Rötgesbüttel könnte nach Süden expandieren

Rötgesbüttel.  Der Gemeinderat beauftragte in seiner Sitzung Bürgermeister Schölkmann, über ein mögliches neues Baugebiet zu verhandeln.

Am südlichen Ortsrand vom Rötgesbüttel, wo zurzeit noch der Mais wächst, könnte in absehbarer Zeit eine neue Wohnsiedlung entstehen.

Am südlichen Ortsrand vom Rötgesbüttel, wo zurzeit noch der Mais wächst, könnte in absehbarer Zeit eine neue Wohnsiedlung entstehen.

Foto: Maximilian Wiescher / BZV

Die Gemeinde könnte in absehbarer Zeit um ein neues Baugebiet jenseits des aktuellen südlichen Ortsrandes erweitert werden. Der Rat der Gemeinde erteilte Bürgermeister Hermann Schölkmann in der Sitzung am Montag einstimmig die Erlaubnis, mit den Grundstückseigentümern und den Erschließungsträgern Verhandlungen aufzunehmen.

„Von einer Vermarktung sind wir allerdings noch weit entfernt und eine Bauinteressenten-Liste gibt es auch noch nicht“, betonte Schölkmann. „Es geht nur darum, über die nächsten Flächen nachzudenken und im ersten Schritt den Flächennutzungsplan zu ändern.“ Oppositionsführer Stefan Konrad ergänzte dieses Vorhaben um seine Idee, für neue Wohngebäude den jetzigen Trainingsplatz des VfL Rötgesbüttel umzunutzen und den neuen Sportplatz und eine neue Turnhalle auf dem möglichen neuen Gebiet zu planen.

Bis Mitte Dezember soll die Bahnlinie Fußgängerüberwege haben

Zur Bahnlinie berichtete Schölkmann, dass zwei Überquerungen für Fußgänger und Radfahrer entstehen sollen, nämlich eine am Ochsenberg und eine südlich des neuen Bahnhofs. Die Andreaskreuze und die Tafeln, die die Lokführer zum Pfeifen auffordern, werden dann beseitigt – vorausgesetzt, zwei Anwohner schneiden ihre Hecken und sorgen so für freie Sicht auf die Bahnlinie. Mitte Dezember, zur Einführung des neuen Fahrplans mit Stundentakt, sollen die Überquerungen mit Umlaufgittern fertig sein.

Außerdem präsentierte der Rat die Ergebnisse einer Umfragen unter 137 Rötgesbütteler Senioren: Die meisten von ihnen hatten sich sehr zufrieden mit dem Leben im Dorf geäußert, auch mit den persönlichen Kontakten und Einkaufsmöglichkeiten. Um die Attraktivität des Ortes noch zu verbessern, wurden hauptsächlich mehr Bänke, ein zentraler Treffpunkt, ein neues Mobilitätskonzept und vor allem ein Café als Wünsche geäußert. In der Wunschliste der bevorzugten Wohnformen standen das betreute Wohnen zu Hause ganz oben und die Pflegeeinrichtung ganz unten.

Fadenwürmer und Singvögel sollen den Eichenprozessionsspinner bekämpfen

Den Haushalt der Gemeinde für 2014 segnete der Rat einstimmig ab. Aufgrund der Umstellung der Buchführung auf Doppik stecke der Landkreis beim Prüfen der Haushaltsabschlüsse im Stau, erklärte Schölkmann. Zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners stimmte der Rat für das Besprühen mit Fadenwürmern und das Aufhängen von Nistkästen. „Damit pushen wir die Singvogel-Population. Sehr junge Raupen werden von Meisen oder anderen gefressen“, meinte Schölkmann.

Mit Blick auf die Kommunalwahl in etwa einem Jahr beschloss der Rat für alle Parteien und politischen Gruppen ein Verbot, in ihren Medien das Wappen der Gemeinde zu verwenden. „Sonst sehen wir unser Wappen womöglich bei irgendwelchen äußerst rechten Parteien, die wir nicht mit unserer Gemeinde verbinden wollen“, begründete Schölkmann diese Entscheidung. Für den Hochwasserschutz sollen Angebote für die ersten Maßnahmen eingeholt werden. Stefan Konrad mahnte an, dies noch in diesem Jahr zu tun, schließlich sei das Geld da. Ebenfalls beschloss der Rat, beim Landkreis einen Radweg an der Kreisstraße 48 bis zur Campingplatz-Einfahrt zu beantragen. Kreistagsmitglied Frank Schlimme kündigte an, dass das eine Sache von mehreren Jahren sein kann.

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