Entscheidung über alte Schule soll bis Ende Juni 2021 fallen

Ausbüttel.  Das Amt für Regionale Landesentwicklung lehnt den Förderantrag für Sanierung der alten Schule in Ribbesbüttel ab.

Die alte Schule iin Ribbesbüttel soll saniert und zum Ort der Begegnung ausgebaut werden. Doch der Förderantrag für das 1,5-Millionen-Euro-Projekt ist abgelehnt worden.

Die alte Schule iin Ribbesbüttel soll saniert und zum Ort der Begegnung ausgebaut werden. Doch der Förderantrag für das 1,5-Millionen-Euro-Projekt ist abgelehnt worden.

Foto: Burkhard Ohse / Archiv

Was passiert mit der alten Schule in Ribbesbüttel? Wird das Gebäude saniert und zum Ort der Begegnung ausgebaut? Das will der Rat der Gemeinde bis Ende Juni nächsten Jahres entscheiden. So hat es der Rat am Mittwochabend während seiner Sitzung im Schützenhaus in Ausbüttel einstimmig beschlossen.

Vorvertrag mit der Kirche über Kauf wird aufgehoben

Eigentlich waren diese Fragen zum denkmalgeschützten Gebäude nahe der Kirche längst beantwortet. Die Gemeinde wollte es sanieren, hatte ein Architekturbüro mit der Planung beauftragt und einen Antrag auf Fördermittel beim Amt für Regionale Landesentwicklung in Braunschweig beantragt. Geplant war, Geld aus den Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung (ZILE) zu bekommen – doch der Förderantrag wurde abgelehnt. Bürgermeister Hans-Werner Buske ging kurz auf die Vorgeschichte ein und erläuterte, dass der Rat quasi drei Beschlüsse fassen müsse: zum einen muss der alte Ratsbeschluss zum geplanten Kauf und zur Sanierung aufgehoben werden, zum anderen muss der Vorvertrag mit der Kirche aufgehoben werden und zum dritten wollte sich die Gemeinde eine Frist setzen, bis zu der eine neue Entscheidung über die Zukunft der Alten Schule getroffen werden soll. Alle drei Entscheidungen traf der Rat einstimmig.

Ulf Kehlert (SPD) versuchte der Situation etwas Positives abzugewinnen. Es habe sich gezeigt, dass im Nachhinein nichts jedes Ratsmitglied glücklich mit der Entscheidung aus 2019 gewesen sei. Das gelte auch für Vertreter der Kirche. Er verwies auf die ohnehin vorhandene finanzielle Belastung durch Kinderbetreuungskosten und die Corona-Pandemie.

Ebenfalls einstimmig beschloss der Rat, dass die Samtgemeinde den Flächennutzungsplan ändern soll, damit an der Peiner Landstraße ein rund 3,6 Hektar großes Gewerbe- und Sondergebiet ausgewiesen werden kann. Außerdem soll die Samtgemeinde die Trägerschaft der Erschließung übernehmen.

Neuer Radweg von Ausbüttel bis Leiferde geplant

Wie Bürgermeister Buske erläuterte, gebe es die Idee, dass das künftige Gewerbegebiet auch ein möglicher Standort für ein neues Tierheim und ein neues Feuerwehrgerätehaus sein könnte. Tatsache sei, das derzeitige Gerätehaus sei zu klein. Dazu kämen gesetzliche Auflagen, die umgesetzt werden müssen. Entschieden sei noch gar nichts, es gehe zunächst um die notwendige F-Plan-Änderung. Christian Wrede (CDU) stellte klar, dass die Ausweisung von Gewerbegebieten vom Grundsatz nicht Aufgabe der Gemeinde, sondern der Samtgemeinde sei.

Mit Freude nahm der Ribbesbütteler Bürgermeister das Radverkehrskonzept des Landkreises zur Kenntnis. Danach ist ein Radweg von der B4 bis Leiferde vorgesehen.

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