Optimisten brettern unter vollen Segeln über den Tankumsee

Isenbüttel.  Der Wassersportclub Gifhorn richtet für den Nachwuchs ein rasantes Regattawochenende aus.

Stolze Eltern verfolgten vom Ufer des Tankumsee aus die Regatta ihrer Kinder in den kleinsten Segelbooten, den Optimisten. Für viele Nachwuchs-Wassersportler war es das erste Wettrennen.

Stolze Eltern verfolgten vom Ufer des Tankumsee aus die Regatta ihrer Kinder in den kleinsten Segelbooten, den Optimisten. Für viele Nachwuchs-Wassersportler war es das erste Wettrennen.

Foto: Christian Franz

Warmer Wind, flirrendes Licht, plätscherndes Wasser – aufgeregte Seebärchen. Für viele der 22 Mädchen und Jungen in den wendigen Segeljollen war es am Samstag die Regatta-Premiere ihres Lebens. Der Wassersportclub Gifhorn (WSCG) richtete für die Sieben- bis Zwölfjährigen den Gifhorner Sailing Cup am Tankumsee aus. Die Punkte zählten für die Rangliste und die Süd-Niedersachsen-Meisterschaft. Bürgermeister Matthias Nerlich als Schirmherr sollte den Pokal an den Gesamtsieger übergeben.

Der wurde unter strikten Regeln ermittelt, wie Judith von Geyr als Optimisten-Obfrau erläuterte: Drei Läufe am Samstag, bei anhaltend gutem Wind zwei weitere am Sonntag. Die Platzierungen werden als Punkte notiert, die niedrigste Punktzahl bringt den Gesamtsieg.

In den Nussschalen sind schon vier bis fünf Knoten durchaus rasant.

Die einzelnen Läufe startete Wettkampfleiter Philipp Dörges aus Lübeck vom Start-Ziel-Schiff mitten auf dem See aus. Viele Eltern und Freunde verfolgten die Szenerie am Ufer und kommentierten den Rennverlauf. Drehende Winde über der Wasseroberfläche forderten den Segelnachwuchs in den 2,30 Meter Langen Nussschalen heraus. Im ersten Lauf am Samstag galt es beherzt im Gegenwind zu kreuzen, um erst mal zur gelben Wendeboje zu kommen. Und dann volle Fahrt voraus retour! Vier bis fünf Knoten bringt der Wind schon bei Stärke eins bis zwei. Das kann durchaus rasant werden.

Wer früh ins Boot steigt, kann die ältere Konkurrenz locker abhängen.

Der Clou: Egal ob Privat- oder Vereinsboot, die Hardware ist immer gleich mit 3,5 Quadratmetern Segelfläche. Entscheidend ist das seglerische Können nach mindestens einjährigem Lernen, bestandenem Jüngstenschein – und Freischwimmer, falls es doch mal zur Havarie komme sollte. Von Geyr: „Wer früh einsteigt, kann der älteren Konkurrenz durchaus davonsegeln.“

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder