Gifhorns Bauern stehen vor Richtungsentscheidung

Gifhorn.  Bei der Landvolk-Kreisversammlung stellten sich grundsätzliche Fragen. Hat die Gesellschaft ein falsches Bild der Landwirtschaft?

Der geschäftsführende  Landvolk-Vorstand mit Heinrich Otte, Harald Höper, Joachim Zeidler und Henning Buhr wurde bestätigt. Bei der Kreisversammlung sprachen Geschäftsführer Klaus-Dieter Böse und als Gastredner der stellvertretende niedersächsische Landvolk-Vorsitzende Dr. Holger Hennies.

Der geschäftsführende Landvolk-Vorstand mit Heinrich Otte, Harald Höper, Joachim Zeidler und Henning Buhr wurde bestätigt. Bei der Kreisversammlung sprachen Geschäftsführer Klaus-Dieter Böse und als Gastredner der stellvertretende niedersächsische Landvolk-Vorsitzende Dr. Holger Hennies.

Foto: Privat

„In eine ungewisse Zukunft bewegen sich zurzeit die landwirtschaftlichen Betriebe. Dies ist auch bei den Betrieben in unserem Kreisverband zu spüren“, das bilanziert Joachim Zeidler, der Vorsitzende des Landvolk-Kreisverbandes Gifhorn-Wolfsburg. Angesichts der wirtschaftlichen und agrarpolitischen Entwicklungen stellten sich viele bäuerliche Familien eine Reihe grundsätzlicher Fragen. Der Ausrichtung des Betriebes komme hinsichtlich ständig neuer Forderungen aus Politik und Gesellschaft eine zentrale Rolle zu.

Auf der Kreisverbandsversammlung des Landvolk-Kreisverbandes Gifhorn-Wolfsburg in Emmen zogen Zeidler und Geschäftsführer Klaus-Dieter Böse daher eine durchwachsene Bilanz. „Im Frühjahr wurde die Landwirtschaft noch als systemrelevant eingestuft. In der Gesellschaft wurde man gelobt, denn die Regale waren bis auf Toilettenpapier, Nudeln und Hefe immer gefüllt. Kaum ein halbes Jahr später ist in der Gesellschaft und Politik von der Anerkennung nichts mehr zu spüren,“ fasste Zeidler zusammen.

Landwirte stoßen sich an der Düngeverordnung.

Er kritisierte dabei, wie die Medien und Teile der Gesellschaft mit der Landwirtschaft umgehen. Zeidler forderte, die Wettbewerbsverzerrungen im Binnenmarkt zu beenden. Freiwillige Umweltleistungen der Landwirte müssen gestärkt werden. Zudem müsse die Düngeverordnung dem jetzigen Stand der Wissenschaft angepasst werden.

Geschäftsführer Klaus-Dieter Böse stellte in seinem Bericht die Leistungen des Verbandes, die Mitarbeiterstruktur und Mitgliederbewegung vor und ging zudem auf die Ausweisung der roten Gebiete ein.

Funktioniert der niedersächsische Weg für den Artenschutz?

Als Gastredner war der stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes des Landvolks, Dr. Holger Hennies. zu Gast. „Der niedersächsische Weg ermöglicht es Landwirtinnen und Landwirten, noch mehr für den Umweltschutz zu tun, weil Politik, Umweltschutz und Landwirtschaft hier an einem Strang ziehen. Im Gegensatz zum Volksbegehren Artenvielfalt erarbeitet die Landwirtschaft gemeinsam mit Politik und Umweltschutz Gesetzesvorschläge, die direkt in den Landtag eingebracht werden,“ so Hennies.

Der geschäftsführende Vorstand um Joachim Zeidler, Harald Höper, Heinrich Otte und Henning Buhr wurde im Amt für drei weitere Jahre bestätigt. Theodor Eggers (Bezirk Papenteich/Isenbüttel) und Henning Buhr (Bezirk Hankensbüttel) wurden als Bezirksvorsitzende wiedergewählt, für Detlef Dehning (Bezirk Steinhorst) wurde Peer-Simon Maaß und für Wilhelm Ziegenbein (Bezirk Boldecker Land) wurde Hans-Joachim Schulz neu gewählt.

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