Eine kleine Reise in die frühe Wirtschaftswunderzeit

Gifhorn.  Die Sonderausstellung „Burda, Brigitte, Sibylle & Co“ im Gifhorner Kavalierhaus ist bis 17. November zu besichtigen.

Verlängert: Die Sonderausstellung „Burda, Brigitte, Sibylle & Co – Frauenzeitschriften der 50er Jahre" kann noch bis zum 17. November besucht werden.  

Verlängert: Die Sonderausstellung „Burda, Brigitte, Sibylle & Co – Frauenzeitschriften der 50er Jahre" kann noch bis zum 17. November besucht werden.  

Foto: Dirk Kühn

„Die Leute brauchen keine Schnittmuster. Sie brauchen Brot!“ Dieses Zitat stammt von Verleger Hubert Burda. Er soll es, so zumindest im Fernsehfilm „Aenne Burda“ – Wirtschaftswunderfrau“, seiner Ehefrau gesagt haben, als sie 1949 den Burda-Verlag gründete und wenig später mit „Burda Moden“ den Zeitschriftenmarkt eroberte. Heute heißt die Zeitschrift „Burda Style“ und wird in 17 Sprachen in mehr als 100 Ländern vertrieben. Klar, dass die Geschichte von „Burda Moden“ ein Schwerpunkt in der Ausstellung „Burda, Brigitte, Sibylle & Co“ ist. Wegen der großen Resonanz ist die Ausstellung bis zum 17. November verlängert worden. Zu sehen ist die Präsentation im Kavalierhaus in den Ausstellungsräumen der Bürgerstiftung Kavalierhaus im Steinweg 3.

Klar, dass auch Emma Wrede dabei eine Rolle spielt. Hat die Gifhornerin, deren Wohnung zum Museum im ersten Stock des Kavalierhauses wurde, auch Frauenzeitschriften gelesen?, fragen die Ausstellungsmacher und schreiben gleich dazu: „Wir wissen es nicht.“ Allerdings erlebten Frauenzeitschriften in den 50er Jahren einen derartigen Boom, dass es verwunderlich wäre, wenn Emma Wrede keine gelesen hätte.

„Wir hätten gerne einen Tisch mit alten und neuen Frauenzeitschriften zum Blättern und Schmökern gedeckt“, erläutert Anette Thiele, „aber das ist aus Gründen der Corona-Hygiene leider nicht möglich. So liegt alles hinter Glas“. Dafür hat sie zumindest einen eigenen Sessel aus den 50 Jahren beigesteuert. Thiele freut sich über das große Interesse am Thema der Ausstellung, erzählt von einer 13-Jährigen, die einen Hut Emma Wredes völlig hip fand. Eingegangen wird auch auf die Werbung der 50er Jahre sowie auf das Thema Frauen in der DDR – die haben nämlich „Sibylle“ statt „Brigitte“ gelesen.

Öffnungszeiten der Ausstellung: Samstags 10 – 13 Uhr, sonntags 14 – 17 Uhr, dienstags 10 – 15 Uhr, donnerstags 13 – 17 Uhr.

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