Erste E-Ladesäule der Samtgemeinde Brome steht jetzt in Ehra

Ehra.  Die Anlage der LSW hält zwei Ladepunkte auf dem Schützenplatz vor. Der Rat stimmt zudem für eine Vorabstellungnahme zu der weiteren A-39-Planung.

Freuen sich über die erste und einzige Ladesäule in der Samtgemeinde Brome, die auf dem Schützenplatz in Ehra steht: von links: Bürgermeister Jörg Böse mit seinen beiden Stellvertretern Axel Jordan und Peter Albrecht sowie Jürgen Hüller von der LSW.

Freuen sich über die erste und einzige Ladesäule in der Samtgemeinde Brome, die auf dem Schützenplatz in Ehra steht: von links: Bürgermeister Jörg Böse mit seinen beiden Stellvertretern Axel Jordan und Peter Albrecht sowie Jürgen Hüller von der LSW.

Foto: LSW / Privat

Auf dem Schützenplatz in Ehra steht ab sofort eine Ladesäule mit zwei Ladepunkten à 22 Kilowattstunden. Es ist die erste und damit derzeit einzige Ladesäule in der Samtgemeinde Brome. „Wir freuen uns, ein Zeichen für E-Mobilität zu setzen und die öffentliche Ladeinfrastruktur in unserer Gemeinde zu stärken“, wird Bürgermeister Jörg Böse in einer Pressemitteilung der LSW zitiert. Gemeinsam mit seinen beiden Stellvertretern Axel Jordan und Peter Albrecht und Jürgen Hüller, Geschäftsführer der LSW Energie, nahm Böse die Anlage kürzlich in Betrieb.

Zuschuss in Höhe von fast 7.500 Euro entlastet Gemeinde bei der Anschaffung der E-Ladesäule

Den Antrag dazu hatte vor Monaten Peter Albrecht eingebracht, für den sich im Gemeinderat letztlich dank der Förderung des Bundesverkehrsministeriums eine politische Mehrheit fand. So reduzierten sich die Gesamtkosten von 20.000 Euro für die Gemeinde auf rund 13.500 Euro.

Zum Aufladen der E-Fahrzeuge bietet die LSW Energie ihren Kunden LSW AUTOSTROM an. Mit der App Charge+ können Kunden ihr Auto an europaweit mehr als 5.000 Ladepunkten aufladen. Verbunden über ein E-Roaming-Netz erfolgt die Abrechnung über das Kundenkonto bei der LSW. Darüber hinaus kann an den Stationen auch ohne Vertrag über die Kreditkarte, PayPal und vielen weiteren Bezahlsystemen Strom getankt werden, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Gerade für Durchreisende oder Hotelbesucher sei die öffentliche Anlage eine sinnvolle Investition.

Forderung der Gemeinde: A-39-Weiterbau und Ortsumgehung gleichzeitig umsetzen!

Die Gemeinde wird gemeinsam mit den Ratsmitgliedern eine Vorab-Stellungnahme zum Weiterbau der A 39 an die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr verfassen. Ein entsprechender Antrag der CDU fand dafür in der jüngsten Ratssitzung Einmütigkeit. Ziel soll sein, klar zu machen, dass die Gemeinde jegliche konzeptionelle Veränderung zum 7. Bauabschnitt zwischen Ehra und Wolfsburg gegenüber dem Planfeststellungsbeschluss von 2018 kategorisch ablehnt.

Hintergrund ist die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts: In der ersten Planung der Landesbehörde zum Bau des 7. Abschnitts auch eine Ortsumgehung im Zuge der B 248 und L 289 angedacht. Das Gericht befand aber, dass das „die Grenze einer notwendigen Folgemaßnahme überschritten“ hat und dafür ein eigenes Planungskonzept erforderlich wäre (unsere Zeitung berichtete). Aus diesem und anderen Gründen entschied das Bundesverwaltungsgericht daher, dass der Planfeststellungsbeschluss so nicht realisiert werden kann. Seither arbeitet die Straßenbaubehörde an der Überarbeitung der Planung.

Die CDU fürchtet nun, dass bei einem eigenen Planungsverfahren für die Ortsumgehung viel zu viel Zeit verloren geht und erst später realisiert wird. Wird die Ortsumgehung nicht wie ursprünglich vorgesehen zeitgleich mit dem Weiterbau der A 39 fertig, bedeute das einefür den Ort. „Der Verkehr würde dann über die Bromer und die Wittinger Straße rollen“, machte Dirk Fricke klar. Der Rat beschloss auch, den aktuellen Sachstand zur Planung von der Landesbehörde einzuholen.

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