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Corona-Lage in Gifhorn: Alle Fakten auf einen Blick

Lesedauer: 18 Minuten
Gifhorns Geschäfte dürfen zurzeit mit Terminvereinbarungen öffnen. 

Gifhorns Geschäfte dürfen zurzeit mit Terminvereinbarungen öffnen. 

Foto: Reiner Silberstein

Gifhorn.  Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Gifhorn liegt bei 109,9. Die Zahl der bisher Infizierten beträgt 5.679. (Stand: 9. Mai) Mehr lesen Sie hier.

Neue Informationen, neue Lagen, alles ist anders – das Coronavirus hat unser Leben fest im Griff. Hier eine Übersicht der wichtigen Informationen aus Stadt und Kreis Gifhorn – Stand 9. Mai 2021:

Anzahl der durchgeführten Tests: 22.794 (+ 0)

Anzahl der positiv getesteten Personen im Landkreis Gifhorn: : 5.679 (+ 22)

An Covid-19 Verstorbene: 180 (+ 0)

Anzahl der Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen: 194 (- 6)

Maßgebliche 7-Tage-Inzidenz des Nds. Gesundheitsamtes: 109,9 (- 3,4)

Anzahl der der nachgewiesenen Corona-Mutation: 865 (+ 70 innerhalb einer Woche, Stand 6. Mai)

Anzahl der durchgeführten Corona-Schutzimpfungen: 49.364 (+ 5430) (Stand 6. Mai)

In Klammern zum Vergleich die Veränderung zum zuletzt gemeldeten Wert.

In den einzelnen Kommen des Landkreises sieht die Corona-Lage so aus (Stand 6. Mai):

•Stadt Gifhorn: 100

•Stadt Wittingen: 17

•Gemeinde Sassenburg: 20

•Samtgemeinde Boldecker Land: 23

•Samtgemeinde Brome: 34

•Samtgemeinde Hankensbüttel: 2

•Samtgemeinde Isenbüttel: 20

•Samtgemeinde Meinersen: 28

•Samtgemeinde Papenteich: 28

•Samtgemeinde Wesendorf: 31

•Gesamt: 303

Diese Maßnahmen gelten im Landkreis Gifhorn ab Montag, 10. Mai:

Kontaktbeschränkungen

Sowohl in der Öffentlichkeit also auch im privaten Rahmen sind Treffen mit Personen des eigenen Haushaltes und zwei haushaltsfremden Person erlaubt. Zugehörige Kinder bis einschließlich 14 Jahren und Betreuungskräfte von Personen mit Behinderungen werden nicht mit eingerechnet. Nicht zusammenlebende Paare gelten als ein Haushalt. Geimpfte und Genesene zählen ebenfalls nicht dazu.

Nachweis über negativen Corona-Test

Grundsätzlich sind die Öffnungsschritte damit verbunden, dass jede Person vor dem Zutritt einen Nachweis darüber erbringen muss, dass sie nicht mit dem Corona-Virus infiziert ist, geimpft ist oder bereits eine Corona-Infektion durchgemacht hat.

Landrat Dr. Andreas Ebel erklärt: „Jetzt bewährt sich, dass wir vorausschauend in jeder Gebietseinheit im Landkreis Gifhorn mindestens ein Schnelltestzentrum eingerichtet haben. So haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, in ihrer Nähe einen Schnelltest zu machen, um dann lokal einkaufen gehen zu können.“

Alternativ gilt auch der Nachweis über die vollständig abgeschlossene Schutzimpfung gegen das Corona-Virus. 15 Tage nach Erhalt der letzten Impfdosis gilt die Impfbescheinigung als Zutrittsberechtigung.

Zudem gelten Personen als genesen, wenn eine Infektion mit dem Coronavirus vor mindestens 28 Tagen und maximal sechs Monaten durchgemacht wurde. Diese Personen können mit einem Nachweis über einen positiven PCR-Test während dieser Zeit alle geöffneten Einrichtungen besuchen. Es ist geplant, dass das Gesundheitsamt diese Bescheinigung ausstellt. Allerdings fehlt dafür noch eine einheitliche Vorgabe seitens des Landes, aufgrund derer die Nachweise ausgestellt werden können. Dies soll in der folgenden Woche möglich sein. Bis dahin bittet das Gifhorner Gesundheitsamt darum, von Anrufen abzusehen.

Sport

Sport soll auch drinnen, beispielsweise in Fitnessstudios oder Kletterhallen, für Erwachsene wieder möglich sein. Die Betreiber müssen dafür entsprechende Hygienekonzepte vorhalten und Duschen sowie Umkleiden bleiben geschlossen. Es bleibt bei den Kontaktbeschränkungen, die im privaten Rahmen gelten.

Sport im Freien auf Sportanlagen ist weiterhin möglich. Duschen und Umkleiden bleiben auch hier geschlossen. Bei Gruppen von Kindern und Jugendlichen bis einschließlich 17 Jahre ist die Gruppengröße auf maximal 30 Personen begrenzt. Bei sonstigen kontaktfreien Sportangeboten für Erwachsene müssen mindestens zwei Meter Abstand zwischen jedem Teilnehmer oder 10 Quadratmeter pro Person möglich sein. Vorab müssen volljährige Personen sowie alle Betreuer und Trainer einen negativen Corona-Test vorweisen.

Schwimmbäder bleiben für die private Nutzung vorerst geschlossen. Jedoch werden Gruppenangebote wieder möglich. Schwimmkurse oder Reha-Kurse können in Abhängigkeit vom Hygienekonzept mit bis zu 20 Personen durchgeführt werden.

Einzelhandel

Gute Nachrichten gibt es für den Einzelhandel. Diese Geschäfte dürfen öffnen. Die Kundinnen und Kunden müssen vor dem Betreten des Geschäftes einen Nachweis über einen negativen Corona-Schnelltest erbringen. Eine Ausnahme bilden hier die Geschäfte, die die Grundversorgung sicherstellen. Hierfür ist kein negativer Test notwendig.

Körpernahe Dienstleistungen können ebenfalls wahrgenommen werden. Sofern die medizinische Mund-Nasen-Bedeckung nicht durchgängig getragen werden kann, muss vorab ein negativer Coronatest vorliegen. Auch Solarien dürfen mit negativen Coronatest genutzt werden. Saunen bleiben jedoch geschlossen.

Neu regelt die Niedersächsische Corona-Verordnung auch, dass Gastronomiebetriebe mit Speiseangebot ihren Betrieb draußen wieder starten dürfen. Voraussetzung für den Betrieb ist ein Hygienekonzept, das insbesondere die Abstände zwischen den Gästen regelt. Generell regelt die Verordnung, dass ab 23 Uhr bis 6 Uhr alle Gastronomiebetriebe schließen müssen.

Freizeit und Tourismus

Einen Lichtblick gibt die neue Corona-Verordnung auch für den Tourismus. Hotels, Jugendherbergen, Wohnmobilstell-, Campingplätze, Bootsliegeplätze sowie Ferienwohnungen und –häuser können bis zu 60 Prozent der Gesamtkapazität wieder belegt werden. Zwischen der Abreise und der nächsten Wiederbelegung von Ferienwohnungen und –häusern muss ein Tag liegen. Genutzt werden darf das touristische Angebot nur von Personen, die ihren Wohnsitz in Niedersachsen haben. Zudem muss jeder Gast vor der Anreise einen negativen Coronatest vorweisen und diesen mindestens zwei Mal wöchentlich, auf Campingplätzen und in Hotels täglich, während des Aufenthaltes erneuern. Auch touristische Bus- Schiff- und Kutschfahrten dürfen mit einer 50 prozentigen Belegung in offenen Fahrzeugen wieder unternommen werden, sofern jeder Teilnehmer eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung trägt und einen negativen Schnelltest vorweisen kann.

Museen, Galerien, Gedenkstätten, Zoos und Tierparks, sowie sonstige touristische und kulturelle Einrichtungen wie Freizeitparks dürfen bei einer 50 prozentigen Auslastung ebenfalls öffnen. Vorrausetzung für die Besucherinnen und Besucher ist auch hierbei der negative Schnelltest. Der Betreiber kann in seinem Hygienekonzept das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Außenbereich vorschreiben. Die Außengastronomie in diesen Einrichtungen darf öffnen.

Zudem lässt die neue Corona-Verordnung Kinos, Theater, Opern und sonstige sitzende Veranstaltungen mit bis zu 250 Personen unter freiem Himmel wieder zu, sofern die Veranstaltung nicht auf verbale Interaktion oder Kommunikation der Besucherinnen und Besucher gerichtet ist. Der negative Corona-Test ist Pflicht, um die Veranstaltung besuchen zu dürfen.

Kindertagesbetreuung und Schulen

Das Land Niedersachsen hat den Inzidenzschwellenwert für verschärftere Maßnahmen im Bereich Kindertagesstätten und Schulen auf 165 angehoben und verfährt somit analog der Bundesnotbremse. Entsprechend folgen mit der Überschreitung der 100er Inzidenz keine Verschärfungen für den Landkreis Gifhorn. Die Kindertagesstätten bleiben weiterhin im eingeschränkten Betrieb und die Schulen im Szenario B (Wechselunterricht).

Das gilt in Schulen:

Unterricht findet in getrennten Lerngruppen statt

Max. 16 Personen pro Lerngruppe

Testpflicht für anwesende Schülerinnen und Schüler (2x pro Woche)

Präsenzbefreiung für Schülerinnen und Schüler auf Antrag

Keine Nachmittagsangebote an offenen Ganztagsschulen

Mittagessen ist unter der Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln grundsätzlich möglich.

Außerhalb der Unterrichtsräume ist in gekennzeichneten Bereichen eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) zu tragen.

Im Unterricht/Klassenraum gilt eine MNB-Pflicht

Ausnahme: Jahrgänge 1 - 4, sofern ein Sitzplatz eingenommen ist

Das gilt in Kitas:

Eingeschränkter Betrieb mit verschärften Hygieneanforderungen

Betreuungsangebot für alle Kinder

Neuaufnahme ist zulässig

Betreuung findet in Gruppen statt (wie vor der Pandemie)

Kein gruppenübergreifender Früh- und Spätdienst

Beschäftigte müssen untereinander Abstand halten und MNB tragen

(Teil-)offene Gruppenkonzepte sind nicht erlaubt

Gruppen bekommen feste Räumlichkeiten zugewiesen

Gruppenübergreifende Räume und Außengelände dürfen nur von einer Gruppe gleichzeitig genutzt werden.

Ausnahme für das Außengelände, wenn dieses groß genug und räumlich abgrenzbar ist.

Mögliche Änderungen:

Änderungen in Hinblick auf die Corona-Verordnung beziehungsweise das Einsetzen der Bundesnotbremse ergeben sich erst, wenn die 7-Tage-Inzidenz des Landkreises Gifhorn laut RKI an drei aufeinanderfolgenden Tagen (inkl. Sonn- und Feiertage) über 100 liegt. Dann würde am übernächsten Tag automatisch die Bundesnotbremse in Kraft treten. Darüber informiert der Landkreis Gifhorn zu gegebenem Anlass. Da der Landkreis Gifhorn bereits am heutigen Sonntag, 9. Mai 2021, am zweiten Tag in Folge die 100-er Marke überschritten hat, kann es sein, dass die beschriebenen Öffnungen nur für wenige Tage gültig bleiben.

Der Landkreis Gifhorn veröffentlicht auf seiner Homepage zu den Gewerbebereichen sowie für Schule, Kita und Sport Merkblätter mit allen wesentlichen Informationen. Diese sind über folgenden Link abrufbar: https://www.gifhorn.de/der-landkreis/presseportal/coronavirus-aktuelle-informationen/

Verordnungen und nützliche Links

Hier finden Sie die neue Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen, die auch für den Landkreis Gifhorn gilt.

Aufhebung der Allgemeinverfügung des Landkreises Gifhorn zum Betrieb von Großtagespflegestellen, Kindertageseinrichtungen, Kinderhorten und Schulen zum 29.04.2021

Aufhebung der Allgemeinverfügungen des Landkreises Gifhorn zur Ausgangssperre und zur Bekämpfung und Eindämmung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus

Allgemeinverfügung (Aufhebung Hochinzidenzkommune)

FAQs

Übersicht Schnelltestzentren im Landkreis Gifhorn

Übersicht der Apotheken im Landkreis Gifhorn, die kostenlose Schnelltests anbieten

Übersicht der Ärzte im Landkreis Gifhorn, die kostenlose Schnelltests anbieten

Alle Schnelltestmöglichkeiten im Landkreis von unserer Zeitung zusammengefasst

Unterschiedliche Testmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger

Nutzung der Apps LUCA und PassGo

Alles rund um die Corona-Impfung im Landkreis Gifhorn

Auswirkungen des Bundesinfektionsschutzgesetzes

Die Veränderung des Bundesinfektionsschutzgesetzes, die am Samstag, 24. April, in Kraft trat, hat Auswirkungen auf den Landkreis Gifhorn. Wesentliche Neuerung ist die sogenannte „Bundesnotbremse“. Künftig wird es bundesweit einheitliche Regelungen geben, sobald die 7-Tage-Inzidenz an einem Dreitagesabschnitt über dem Wert von 100 liegt. Liegt die 7-Tage-Inzidenz unter dem Wert von 100, gilt weiterhin die Corona-Verordnung des jeweiligen Bundeslandes.

Nach derzeitigem Stand ist es im Landkreis Gifhorn wieder möglich, dass sich ein Haushalt mit zwei weiteren Personen eines gemeinsamen Haushaltes trifft. Darüber hinaus dürften alle Einzelhändler im Landkreis Gifhorn mit dem Click&Meet-Konzept wieder öffnen. Diese Regelung gilt so lange, bis die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen wieder über dem Wert von 150 liegt. Sobald die Inzidenz im Landkreis Gifhorn an drei Tagen wieder über 100 liegt, ist es erforderlich, dass ein negativer Schnelltest beim Betreten des Geschäftes nachgewiesen wird.

Corona-Impfungen: Wo bekomme ich einen Termin zur Impfung gegen COVID-19?

Die Termine für eine Impfung vergibt das Land Niedersachsen selbst und nicht der Landkreis Gifhorn. Termine für das Impfzentrum können ausschließlich über die Hotline oder das Impfportal des Landes Niedersachsen gebucht werden. Terminvereinbarungen sind möglich über: 0800 99 88 665 oder www.impfportal-niedersachsen.de

FAQ’s für Niedersachsen

Das Land Niedersachsen fasst häufig gestellte Fragen rund um die Entwicklung und Auswirkung des Corona-Virus zusammen und aktualisiert regelmäßig die Antworten. Hier können Sie selbst schauen, was aktuell gilt und empfohlen wird: https://www.niedersachsen.de.

Corona-Hotlines

Bürgertelefon für allgemeine Fragen zur Allgemeinverfügung und deren Auswirkungen: 0800/8282444. Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 12 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 16 Uhr.

Zentrale Rufnummer für konkrete Infektionsfälle und den Pflegebereich: 0800/8282555. Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 12 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 16 Uhr.

Fragen zur Corona-Schutzimpfung und zu den Impfzentren über Hotline des Landes: 0800/9988665

Allgemeine Fragen zur Corona-Verordnung und den geltenden Regelungen: corona@gifhorn.de

Allgemeine Fragen rund um Corona-Infektionen in dem Bereich Pflege: Telefon: 05371 82-701; -702 oder gesundheitsamt@gifhorn.de

Fragen zum Thema Schule und Sport: Telefon: 05371 82-421, schuleundsport@gifhorn.de

Fragen zum Thema Kita: Telefon: 05371 82-578 oder notbetreuung@gifhorn.de

Fragen zum Bereich Einzelhandel, Gastronomie, Beherbergung, körpernahe Dienstleistungen und Spielhallen: Telefon: 05371 82-255; -321 oder gewerbeangelegenheiten@gifhorn.de

Fragen von Reiserückkehrern: Telefon: 05371-828750 und 05371-828730, reiserueckehrer@gifhorn.de

Jeweils montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 12 Uhr.

Landkreis sucht Impfpaten

Das Onlineverfahren zur Terminvereinbarung ist nicht leicht zu verstehen. Die Impfhotline des Landes ist gut ausgelastet und dennoch müssen in kürzester Zeit zahlreiche Impftermine vereinbart werden, um erfolgreich gegen das Coronavirus angehen zu können. Um die Zielgruppen bei der Vereinbarung der Termine zu unterstützen, wird nun das Angebot sogenannter Impfpaten im Landkreis Gifhorn ins Leben gerufen.

Dafür werden dringend freiwillige Helferinnen und Helfer gesucht, die unterstützen möchten und können. Wer Interesse hat, kann sich ab sofort im Freiwilligenzentrum für den Nord- und Südkreis telefonisch unter 0151 46686975 oder per E-Mail an freiwilligenzentrum@dachstiftung-diakonie.de melden.

Die Büros der Freiwilligenzentren sind zu folgenden Zeiten besetzt:

Wittingen: Dienstag: 09.00 Uhr bis 12:00 Uhr, Mittwoch: 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Gifhorn: Mittwoch: 09:00 Uhr bis 13:00 Uhr, Donnerstag: 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Kommen Sie aus einem Risikogebiet und wollen in den Landkreis Gifhorn einreisen?

Personen, die auf dem Land-, See- oder Luftweg aus dem Ausland nach Niedersachsen einreisen und sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 14 Tagen vor ihrer Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, sind verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Wohnung, an den Ort des gewöhnlichen Aufenthalts oder in eine andere geeignete Unterkunft zu begeben und sich für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Einreise ständig dort abzusondern. Ein- und Rückreisende, die sich in Risikogebieten aufgehalten haben und in den Landkreis Gifhorn einreisen, haben sich beim zuständigen Gesundheitsamt zu melden.

Der Landkreis Gifhorn hat dafür ein Formular eingestellt, welches die Reiserückkehrenden ausfüllen müssen. Bitte geben Sie für die Kontaktaufnahme unbedingt Ihre Telefonnummer sowie eine E-Mail Adresse mit an!Dieses Formular wird nach dem Ausfüllen und Absenden automatisch an die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereichs „Gesundheit“ weitergeleitet. Daraufhin erhalten Sie zeitnah eine Rückmeldung. Schicken Sie, sofern bereits vorhanden, Ihr Testergebnis unaufgefordert als pdf-Anhang per Mail an reiserueckkehrer@gifhorn.de. Sollte dieser keine personenbezogenen Angaben (mind. Name und Geburtsdatum) enthalten (z.B. App Screenshot), geben Sie eine eidesstattliche Erklärung für Ihr Testergebnis ab: „Hiermit erkläre ich, Name, Vorname, geb. am XX.XX.XXX, dass es sich bei dem vorliegenden Screenshot/Foto um mein Testergebnis handelt.“

Zusätzlich stehen der Landkreis für Fragen oder Beratungsbedarf unter den folgenden Telefonnummer 05371-828726 und 05371-828728 zur Verfügung: montags - donnerstags 9 bis 15 Uhr, freitags 9 bis 12 Uhr. Fragen beantwortet das Gesundheitsamt auch per E-Mail an reiserueckkehrer@gifhorn.de.

Wichtig: Es ist darauf hinzuweisen, dass ein einmaliger negativer PCR-Test kein Garant ist, nicht doch innerhalb der verbleibenden Inkubationszeit von 14 Tagen infektiös zu werden. Daher sollte besonders in sensiblen Bereichen (z.B. Onkologie, Pflegeeinrichtungen etc.) dem Arbeitgeber bzw. der Betriebsmedizin das Restrisiko bekannt gegeben werden, um die Einsatzmöglichkeiten von Reiserückkehrenden unter den Beschäftigten abzuwägen. Alle Personen sind dazu verpflichtet, beim Auftreten von Krankheitssymptomen, die auf eine COVID-19 Erkrankung gemäß des Robert Koch-Institutes hinweisen, unverzüglich das zuständige Gesundheitsamt zu informieren. Mit Änderungen der rechtlichen Vorgaben für Reiserückkehrende ist voraussichtlich ab dem 15. September 2020 zu rechnen.

Wer muss in Quarantäne?

Personen, die auf dem Land-, See- oder Luftweg aus dem Ausland nach Niedersachsen einreisen und sich vor der Einreise in einem Risikogebiet für Infektionen mit SARS-CoV-2 aufgehalten haben. Dies gilt auch für Personen, die zunächst in ein anderes Land der Bundesrepublik Deutschland eingereist sind. Welche Gebiete Risikogebiete für Infektionen mit SARS-CoV-2 sind, wird durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt sowie das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat festgestellt und durch das Robert-Koch Institut veröffentlicht.

Wer muss nicht in Quarantäne?

Nicht in Quarantäne muss, wer:sich in den letzten 14 Tagen vor seiner Einreise in Bundesrepublik Deutschland nicht in einem Risikogebiet für Infektionen mit SARS-CoV-2 aufgehalten hat und Personen, die über ein ärztliches Zeugnis in deutscher oder englischer Sprache verfügen, das bestätigt, dass keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Infektion mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 vorhanden sind, und dieses der zuständigen Behörde auf Verlangen unverzüglich vorlegen. Das ärztliche Zeugnis muss sich auf eine molekularbiologische Testung auf das Vorliegen einer Infektion mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 stützen, die in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem sonstigen durch das Robert Koch-Institut bekannt gegebenen Staat durchgeführt und höchstens 48 Stunden vor der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland vorgenommen worden ist. Das ärztliche Zeugnis ist für mindestens 14 Tage nach der Einreise aufzubewahren.

Was bedeutet Quarantäne?

Die Personen sind verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben und sich für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Einreise ständig dort aufzuhalten. Es ist in diesem Zeitraum nicht gestattet, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht ihrem Hausstand angehören.

Der Link zur Gifhorner Corona-App:

Viele Menschen, die sich mit dem Corona-Virus anstecken, berichten von Symptomen wie trockenem Husten, Fieber, Muskel-, Gliederschmerzen, Geschmacks- und Geruchsverlust. Wenn Ärzte und Gesundheitsamt einen Überblick darüber hätten, in welchem Ort gerade vermehrt gehüstelt wird, könnte das ein wichtiger Indiz dafür sein, wo sich Viren gerade verbreiten. Genau dafür hat Prof. Dr. med. Dietmar Urbach, Chefarzt für Orthopädie und Unfallchirurgie im Helios Klinikum Gifhorn sowie externer Hochschullehrer an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, zusammen mit dem Wirtschaftsingenieur Sven Leiß eine App als Online-Umfrage entwickelt: „Covid-nein-danke“.

https://www.covid-nein-danke.de/

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