habe ich sie auf dem Smartphone. Datenschutzrechtliche Bedenken hatte ich nicht, dazu wurde sie zu intensiv geprüft. Dass ich sie herunterlade und aktiviere, war klar. Das gebietet die Vernunft. Jeder Baustein im Kampf gegen die Corona-Pandemie ist sinnvoll. Sorge hatte ich einzig bei den Auswirkungen des täglichen Gebrauchs: Eine Datenbankabfrage am Tag, dazu permanent Bluetooth aktiviert und Speicher blockiert.

Nun, die Bedenken haben sich zerstreut. Die App bescheinigt mir seit zehn Tagen ein „niedriges Risiko“. Dafür benötigte sie 26,66 Kilobyte an Daten-Austausch mit dem Internet. Das ist gar nichts. 1024 Kilobyte sind ein Megabyte. Und 1024 Megabyte sind ein Gigabyte. Allein mit Chrome und Instagram habe ich auf meinem Smartphone in diesem Monat über zwei Gigabyte verbraucht.

Ähnlich beim Akku: Weniger als 0,01 Prozent gehen für Bluetooth drauf, 0,25 Prozent des Akkuverbrauchs entfallen auf die App selbst. Ein Klacks. Und würde ich sie nicht dauernd aufrufen, wäre es wohl nicht weniger. Vom internen Speicher verbraucht die App 42,83 Megabyte. Das entspricht einem kurzen Video. Also auch hier: Grünes Licht. Grün dargestellt ist auch mein Risiko-Status. Das allerdings ist nicht so valide, wie es sollte, denn noch längst nicht alle haben die App heruntergeladen. Jeder der kann, sollte das jetzt nachholen.

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