Das Boldecker Land soll großzügigen Kindergarten erhalten

Weyhausen.  Das 8-Millionen-Euro-Projekt ist nötig, weil Kita- und Krippenplätze nicht länger in Containern vorgehalten werden sollen.

Für die Besucher der Ratssitzung war in der Mensa der Oberschule eine Galerie aufgebaut.

Für die Besucher der Ratssitzung war in der Mensa der Oberschule eine Galerie aufgebaut.

Foto: Horst Michalzik / BZV

Als eine große Herausforderung bezeichnete Samtgemeindebürgermeisterin Anja Meier den Bau eines neuen Kindergartens. Geplant sei, dort fünf Kita-Gruppen sowie fünf Krippengruppen unterzubringen. Die Kosten für das Projekt bezifferte Anja Meier auf sieben bis acht Millionen Euro. Als ersten Schritt wollen die Verantwortlichen der Samtgemeinde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben. Dort soll ein fundierter Beschaffungsvariantenvergleich durch einen externen Dienstleister entstehen. Die Kosten dafür belaufen sich auf knapp 31 000 Euro. Den Zuschlag erhielt die TU Braunschweig.

Die Verwaltung führte in der Vorlage unter anderem aus, dass die Kapazitäten an Plätzen in Kitas und Krippen seit vielen Jahren erschöpft seien. Die Samtgemeinde halte deshalb seit einigen Jahren mobile Containerlösungen bereit, die erhebliche Kosten verursachten. Um diese Lösungen zurückzubauen und zusätzlichem Bedarf an Betreuungsplätzen gerecht zu werden, sei eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung vorgesehen. Anja Meier: „Ein erster und zügiger Schritt Richtung Neubau“.

Der Samtgemeinderat, der am Dienstag zum ersten Mal nach der Krise tagte, befürwortete den Plan einstimmig. Das Gremium hatte sich in der Mensa der Oberschule versammelt, damit die gebotenen Abstände zwischen den Ratsmitgliedern und zwischen den Gästen eingehalten wurden. Unter der Leitung der Jembker Bürgermeisterin Susanne Ziegenbein (CDU) war die Sitzung von fast ausschließlich einmütigen Abstimmungen geprägt.

So soll ein Löschfahrzeug LF 10 für die Ortsfeuerwehr Bokensdorf zum Preis von 283 000 Euro angeschafft werden. Breite Zustimmung fand die Arbeit des Waldkindergartens durch den Verein „Wir sind draußen“ in Barwedel. So beschloss der Rat, den Zuschuss um 35 000 Euro auf 55 000 Euro zu erhöhen. In der Begründung hieß es , dass der Verein erfolgreich in sein erstes Jahr mit eigenständigem Kindergarten als alternatives Angebot gestartet sei. Im laufenden Kindergartenjahr werden voraussichtlich 13 von 15 Plätzen aus dem Gebiet des Boldecker Landes belegt sein.

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