Verwaltung lädt zur Thermografie-Tour durch Helmstedt ein

Helmstedt.  Dabei werden mit einer Wärmebildkamera die energetischen Schwachstellen in einzelnen Stadtvierteln sichtbar gemacht.

Thermografische Bilder zeigen, wo ein Gebäude besonders viel Heizwärme verliert, zum Beispiel an Fenstern und Glasbau-Elementen.

Thermografische Bilder zeigen, wo ein Gebäude besonders viel Heizwärme verliert, zum Beispiel an Fenstern und Glasbau-Elementen.

Foto: Enakon Wolfenbüttel GmbH

Die Stadt Helmstedt will die Aufwertung der Bausubstanz von privaten Eigentümern weiter voranbringen. Die Sanierung ganzer Quartiere ist ein zentrale Vorgabe der Stadtentwicklung. Sie zielt vor allem auf energetische Konzepte, um Heizkosten und CO2-Ausstoß zu reduzieren, aber auch darauf, vitale Stadtviertel für die Zukunft zu gestalten.

Hierbei hat die Stadt Helmstedt den Fokus auf die drei Quartiere Gartenstadt/Warneckenberg, Elzwegviertel und Neu-Büddenstedt gelegt und bereits im Frühjahr 2019 die Erstellung energetischer Quartierskonzepte angestoßen. Um ihre Bestandsaufnahme darzulegen, lädt die Verwaltung Hausbesitzer zu einem so genannten „Thermografie-Spaziergang“ ein.“ Während dieses Rundganges mit einer Wärmebildkamera werden verschiedene Gebäude thermografiert und energetische Schwachstellen sichtbar gemacht.

„Die Kommunikation innerhalb der Quartiere spielt bei der Umsetzung der erarbeiteten Konzepte eine zentrale Rolle“, führt Erster Stadtrat Henning Konrad Otto aus. Die Stadt Helmstedt lädt daher interessierte Bewohner und Eigentümer der jeweiligen Quartiere zu Informationsveranstaltungen und zu solchen Thermografie-Spaziergängen ein. Sie dienen der Veranschaulichung. Dabei sollen an Ort und Stelle mögliche energetische Einsparpotenziale deutlich gemacht werden.

Die Infoveranstaltung im Quartier Elzwegviertel findet am Mittwoch, 22. Januar, 18 Uhr, in der Grundschule Pestalozzistraße statt. Für das Quartier Gartenstadt/Warneckenberg findet das Treffen am Montag, 27. Januar, 18 Uhr, in der Lessingschule und für das Quartier Neu-Büddenstedt am Dienstag, 4. Februar, 18 Uhr, im Naturfreundehaus in Büddenstedt, Wulfersdorfer Straße 19, statt.

Nach einer Einschätzung seitens der Verwaltung wirkt der Gebäudebestand insgesamt überwiegend gut gepflegt. Jedoch seien viele Gebäude nur in äußerst geringem Maß energetisch oder gar grundsaniert. Insofern sei von energetischen Standards aus der jeweiligen Erbauungszeit auszugehen, also praktisch von Bausubstanz ohne eigentlichen Wärmeschutz.

Im besten Fall sind die Gebäude wie die Mehrfamilienhäuser rund um den Elzweg oder die Siedlungshäuser im ehemaligen „Neu Büddenstedt“ 60 bis 70 Jahre alt. Die ersten Häuser, die an der Bülow- und Heinrich-Kremp-Straße errichtet wurden, stammen bereits aus den 1920-er Jahren.

Bei den Häusern der Gartenstadt verhält es sich kaum anders: Unter dieser Bezeichnung werden die Straßen zusammengefasst, die in den Jahren von 1934 bis 1938 auf dem Flurstück Brunnenwegsbreite im Osten des Stadt zwischen Beendorfer Straße und Roter Torweg entstanden sind.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die Eigentümer der in Frage kommenden Objekte einen entsprechenden Fragebogen zu ihren Immobilien und gegebenenfalls vorhandenen Sanierungswünschen zugesandt bekommen. „Die Ergebnisse dieser energetischen und städtebaulichen Bestandsaufnahmen und der daraus abzuleitenden Empfehlungen werden in jedem Quartier vorgestellt“, erläutert Andreas Bittner vom zuständigen Fachbereich.

An den Abenden werden Vertreter der Stadt Helmstedt sowie der beauftragten Fachbüros „BauBeCon Sanierungsträger GmbH“ und „Enakon Wolfenbüttel GmbH“ weiterführende Informationen zu den Sanierungsgebieten sowie den möglichen Steuervorteilen geben und für Fragen zur Verfügung stehen. Die Thermografie-Spaziergänge finden jeweils direkt im Anschluss an die Gesprächsabende statt.

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