Polizei findet Corona-Kontaktperson mitten in Königslutter

Königslutter.  Ein 51-jähriger Patient hat sich unerlaubt vom APZ-Gelände in Königslutter entfernt. Er hatte laut Polizei Kontakt mit einem Corona-Infizierten.

Auf dem Markt in Königslutter wurde der vermisste Patient von vier Polizeibeamten in Gewahrsam genommen.

Auf dem Markt in Königslutter wurde der vermisste Patient von vier Polizeibeamten in Gewahrsam genommen.

Foto: Darius Simka/regios24 / regios24

Der Vorfall ereignete sich am späten Dienstagnachmittag. Vier Polizeibeamte fanden den seit 17.10 Uhr vermissten Patienten, der mit Blick auf Corona als Kontaktperson 1. Grades gilt, gegen 18 Uhr auf dem Markt in Königslutter. „Sie legten Corona-Schutzbekleidung an und brachten den Mann, der sich kooperativ verhielt, zurück ins Psychiatriezentrum“, sagte Polizeisprecher Sven-Marco Claus am Mittwoch auf Nachfrage. Mehrere Passanten hätten die Aktion verfolgt.

APZ-Geschäftsführer Thomas Zauritz verwies darauf, dass er zu Einzelfällen keine Auskunft geben dürfe. Generell sei es so, dass Patienten, die nachweislich Kontakt mit einem Corona-Infizierten hatten, dreimal auf das Virus getestet würden, und zwar nach vier, acht und 14 Tagen. Derzeit gebe es mehrere Corona-Erkrankte unter den APZ-Patienten und auch einige Patienten, die als Kontaktperson eingestuft würden.

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Andreas Jünemann vom Landkreis Helmstedt sagte auf Anfrage, dass der Fall des 51-jährigen APZ-Patienten aus Königslutter dem Gesundheitsamt bekannt sei. „Der Mann steht unter Hausquarantäne, bei ihm ist am 26. Mai zuletzt ein Abstrich gemacht worden, mit negativem Ergebnis. Seither zeigt er keinerlei Symptome für eine Corona-Erkrankung.“ Nach menschlichem Ermessen dürfte von dem unerlaubten Spaziergang des 51-Jährigen also keine gesundheitliche Gefahr für Dritte ausgegangen sein, so Jünemann.

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