Wegen Corona: Einnahmeausfälle in der Samtgemeinde Papenteich

Meine.  Die Kämmerin rechnet mit 250.000 Euro weniger Schlüsselzuweisungen vom Land.

Wenige gute Nachrichten aus der Kämmerei musste der Ausschuss zur Kenntnis nehmen.

Wenige gute Nachrichten aus der Kämmerei musste der Ausschuss zur Kenntnis nehmen.

Foto: Burkhard Ohse

Papenteichs Kämmerin Petra Wieloch erwartet in der Septemberschätzung „wesentlich weniger“ Steuereinnahmen. Das machte sie im Haushalts- und Finanzausschuss der Samtgemeinde am Mittwoch im Ratssaal zu den Auswirkungen der Corona-Krise deutlich. „Viele Ausfälle wird es erst in den nächsten zwei Jahren geben“, sagte Wieloch, die mit 250.000 Euro weniger Schlüsselzuweisungen vom Land Niedersachsen rechnet.

Samtgemeindeumlage von 4,5 Millionen Euro für das kommende Jahr

Zudem sprach sie sich für ein Einfrieren der Samtgemeindeumlage von 4,5 Millionen Euro für das kommende Jahr aus. Ein höherer Betrag sei den Mitgliedsgemeinden nicht zuzumuten. Das Geld vom Land für Einnahmeausfälle bei Kitabeiträgen will die Samtgemeinde an die Gemeinden weiterreichen. Lediglich für die Hortkinder werde ein Teil bei der Samtgemeinde bleiben.

Neubau des Gerätehauses in Grassel, für das in diesem Jahr 632.000 Euro eingeplant sind

Bei den Jahresabschlüssen sei man derzeit bei 2017, sagte Wieloch. Der Ausschuss genehmigte einstimmig den von 2013. Auf dem Weg ist der Neubau des Gerätehauses in Grassel, für das in diesem Jahr 632.000 Euro eingeplant sind, dazu 450.000 Euro Verpflichtungsermächtigungen, gab Wieloch bekannt. Knapp 540.000 Euro sind bereits ausgegeben oder beauftragt, für die 450.000 Euro können bereits Aufträge vergeben, aber erst 2021 abgerechnet werden. Ein von manchen befürchteter Baustopp wegen der Finanzierung drohe nicht, bestätigte Samtgemeindebürgermeisterin Ines Kielhorn.

Ausschuss empfiehlt Raumprogramm für den Neubau des Rötgesbütteler Gerätehauses

Bei zwei Gegenstimmen empfahl der Ausschuss das Raumprogramm für den Neubau des Rötgesbütteler Gerätehauses. Kritik kam auf, weil lediglich ein Planungsbüro beauftragt werden sollte. Das geschieht nun noch nicht, man will zunächst die wirtschaftlichste unter allen Möglichkeiten ermitteln. Zustimmung gab es für eine Fertiggarage für die Ortswehr Ohnhorst/Gravenhorst für 15.000 Euro noch in diesem Jahr. Die alte Garage soll dann als Abstellplatz dienen. Sie ist für den MTW zu klein, erklärte Kielhorn.

Anschaffung eines Gerätewagens für die Ortswehr Meine wird vertagt

Abgesetzt wurde der Punkt für die Anschaffung eines Gerätewagens für die Ortswehr Meine. Man wolle erst die Stellungnahme der Gemeindefeuerwehr abwarten, die die Begründung für die Mehrausstattung gegenüber dem bisherigen 30 Jahre alten Fahrzeug geben will. Frank Schlimme (WGP) sprach sich für eine Anschaffung mit den Extras aus. „Ein Allradantrieb ist notwendig“, meinte er. Auch Klimaanlage oder ein Navi-System seien sinnvoll. Ortsbrandmeister Sven Köhler verwies darauf, dass das Fahrzeug auch von den anderen Gerätewarten und für Transporte genutzt werden soll.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder