Osloßer Rat nimmt Straßen, Gehwege und Gossen unter die Lupe

Osloß.  Die Kommunalpolitiker machen bei einer Ortsbegehung eine Bestandsaufnahme. Das Thema Entsiegelung wird mit Blick auf Starkregen immer wichtiger.

Osloßer Ratsmitglieder schauten sich am Sonntag bei einer Ortsbegehung den Zustand der Straßen, Gehwege und Gossen an.

Osloßer Ratsmitglieder schauten sich am Sonntag bei einer Ortsbegehung den Zustand der Straßen, Gehwege und Gossen an.

Foto: Daniela König

Wo gibt es Risse auf den Straßen, wo Absackungen auf den Gehwegen? Welche Schäden hat der Starkregen Mitte Juni in Osloß hinterlassen? Und wo müssten Grundstückseigentümer mal wieder das Unkraut zupfen?

Wie es um die Straßen, Gehwege und Gossen in der Gemeinde bestellt ist, davon machte sich Bürgermeister Axel Passeier gemeinsam mit den Ratsmitgliedern Melanie Jung, Andrea Sammann, Klaus Dumschat, Timo von der Ohe, Sven Pörksen, Michael Schoke, Nils Dieckmann und Manuela Tappenbeck ein eigenes Bild im Rahmen einer Ortsbegehung. Treffpunkt war das Dorfgemeinschaftshaus. Von dort aus teilten sich die Mitglieder in drei Gruppen auf, schauten sich im Osten, Westen und an der Hauptstraße in Richtung Süden um.

Viele Absackungen auf den Gehwegen, Regenwassereinläufe nicht ausreichend gereinigt

Passeier zufolge sei die Gemeinde in den letzten Wochen verstärkt von Bürgern auf die Zustände angesprochen worden. „Man merkt, dass die Leute Zuhause im Home-Office sind und mehr darauf achten, wie es um sie herum aussieht.“

Vor dem Hintergrund des Unwetters am 13. Juni, das diverse Keller unter Wasser gesetzt und Wassermassen im Süden über die B 188 gespült hat, waren auch die Regenwassereinläufe, Versickerungsmulden und Gossen im Fokus der ehrenamtlichen Politiker. „Einigen Anliegern war gar nicht klar, dass die Reinigung der Regenwassereinläufe auch zu ihren Pflichten zählt“, meint Passeier. Wo den Ratsmitgliedern Unkraut an den Gehwegen auffiel oder andere Aufgaben von den Grundstückseigentümern nicht umgesetzt waren, verteilten sie ein Blatt mit der Straßenreinigungssatzung in den Briefkästen.

Starke Risse im oberen Bereich der Weststraße: Deckschichterneuerung notwendig

Bei dem Rundgang fiel ihnen die Weststraße auf, die im oberen Bereich deutliche Risse aufweist. „Da müssen wir was am Belag tun!“, so Passeier. Ein Termin mit einem Fachplaner für eine Deckschichterneuerung sei ratsam. Auch an den Fußwegen gebe es noch viel zu tun – genau wie bei den gemeindeeigenen Liegenschaften. Was den Zustand der Spielplätze oder die Reinigung der Gossen angeht, sei noch Luft nach oben, bilanziert der Bürgermeister.

„Was ganz klar ist: Wir müssen das Thema Entsiegelung angehen, um beim nächsten Starkregen die Folgen besser abpuffern zu können.“ Der Rat müsse schauen, wo Flächen entsiegelt werden können und Pflanzungen sinnvoll sind.

Weil der Rat wegen der vielen Gespräche mit Anliegern nicht alle Routen geschafft habe, will er sich nochmal treffen.

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