28. Schöninger Orgeltage

Schöninger Orgeltage enden Sonntag mit Ballett im Gotteshaus

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Kantor Matthias Laidler an der barocken Jonas-Weigel-Orgel in der Schöninger Kirche St. Vincenz. Die 28. Schöninger Orgeltage stellen auch in diesem Jahr wieder herausragende Künstler vor. (Archivbild)

Kantor Matthias Laidler an der barocken Jonas-Weigel-Orgel in der Schöninger Kirche St. Vincenz. Die 28. Schöninger Orgeltage stellen auch in diesem Jahr wieder herausragende Künstler vor. (Archivbild)

Foto: Markus Brich

Schöningen.  „Karneval der Instrumente“ nimmt Kinder Freitag mit auf eine turbulente Entdeckungsreise. Vorm Abschlusskonzert wird „WinterSehnsucht“ beschworen.

„FrühlingsErwachen“, „SommerLiebe“, „HerbstTrost“ und „WinterSehnsucht“ – die vier Jahreszeiten bilden das Leitthema der 28. Schöninger Orgeltage, die in diesen Tagen wieder außergewöhnlichen Musikgenuss in der St.-Vincenz-Kirche bieten.

Mit dem „Karneval der Instrumente“ steht dabei am Freitag, 11. November, vor allem das junge Publikum im Mittelpunkt. Kinder der Stadt können ab 11.11 Uhr aktive Teilnehmer einer musikalischen Entdeckungsreise werden. Neben der barocken Jonas-Weigel-Orgel werden Kantor Matthias Laidler, Gesangslehrerin Clara Habekost und Steffen Wilhelmi von der Stern-Musikschule Schöningen viele Instrumente wie Schlagzeug, Bass, Gitarre oder Trompete gemeinsam vor und mit den Mädchen und Jungen ausprobieren. „Was zunächst noch zufällig und spielerisch beginnt“, so versprechen die Protagonisten in ihrer Programmerläuterung, werde mehr und mehr Form annehmen, Interaktion, Melodie und Rhythmus entstehen lassen und schließlich „in einem großartigen Tohuwabohu“ enden, „das die Kinderohren so schnell nicht vergessen werden“. Der Eintritt ist frei.

Orgel, Ballett, Gesang und Violine im Abschlusskonzert

„WinterSehnsucht“ wird am Freitagabend, 19 Uhr, beschworen: „Die Winterreise“ von Franz Schubert, einer der bekanntesten Liederzyklen der Romantik, intonieren Bariton Sven Erdmann und Manolis Stagakis am Bajan, einer osteuropäischen Variante des Knopfakkordeons. Schuberts Werk gilt als Meilenstein der Gattung Kunstlied. Im Verlauf des Zyklus, so die Organisatoren der Orgeltage, werde der Hörer immer mehr zum Begleiter eines Wanderers, der nach einem Liebeserlebnis aus eigener Entscheidung ohne Ziel und Hoffnung hinaus in die Winternacht zieht. Der Eintritt beträgt 15 Euro.

Höhepunkt der diesjährigen Orgeltage verspricht das Abschlusskonzert am Sonntagabend, 13. November, 17 Uhr, zu werden. Die Kraft der Jonas-Weigel-Orgel aus dem Jahr 1648 wird sich bei der Vertonung des mittelalterlichen Klagetextes „Stabat Mater“ von Giovanni Battista Pergolesi mit Ballett, Gesang und dem Klang der Violine vereinen. Im Gotteshaus werden Tina Heßler und Sebastian Uske die Komposition Pergolesis in fließende Bewegung transferieren. Ingeborg Danz (Alt), Julia Danz (Sopran) und Peter Stein (Violine) erschaffen dafür gemeinsam mit Matthias Laidler an der Orgel den musikalischen Rahmen. Eintritt 20 Euro.

Karten für die Abendkonzerte in der St.-Vincenz-Kirche sind im Vorverkauf in der Schöninger Buchhandlung Baumert und dem Kirchenbüro sowie an der Abendkasse erhältlich.

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