Corona in Braunschweig

Inzidenz in Braunschweig sinkt weiter

| Lesedauer: 8 Minuten
Neue Corona-Variante: Wie gefährlich ist "Centaurus"?

Neue Corona-Variante- Wie gefährlich ist Centaurus ?

Die Corona-Zahlen steigen wieder und abermals ist eine neue Variante des tödlichen Virus in Deutschland aufgetaucht. Wie gefährlich ist sie wirklich?

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Braunschweig.  Aktuell am Mittwoch: Mobile Impfteams sind auch in dieser Woche unterwegs. 42 Patienten in den Braunschweiger Kliniken haben Corona.

  • Die Inzidenz in Braunschweig geht weiter nach unten und liegt am Mittwoch, 10. August, bei 440.
  • Die Zahl der Menschen, die sich seit Beginn der Pandemie in Braunschweig nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert haben, liegt laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) jetzt bei 86.032. Innerhalb der letzten sieben Tage wurden 1093 Infektionsfälle in Braunschweig gemeldet. Die Dunkelziffer dürfte allerdings deutlich höher sein.
  • 307 Menschen sind bislang an oder mit Corona in Braunschweig gestorben. In den Braunschweiger Krankenhäusern werden zurzeit 43 Personen behandelt, davon 5 auf der Intensivstation, die mit Covid-19 infiziert sind. Corona ist dabei in den wenigsten Fällen der ursächliche Behandlungsgrund.
  • Achtung: Niedersachsen übermittelt am Wochenende und an Feiertagen keine Zahlen mehr ans RKI. Daher werden sonntags und montags keine aktuellen Inzidenzen ausgewiesen.

Wo wird in Braunschweig geimpft?

In der Stadthalle werden alle Arten von Impfungen angeboten, auch für Kinder ab 5 Jahren. Geöffnet ist von Montag bis Freitag jeweils von 8.30 bis 18.30 Uhr. Impfungen sind mit und ohne Termin möglich. Mitzubringen sind ein Ausweisdokument und, wenn vorhanden, der Impfpass sowie möglichst auch die ausgefüllten und unterschriebenen Aufklärungs- und Einwilligungsbögen. Diese stehen auf www.braunschweig.de/mobiles-impfen zum Download bereit. Es stehen die Impfstoffe von BionTech, Moderna sowie Novavax zur Verfügung.

Die mobilen Impfteams sind hier zu finden (ohne Terminvereinbarung):

  • Montag, 8. August, bis Freitag, 12. August, jeweils von 10 bis 18 Uhr, Schlossplatz im Bereich Eingang Stadtbibliothek sowie Globus, Otto-von-Guericke-Str. 11
  • Mittwoch, 10. August, von 9 bis 16 Uhr, HBK Braunschweig, Pippelweg 77

An allen Tagen stehen die Impfstoffe von BionTech (ab 12 Jahren) sowie Moderna zur Verfügung.

Sind Impfungen zu Hause möglich?

Als weiteren Service bietet das Impfzentrum jetzt auch Impfungen zu Hause an. Dieses Angebot richtet sich an Personen ab 60 Jahren bzw. mobilitätseingeschränkte Personen. Die Anmeldung und Terminvereinbarung ist möglich unter (0531) 470 8170 oder unter .

Wichtig: 175 Arztpraxen bieten nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung in Braunschweig Impfungen an. Auch etliche Apotheken haben die Zulassung zum Impfen.

Alles Wichtige zum Impfen finden Sie auf der Internetseite der Stadt.

Wo gibt es Beratung rund ums Impfen?

Impfberatung per Telefon: Die Stadt bietet auch eine telefonische Beratungssprechstunde an. Jeweils dienstags und donnerstags zwischen 14 und 17 Uhr ist es unter (0531) 470 8844 möglich, direkt mit einem Arzt oder einer Ärztin zu sprechen.

Impfberatung per Mail: Unter der Mailadresse können Menschen alle Fragen stellen und Vorbehalte im Zusammenhang mit der Corona-Schutzimpfung äußern. Ein Arzt oder eine Ärztin befasst sich damit.

Wie sind die aktuellen Regeln?

Maskenpflicht: Eine offiziell vorgegebene Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske besteht nur noch in Arztpraxen und vergleichbaren Einrichtungen, in Kranken- und Pflegeeinrichtungen und sonstigen Heimen. Das gleiche gilt für Obdachlosenunterkünfte, Flüchtlingsunterkünfte und Justizvollzugsanstalten. Eine Maske muss zudem auch weiterhin im ÖPNV getragen werden.

In allen anderen Bereichen entfällt die staatlich vorgegebene Maskenpflicht, beispielsweise im Einzelhandel oder in Gaststätten. Und es gibt im Infektionsschutzgesetz und in der Niedersächsischen Corona-Verordnung keine 2G- oder 3G-Zugangsbeschränkungen mehr und auch keine Personenobergrenzen.

Testpflicht: Vor dem Betreten von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, Asylbewerberheimen und Justizvollzugsanstalten muss auch zukünftig ein negativer Test vorgelegt werden.

Für den Kita- oder Schulbesuch ist kein negativer Test mehr notwendig.

Was empfiehlt die Landesregierung?

Die Landesregierung appelliert an die Eigenverantwortung. Die neue Corona-Verordnung enthält deswegen allgemeine Verhaltensempfehlungen:

Maske in geschlossenen Räumen von Einrichtungen und Anlagen mit Publikumsverkehr und an Orten mit hohem Personenaufkommen

Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen

Hygienemaßnahmen zum Schutz vor Infektionen und Belüftung insbesondere geschlossener Räume, in denen sich mehrere Menschen aufhalten

Welche Quarantäneregeln gelten zurzeit?

Corona-Infizierte müssen sich weiterhin in Isolation begeben – für mindestens fünf Tage. Für Kontaktpersonen von Infizierten gelte die „dringende Empfehlung“, selbstständig Kontakte zu reduzieren, hieß es – vor allem mit Menschen, die Risikogruppen für schwere Corona-Verläufe angehören. Sie sollten zudem täglich Selbsttests machen.

Das Schaubild zeigt die aktuell geltenden Regeln zur Quarantäne.

Aktuelle Nachrichten aus Braunschweig

Im Städtischen Klinikum fehlt jede dritte Pflegekraft. In der Sommerwelle steht der Maximalversorger in der Urlaubszeit vor einer nie dagewesenen Lage.

Wer bekommt den Schnelltest noch kostenlos? Die neue Corona-Testverordnung sorgt für Verunsicherung – und für großen Stress bei den Betreibern der Testzentren.

Schon jeder zweite Braunschweiger mit Corona infiziert? Mehr als 64.300 Braunschweiger hat es seit Pandemiebeginn offiziell getroffen. Die tatsächliche Zahl dürfte mindestens doppelt so hoch sein.

Pflege und Medizin: 475 Ungeimpfte in Braunschweig gemeldet. Die Impfpflicht in Einrichtungen gilt seit Mitte März. Gesundheitsamt setzt Fristen zur Nachimpfung. Im Extremfall droht befristetes Tätigkeitsverbot.

Braunschweiger Klinikum: Zunehmend milde Verläufe. Personalausfälle mehren sich, die Belastung in den Krankenhäusern bleibt trotzdem hoch. HEH senkt Zahl planbarer Eingriffe um zehn Prozent.

Wer erhält einen kostenlosen PCR-Test?

PCR-Tests werden nur gemacht, wenn ein positiver Schnelltest von einer Teststelle vorliegt. Die rote Warnmeldung auf der App reicht nicht für einen kostenlosen PCR-Test. Für das Freitesten, also das vorzeitige Beenden einer Isolierung beziehungsweise Quarantäne, reicht ein überwachter Antigen-Schnelltest von einer Teststelle aus.

Bei Labor-Auswertungen kommen PCR-Tests von Risikopatienten und Menschen in Einrichtungen wie Pflegeheimen, Praxen, Kliniken und Rettungsdiensten vorrangig zum Zuge. Auch sie müssen aber einen positiven Antigen-Schnelltest haben.

Wer gilt als genesen?

Als vollständig genesen gelten alle, die eine Corona-Infektion überstanden haben und dies mit einem positiven PCR-Labortest nachweisen können, der mindestens 28 Tage und höchstens 90 Tage (drei Monate) alt ist.

Genesene können sich bereits vier Wochen nach einer überstandenen Corona-Infektion gegen das Corona-Virus impfen lassen. Sie gelten dabei bereits mit nur einer Impfung als vollständig immunisiert und geschützt.

Wann springt die Corona-Warnapp auf Rot?

Grundsätzlich gilt: Die Berechnung des Infektionsrisikos basiert auf der Dauer der Begegnung mit einer (später positiv getesteten) Person, dem Abstand bei dieser Begegnung, der Zeit, die seit der Begegnung vergangen ist, und der Infektiosität (abhängig davon, wann und ob die Symptome eingesetzt haben). Überschreitet der daraus ermittelte Risikowert den vom Robert Koch-Institut vorgegebenen Schwellwert, erhalten die Benutzer eine Benachrichtigung über ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Die Corona-Warnapp zeigt zum Beispiel ein „erhöhtes Risiko“ an, wenn man sich mindestens 9 Minuten oder länger im Umkreis bis zu fünf Metern bei einer Person aufgehalten hat, die jetzt mit Corona infiziert ist.

Außerdem springt die App auf „rot“, wenn man mindestens zwei Einzelkontakte zu einer infizierten Person hatte, in deren Nähe man sich bis zu fünf Minuten in einem Abstand von 5 bis 10 Metern aufgehalten hat.

Verdacht auf Corona – was tun?

Wer die unten aufgeführten Kriterien erfüllt, sollte seinen Hausarzt anrufen. Bitte NICHT in die Notaufnahmen der Kliniken gehen. Hörgeschädigte können eine Mail an buergertelefon@braunschweig.de schicken. Außerhalb der Hausarzt-Sprechzeiten: Ärztlicher Bereitschaftsdienst116117.

Die Testkriterien des Robert-Koch-Instituts:

- schwere respiratorische Symptome (bspw. durch akute Bronchitis oder Pneumonie, Atemnot oder Fieber)

- Störung des Geruchs- und Geschmackssinns

- Erkrankungssymptome und Kontakt mit einem bestätigten Covid-19-Fall

- Verschlechterung des klinischen Bildes nach anhaltenden akuten respiratorischen Symptomen (wie Husten, Schnupfen, Fieber)

- Akute respiratorische Symptome jeder Schwere insbesondere bei Zugehörigkeit zu Risikogruppe ODER Tätigkeit in Pflege, Arztpraxis, Krankenhaus ODER möglicher Exposition (z.B. Veranstaltungen mit unzureichender Einhaltung der AHA+L-Regeln) ODER Kontakt zu Personen mit akuter respiratorischer Erkrankung (im Haushalt oder Cluster ungeklärter Ursache UND 7-Tages-Inzidenz > 35/100.000) ODER erfolgtem Kontakt zu vielen Personen ODER weiterhin (prospektiv) engem Kontakt zu vielen Personen oder Risikopatienten.

Mehr zum Thema

Die aktuelle Corona-Verordnung des Landes sowie weitere Grafiken und ausführliche Informationen finden Sie auf der Internetseite des Landes.

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Alle wichtigen Fragen und Antworten zu Corona in Niedersachsen gibt's hier . Welche Regeln zurzeit in Braunschweig gelten, erfahren Sie hier.

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Unsere Redaktionen sammeln alle wichtigen lokalen Infos zum Coronavirus auf FAQ-Seiten, die stets aktualisiert werden. Online sind die Überblicke aus Braunschweig, aus Wolfsburg, aus Wolfenbüttel, aus Gifhorn, aus Salzgitter, aus Peine und Helmstedt sowie aus .

Hier finden Sie eine Übersicht über die Corona-Lage im gesamten Bundesland Niedersachsen.

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