Gifhorner Klinikum hat zusätzliche Isolierstation eingerichtet

Gifhorn.  18 Beatmungsgeräte stehen in Gifhorn für Covid-19-Patienten zur Verfügung – Pläne für Behelfskrankenhaus gibt es nach Helios-Angaben nicht.

Besucher dürfen das Gifhorner Helios Klinikum seit 14. März nicht mehr betreten.

Besucher dürfen das Gifhorner Helios Klinikum seit 14. März nicht mehr betreten.

Foto: Reiner Silberstein / BZV

Das Helios Klinikum Gifhorn hat angesichts der Corona-Pandemie eine zusätzliche Isolierstation für Covid-19 Patienten geschaffen. Wie Lisa Altenbeck, Referentin für Unternehmenskommunikation, am Dienstag erklärte, stünden auf der Isolierstation 12 Betten zur Verfügung.

„Wir bereiten uns bestmöglich auf die weiteren zu erwartenden Fälle vor. Das bedeutet auch, dass wir Intensivkapazitäten frei halten, um die bestmögliche Behandlung vorauszusetzen“, erläuterte Altenbeck. Derzeit werden im Gifhorner Klinikum drei Corona-Patienten versorgt.

14 Intensivbetten und 12 Beatmungsgeräte

Das Klinikum verfügt über 14 Intensivbetten mit 12 Beatmungsgeräten. „Maßnahmen zur Erhöhung dieser Kapazität wurden bereits getroffen. Dadurch stehen uns bei Bedarf bis zu sechs weitere Beatmungsplätze zu Verfügung“, so die Unternehmenssprecherin. Medizinische Eingriffe, die zum aktuellen Zeitpunkt nicht zwingend erforderlich sind, werden verschoben. So gebe es mehr Kapazitäten auch im Bereich der normalen Betten.

Die Helios Klinik in Wittingen hat bisher keinen Patienten mit einer Corona-Infektion aufgenommen. Altenbeck dazu: „Wir halten in Wittingen keine Intensivmedizin vor. Wir arbeiten eng mit den Helios Kliniken in Gifhorn und Uelzen zusammen und können Patienten im Bedarfsfall verlegen.“

Alle Infos zu Corona in Gifhorn gibt es hier.

Klinikum schult für Ernstfall

Bereits vergangenen Woche hatte die Helios-Sprecherin erklärt, dass das Klinikum Mitarbeiter gezielt auf den Ernstfall schule, so dass auch aus anderen Abteilungen Personal akquiriert werden könne.

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Pläne für ein zusätzliches Behelfskrankenhaus gibt es momentan nicht. Dazu erklärt der Landkreis Gifhorn: „Unser gemeinsames Ziel ist es, im Bedarfsfall rasch und gut vorbereitet auf die Lage reagieren zu können.“ Die Kreisverwaltung befinde sich in regelmäßigem Austausch mit der ärztlichen, pflegerischen und kaufmännischen Leitung der Helios Kliniken in Gifhorn und Wittingen, um die notwendigen Schritte zur Sicherstellung der stationären medizinischen Versorgung im Landkreis Gifhorn abzustimmen.

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