Osloß verschiebt Bushaltestellen-Umbau notgedrungen auf 2021

Osloß.  Die Gemeinde hatte gehofft, die Barrierefreiheit in einem Rutsch mit dem Umbau der B 188 machen zu können – vergeblich. Nun soll es 2021 klappen.

Der Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Osloß tagte am Donnerstag.

Der Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Osloß tagte am Donnerstag.

Foto: Daniela König

Dass der Regionalverband Braunschweig der Gemeinde Osloß per zugeschickter Vereinbarung vorgibt, den zweiten Abschnitt des Baugebietes „Über dem Scharrbusch“ erst zehn Jahre nach dem ersten angehen zu dürfen, missfällt der Verwaltung. Deshalb will Bürgermeister Axel Passeier noch einmal das Gespräch mit der Behörde suchen, um eine frühere Umsetzung zu erwirken. Zum aktuellen Stand berichtete Passeier am Donnerstag um Bau- und Umweltausschuss weiter, dass für die Umwandlung des Waldes für die untere Zufahrt noch ein Termin mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises ausstehe und Entwässerungsfragen zu klären seien. Erst wenn dann der unterschriebene Erschließungsvertrag des Investors vorliege, werde der Rat den Satzungsbeschluss fällen.

Verschiebung der B-188-Sanierung seitens des Landkreises bringt Osloß vor schwierige Entscheidung

Den barrierefreien Umbau des Bushaltestellen vertagt die Gemeinde notgedrungen auf nächstes Jahr. Ursprünglich war Osloß davon ausgegangen, dass der Landkreis die Sanierung der B 188 in diesem Jahr in Angriff nimmt. Im selben Zuge wollte die Verwaltung die Bushaltestellen mit Kasseler Borden ausstatten, Fördergelder waren bereits bewilligt worden, alles war startklar. Doch dann sah der Kreis die Sanierung der Ortsdurchfahrt in Isenbüttel als dringender an, Osloß wurde verschoben.

Nun stand die Gemeinde im Boldecker Land vor der Wahl: Bushaltestellen trotzdem schon umbauen oder auf 2021 verschieben, wenn die Straße zwecks B-188-Sanierung dann endlich – so die große Hoffnung – eh bearbeitet wird? Doch bekommt die Gemeinde die Zuschüsse auch dann wieder ohne Weiteres bewilligt? „Wenn wir beides aus einem Guss haben wollen, bleibt uns keine andere Wahl“, sagt Passeier zu der Entscheidung, den Förderantrag, für den es bereits die Fördergeldzusage gab, zurückzuziehen und einen neuen zu stellen.

Östlicher Mühlenweg: teils Wohnbebauung, teils Befestigung der restlichen Strecke?

Wird sich am östlichen Teil des Mühlenweges das leidige Problem mit dem Staub reduzieren lassen? Der belästigt nämlich derzeit die Anwohner, wenn Autos trotz des Durchfahrtsverbots ab dem Hof Dürkop den Wirtschaftsweg entlang fahren, um dem Stau auf der B 188 zu entgehen. Eine Möglichkeit hat ein Investor der Gemeinde unterbreitet. Ihm schwebt vor, die nördliche Seite mit zwei Doppelhaushälften mit je 420 Quadratmetern Grundstücksfläche und einem Einzelhaus samt Pferdestall und Winterwiese zu bebauen und die restliche Strecke bis zum Bokensdorfer Weg mit einer Fahrspur zu befestigen. Der Bauausschuss steht dem grundsätzlich positiv gegenüber, empfahl daher einstimmig, einen Planer prüfen zu lassen, ob die Bebauung an dieser Stelle realisierbar ist. An weiteren Maßnahmen wie Heckenbepflanzung bleibe die Gemeinde laut Passeier aber parallel dazu weiter dran.

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