Landkreis Gifhorn wird Teil des Notfall-Netzwerkes

Gifhorn.  Die Kliniken in Gifhorn und Wittingen sollen bis 2022 an das Notfallmanagement-System Ivena angeschlossen werden.

Ministerin Carola Reimann (zweite von rechts) übergab einen Förderscheck an Gifhorns Landrat Andras Ebel (dritter von links). Frank Parrmann, Andrea Reichstein sowie die SPD-Landtagsabgeordneten Tobias Heilmann und Philipp Raulffs (von links) freuten sich.  

Ministerin Carola Reimann (zweite von rechts) übergab einen Förderscheck an Gifhorns Landrat Andras Ebel (dritter von links). Frank Parrmann, Andrea Reichstein sowie die SPD-Landtagsabgeordneten Tobias Heilmann und Philipp Raulffs (von links) freuten sich.  

Foto: Sozialministerium

Gesundheitsministerin Carola Reimann hat am Donnerstag einen Förderbescheid über insgesamt 32.952 Euro an Landrat Andreas Ebel übergeben. Mit Hilfe der Landesmittel können die Rettungsleitstelle sowie beide Helios Kliniken in Gifhorn und Wittingen bis zum Jahr 2022 an das digitale Notfallmanagement-System Ivena (interdisziplinärer Versorgungsnachweis) angeschlossen werden.

Rettungsleitstellen, Rettungswagen und Krankenhäuser werden vernetzt

Ministerin Carola Reimann erklärt dazu: „Im Notfall kann es lebensentscheidend sein, schnell in das richtige Krankenhaus zu gelangen. Genau darauf zielt das webbasierte System Ivena ab. Es vernetzt Rettungsleitstellen, Rettungswagen und Krankenhäuser miteinander und verbessert so die Versorgung von Notfallpatienten. Mit dem Anschluss des Landkreises Gifhorn an das System nähern wir uns dem Ziel des flächendeckenden Einsatzes von Ivena in Niedersachsen.”

Landrat Dr. Andreas Ebel zeigt sich zufrieden: „Die neue Anwendung fördert und beschleunigt die Zusammenarbeit aller zentralen Stellen, die bei einem medizinischen Notfall beteiligt sind. Unsere Leitstelle im Landkreis Gifhorn plant, das webbasierte System schnellstmöglich einzuführen. Besonders freut mich, dass beide Helios Kliniken bei uns im Landkreis bereit sind, ebenfalls mit der neuen Technik zu arbeiten. So kann jedem einzelnen Bürger im medizinischen Notfall noch besser geholfen werden. Das ist mir ein ganz besonderes Anliegen.“

Und so funktioniert Ivena: Die Rettungsleitstellen und Rettungswagen melden den Krankenhäusern die Patientin oder den Patienten über Ivena an, und zwar mit genauer Diagnose der Erkrankung. Im Gegenzug melden die Krankenhäuser den Rettungsleitstellen die freien oder überlasteten Kapazitäten bis hin zur kleinsten organisatorischen Einheit – zum Beispiel, ob ein OP oder ein Intensivbett verfügbar ist. Dank der Echtzeitkommunikation wird im System das nächstgelegene und geeignete Krankenhaus angezeigt.

Flächendeckender Einsatz in ganz Niedersachsen ist das Ziel

Gleichzeitig können sich die Notaufnahmen in den Krankenhäusern auf die Patienten vorbereiten. Das spart wichtige Zeit bis zur Behandlung. Seit 2015 läuft Ivena in Niedersachsen als Modellprojekt. Es wurde zunächst in den Regionen Hannover, Oldenburg und Osnabrück mit insgesamt rund 50 teilnehmenden Krankenhäusern getestet. Der Start in den Modellregionen verlief vielversprechend. Aufgrund der hohen Akzeptanz, insbesondere auf ärztlicher Seite, sind sukzessive weitere Regionen hinzugekommen.

Damit Ivena flächendeckend in ganz Niedersachsen zum Einsatz kommt, unterstützt das Land die niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte.

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