Polizei Helmstedt setzt Kontaktsperre auch in Autos durch

Helmstedt.  Das Wochenende verheißt schönes Wetter. Für die Einhaltung der Kontaktsperre könnte das schlecht sein, weiß die Polizei – und bereitet sich vor.

Zwei Streifenwagen im Kontaktsperren-Einsatz auf dem Helmstedter  Marktplatz.

Zwei Streifenwagen im Kontaktsperren-Einsatz auf dem Helmstedter Marktplatz.

Foto: Jürgen Paxmann / pax

Unter der Woche gebe es bislang kaum grobe Verstöße gegen die Kontaktsperre im Landkreis Helmstedt, berichtet Thomas Figge, Sprecher der Polizeiinspektion Wolfsburg-Helmstedt. „An den Wochenenden nimmt die Zahl der Einsätze zu.“ Wenn dann noch sonniges Wetter herrsche, sei die Gefahr gegeben, dass Menschen leichtsinnig würden und die Abstandsregeln nicht einhalten würden. „Wir werden daher deutliche Präsenz zeigen, übrigens nicht nur in den Innenstädten, sondern auch in Naherholungszonen“, kündigt Figge an.

Unterstützung erhalte die Polizei über die sozialen Netzwerke im Internet. „Dort erreichen uns immer wieder Hinweise von Bürgern, wenn Personengruppen beobachtet werden, die die Kontaktsperre und die Abstandsregeln ignorieren,“ berichtete Figge am Mittwoch. In Helmstedt habe man kürzlich eine Feier auflösen müssen, zu der sich vier Personen in einer Wohnung verabredet hatten. „Die Personen gehörten nicht zu einem gemeinsamen Haushalt, also haben sie sich eine Anzeige eingehandelt.“

Stichwort Anzeige: Die Zeit freundlicher Ermahnungen durch Polizeibeamte sei vorüber. „Wenn wir einen Verstoß registrieren, gibt es ein Verfahren gegen die Übeltäter“, betonte Figge. Kontrollen fänden übrigens auch im Straßenverkehr statt. „Wenn wir mehr als zwei Personen in einem Auto beobachten, dann überprüfen wir die Insassen“, erläuterte der Polizeisprecher. Die Regeln der Kontaktsperre würden selbstverständlich auch innerhalb von Fahrzeugen gelten.

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Und wie ist es um den Schutz der Polizeibeamten vor Ansteckung bestellt, wenn sie sich im Außeneinsatz befinden? „Alle Streifenfahrzeuge statten wir mit Schutzmasken, Schutzbekleidung und Desinfektionsmittel aus“, erklärte Figge. Nach Gebrauch würden die Gegenstände ausgetauscht. Noch würden die Vorräte ausreichen. „Allerdings können wir nicht jeden Beamten in jeder Dienststelle – also auch die im Innendienst – mit Schutzmaterial versorgen“, räumte der Polizeisprecher ein.

In einigen Kommissariaten hätten sich die Belegschaften selbst geholfen. „Da wurden zum Beispiel Plexiglas-Scheiben in der Anzeigenannahme aufgestellt, die Kollegen sind wirklich erfinderisch“, sagte Figge.

Ein Beamter aus Wolfsburg hat sich bislang mit dem Corona-Virus infiziert, weitere bestätigte Ansteckungen gebe es bislang nicht unter den Polizisten der Inspektion Wolfsburg-Helmstedt. „Zwei Beamte aus dem Kollegenkreis des Erkrankten haben bereits ein negatives Testergebnis erhalten, bei den anderen liegen die Ergebnisse noch nicht vor“, sagte Figge am Mittwochmittag.

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