Helmstedt aus einer anderen Perspektive

Helmstedt  Der Beirat für Menschen mit Behinderung nimmt an einer Stadtführung teil.

Wie fühlt sich eigentlich Julius an? Die Teilnehmer der barrierefreien Stadtführung in Helmstedt testeten es.

Wie fühlt sich eigentlich Julius an? Die Teilnehmer der barrierefreien Stadtführung in Helmstedt testeten es.

Foto: privat

Unter dem Vorsitz von Cornelia Bosse, nahm der Beirat für Menschen mit Behinderungen im Landkreis Helmstedt in seiner vergangenen Sitzung an einer barrierefreien Stadtführung in Helmstedt teil.

Der Rundgang begann auf dem Marktplatz in Helmstedt, wo die Stadtführerin Doris Hergesell unterhaltsam und anschaulich den geschichtlichen Hintergrund der Häuser erläuterte. Weiter ging es über die Neumärker Straße zum Herzog-Julius-Denkmal. Von dort aus führte der Weg weiter zur ehemaligen Universität, dem Juleum.

Insbesondere durch die gut vorbereiteten Schilderungen durch die Stadtführerin, war es auch sehbeeinträchtigten Menschen möglich, sich Eindrücke vom Stadtbild Helmstedts zu verschaffen. Die Möglichkeit, das Denkmal des Herzog Julius‘ von Braunschweig-Lüneburg zu ertasten, wurde ohne zu zögern von einigen Teilnehmerinnen genutzt.

Der Weg ins Juleum zeigte sich für mobilitätseingeschränkte Menschen durch die abschüssige Lage nur mit einer Begleitung als geeignet. „Doch dies“, machte Doris Hergesell deutlich, „ist schwer zu beheben, da Helmstedt einmal auf sieben Hügeln erbaut wurde.“

Der Rundgang endete wieder auf dem Helmstedter Marktplatz, wo sich die Teilnehmer bei der Gästeführerin bedankten. „Wir wurden durch Ihre Schilderungen auf Besonderheiten der Helmstedter Baukunst aufmerksam, die wir auch als Sehende sonst nicht unbedingt wahrgenommen hätten“, bedankte sich die Vorsitzende Cornelia Bosse.

Ein Fazit der barrierefreien Stadtführung wird der Beirat für Menschen mit Behinderungen in seiner nächsten Sitzung am 4. Dezember ziehen.

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