AWO Gifhorn hilft Schuldnern und Kranken erfolgreich

Gifhorn.  Der Kreisvorsitzende Michael Walter wird im Amt bestätigt. Er bedauert das Aus für die Hausaufgabenhilfe.

Michael Walter ist für vier Jahre als Kreisvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt Gifhorn wiedergewählt worden.

Michael Walter ist für vier Jahre als Kreisvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt Gifhorn wiedergewählt worden.

Foto: Christian Franz

Schuldnerberatung mit Prävention bereits in den Schulen, Selbsthilfe für Suchtgefährdete und chronisch Kranke sowie die Vermittlung von Mutter-Vater-Kind-Kuren sind die sozialen Arbeitsschwerpunkte der Arbeiterwohlfahrt im Kreis Gifhorn. Der wiedergewählte Vorsitzende Michael Walter zog während der Kreiskonferenz eine positive Bilanz. 2019 seien allein 849 Ratsuchende in Verschuldungsfragen beraten, jeder Vierte von ihnen längerfristig betreut worden: „Oft sind es Singles oder Alleinerziehende.“ Die Zahl der Selbsthilfegruppen im Kreis sei von 42 auf 62 angewachsen. Kuranträge seien für 90 Familien gestellt worden, so Walter.

Die Zahl der Mitglieder blieb mit 172 konstant, der Rückgang früherer Jahre wurde gestoppt – und das ungeachtet teilweise belastender Berichte aus anderen Gliederungen der AWO über Wirtschaftskriminalität und missbräuchlicher Verwendung von Fördergeldern.

Sprachferien buchten Eltern im Internet statt günstig bei der Awo

Bedauern äußerte Walter darüber, dass die AWO die erfolgreiche Hausaufgabenhilfe für zuletzt fast 300 Kinder an Gifhorner Schulen nach einer Entscheidung der Landesschulbehörde 2018 aufgeben musste. Das preiswerte Angebot an Sprachferien habe man eingestellt, nachdem sich Familien eher privaten Vermittlern über das Internet zugewandt hätten, so Walter. Der höhere Preis dort spiele anscheinend keine Rolle.

Bei den Wahlen wurden Vorsitzender Walter und Stellvertreterin Hanna Luise Heers in den Ämtern bestätigt. Beisitzerinnen sind Alexandra Grebe, Christine Lüdde und Irmgard Wöhler.

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