Vanuatu: Südseeparadies – und Opfer des Klimawandels

Braunschweig.  Der Weltgebetstag am 5. März befasst sich mit dem Inselstaat im Südpazifik. Im Braunschweiger Land bereiten Online-Werkstätten darauf vor.

Dieses Foto entstand 2015, nachdem ein Zyklon über Vanuatu hinweggefegt war und Verwüstung hinterlassen hatte.

Dieses Foto entstand 2015, nachdem ein Zyklon über Vanuatu hinweggefegt war und Verwüstung hinterlassen hatte.

Foto: Dave Hunt / dpa

Der Weltgebetstag ist mehr als ein Gottesdienst. Gemäß dem Motto „Informiert beten – betend handeln“ wollen die Initiatorinnen neugierig machen auf Leben und Glauben in anderen Ländern und Kulturen. Weltweit findet der Tag über Konfessionsgrenzen hinweg am ersten Freitag im März statt – und das soll sich trotz der Corona-Krise nicht ändern.

„Es ist wichtig, dass an diesem Tag in den Gemeinden etwas passiert, um christliche Frauen weltweit zu verbinden“, sagt Gerlinde Melcher, die den Weltgebetstag gemeinsam mit sechs Mitstreiterinnen aus dem Braunschweiger Land vorbereitet. „Die Frauen aus Vanuatu haben es verdient, gehört zu werden.“ Die Republik mit ihren 83 Inseln im Südpazifik steht in diesem Jahr im Mittelpunkt des ökumenischen Weltgebetstages: als Südseeparadies und als das Land, das weltweit am stärksten Naturgewalten und den Folgen des Klimawandels ausgesetzt ist. Das Motto lautet: „Worauf bauen wir?“

Es geht unter anderem um die Situation der Frauen

Um die Frauen in den Gemeinden über die Gestaltung der Gottesdienste zu informieren, finden im Januar und Februar Online-Werkstätten statt, für die sich Interessenten beim Landesverband Braunschweig der Evangelischen Frauenhilfe anmelden können. In den Werkstätten geht es beispielsweise um Bibelarbeit, Informationen über Vanuatu, die Situation der Frauen dort und um Klimagerechtigkeit.

Auch wer keinen Computer besitzt, soll nicht ausgeschlossen werden. „Wir wollen allen Mut machen, sich zu beteiligen“, sagt Gerlinde Melcher von der evangelischen Gemeinde Völkenrode/ Watenbüttel. Beim MVG Verlag (Postfach 101545 in 52015 Aachen) können Texte, Bilder und CDs mit Musikideen bestellt werden. Hier gibt es auch die kostenlosen Spendentütchen, mit denen Geld für weltweite Projekte für Frauen und Mädchen gesammelt werden soll, deren Fortführung ansonsten gefährdet wäre.

„An diesem Tag gemeinsam beten“

Falls die Corona-Krise weitere Einschränkungen erfordert, sind die Initiatorinnen gerüstet. „In den Gemeinden könnten am Weltgebetstag beispielsweise die Türen der Kirchen geöffnet bleiben“, schlägt Theda Elsen von der Friedenskirche vor. „Hier könnten Kerzen brennen, Bilder und Texte könnten über die Situation in Vanuatu und über Projekte informieren.“ Ein Gottesdienst zum Weltgebetstag werde auch von Bibel-TV übertragen.

„Es ist wichtig, an diesem Tag gemeinsam zu beten, den ökumenischen Gedanken zu leben und sich über das Gebet mit der Bibel auseinanderzusetzen“, betont die Katholikin Simone Gellrich aus der Gemeinde St. Aegidien. Und ihre Mitstreiterin Renate Senftleben aus Groß Denkte findet es nicht nur spannend, etwas über die Situation von Frauen aus aller Welt zu erfahren: „Es ist ermutigend, dass der Weltgebetstag in so vielen Ländern gefeiert wird.“

Jetzt noch schnell anmelden

Die kostenlosen Online-Werkstätten zur Vorbereitung des Weltgebetstages finden an folgenden Terminen jeweils von 15 bis 18 Uhr statt: 16., 23. und 30. Januar sowie am 6. Februar. Die Teilnehmerinnen sollten sich spätestens drei Tage vorher bei der Evangelischen Frauenhilfe Landesverband Braunschweig anmelden, Telefon (05331) 802540 oder per E-Mail sekretariat@frauenhilfe-bs.de. Weitere Informationen finden sich unter www.frauenhilfe-bs.de.

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