Beim MTV Walle steigt die Zahl der Mitglieder

Walle.  Ein Aufwärtstrend trotz der Corona-Pandemie. Andernorts mussten Vereine ihre Anlagen aufgeben.

Vereinsvorsitzender Udo Voges (links) und Abteilungsleiter Torben Sawatzki freuen sich über die positive Entwicklungen der Tennis-Abteilung im MTV Walle.

Vereinsvorsitzender Udo Voges (links) und Abteilungsleiter Torben Sawatzki freuen sich über die positive Entwicklungen der Tennis-Abteilung im MTV Walle.

Foto: Stefan Lohmann

Das hat es in der Tennis-Abteilung des MTV Walle seit mehr als zehn Jahren nicht mehr gegeben: eine Vereinsmeisterschaft, noch dazu mit immenser Beteiligung. „Und das trotz Corona!“, wie Abteilungsleiter Torben Sawatzki sichtlich begeistert hervorhebt. Insgesamt 40 Spieler aller Altersklassen trafen sich dazu verteilt über mehrere Tage zu ihren sportlichen Duellen am Netz. Für den Gesamtvereinsvorsitzenden Udo Voges „eine sensationelle Bilanz“.

„Wir sind entgegen Abwärtstrends bei fast allen Vereinen regelrecht aufgeblüht“

Darüber hinaus können die Verantwortlichen des MTV auf eine Entwicklung blicken, die im regionalen Tennissport-Angebot zu einer Seltenheit geworden ist. „Tatsächlich ist es so, dass wir entgegen Abwärtstrends bei fast allen Vereinen im Kreis regelrecht aufgeblüht sind“, beschreibt Sawatzki den steten Tennis-Zuwachs in Walle. Nach „goldenen Jahren des Boris-Becker-Zeitalters“ mit gut 250 Spielern sei es auch beim MTV bergab gegangen, sagt Voges. Doch als viele kleine Vereine bereits ihre Plätze aufgeben mussten, schafften es die Waller vor etwa drei Jahren, den Negativ-Trend umzukehren. Zu diesem Zeitpunkt zählte die Abteilung noch 100 Mitglieder – auch hier zu wenig, um eine Vereinsanlage mit vier Plätzen wirtschaftlich betreiben zu können, wie Sawatzki und Voges deutlich machen.

Konzepte wie Express-Lernkurse für Interessierte kommen gut an

Die Wende hätten vor allem Konzepte wie Express-Lernkurse für Interessierte, die nicht sofort eine Vollmitgliedschaft eingehen wollten, aber auch konsequentes Umwerben und Einbeziehen der Jugend gebracht. „Der Reiz einer Meisterschaft ist auch, dass alle Altersgruppen sich durchmischen, und sich viele kennenlernen, die sonst gar nicht zusammentreffen würden“, so Voges. „Phänomenal“ findet Voges die Anzahl von mittlerweile wieder gut 150 Mitgliedern. Corona übrigens habe die positive Entwicklung in keiner Weise gestoppt, so Sawatzki: „Im Gegenteil, in diesem Jahr haben wir Voll-Auslastung!“

Unter Einhaltung strenger Hygiene-Auflagen war Tennis bereits im Mai der erste Sport im MTV gewesen, der wieder getrieben werden konnte. „Und jetzt auch schon wieder im Doppel“, freut sich Voges.

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