Stadt Gifhorn und Diakonie wollen 20 Moria-Flüchtlinge aufnehmen

Gifhorn.  Nach dem verheerenden Brand auf der griechischen Halbinsel Lesbos, der Tausende obdachlos machte, wollen sie ein Zeichen der Nächstenliebe setzen.

Ein Mädchen zieht auf einer Straße eine Kiste Wasserflaschen. Die griechische Polizei brachte am 17.09.2020 Hunderte von Migranten in das von der Armee errichtetes Lager, nachdem ein Feuer die bisherige Einrichtung zerstört und sie tagelang obdachlos gemacht hat.

Ein Mädchen zieht auf einer Straße eine Kiste Wasserflaschen. Die griechische Polizei brachte am 17.09.2020 Hunderte von Migranten in das von der Armee errichtetes Lager, nachdem ein Feuer die bisherige Einrichtung zerstört und sie tagelang obdachlos gemacht hat.

Foto: Petros Giannakouris / dpa

Die katastrophalen Zustände und der verheerende Brand im griechischen Flüchtlingslager Moria gehen derzeit um die Welt, tausende Flüchtlinge haben ihre Unterkunft verloren, darunter auch Corona-Infizierte. Die Stadt Gifhorn und die Diakonie Kästorf wollen 20 Menschen von der griechischen Halbinsel Lesbos aufnehmen und ihnen ein neues Zuhause geben, wie sie in einer Pressemitteilung von Freitag erklären.

Große Koalition im Stadtrat: insgesamt rund 1700 Flüchtlinge von griechischen Inseln aufnehmen

Es sei Bürgermeister Matthias Nerlich zufolge eine christliche Verantwortung, schnell und unkompliziert zu helfen. Jens Rannenberg, Vorstand der Dachstiftung Diakonie, ergänzt: „Unser Leitbild wird von dem Auftrag bestimmt, Nächstenliebe zu leben. Daher ist es für uns selbstverständlich, die Plätze zur Verfügung zu stellen.“

Schon am Dienstag hatte sich die Große Koalition darauf geeinigt, insgesamt 1703 Flüchtlinge von den griechischen Inseln in Deutschland aufzunehmen. Die Dachstiftung Diakonie hofft, dass diese Anzahl noch weiter steigen wird.

Mehr als 12.000 Flüchtlinge lebten zuletzt in dem völlig überfüllten Lager, das eigentlich nur für rund 3000 Menschen errichtet worden war. Nach dem Brand harren Tausende ohne Obdach, sanitäre Einrichtungen und medizinische Versorgung aus.

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