Das sind Braunschweigs neue Schulleiterinnen

Braunschweig.  An sieben Schulen in der Stadt wurden die Schulleiter-Stellen neu besetzt – allesamt mit Frauen. Weitere Neubesetzungen folgen.

„Herzlich Willkommen" steht auf dieser Schultafel. In Braunschweig sind sieben Schulleiterstellen neu besetzt worden. Weitere Besetzungsverfahren sind bald abgeschlossen.

„Herzlich Willkommen" steht auf dieser Schultafel. In Braunschweig sind sieben Schulleiterstellen neu besetzt worden. Weitere Besetzungsverfahren sind bald abgeschlossen.

Foto: Arno Burgi / Archiv dpa

An 16 Braunschweiger Schulen – von der Grundschule bis zur Berufsschule – haben sich mit Ablauf des vergangenen Schuljahres die Schulleiter und -leiterinnen verabschiedet. Sieben freie Stellen konnten mit Beginn des neuen Schuljahres wieder besetzt werden, die übrigen Schulen werden vorerst kommissarisch geleitet. Bei den neuen Schulleitern handelt es sich allesamt um Frauen: Sie werden sich am Freitag, 18. September, zu Beginn des Schulausschusses vorstellen, der um 15 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses beginnt. Die sieben neuen Schulleiterinnen stellen wir in Kurzporträts vor.

Jenny Holtzhauer leitet künftig die IGS Querum. Die 41-Jährige ist in Wolfenbüttel aufgewachsen und war zuletzt an der Sally-Perel-Gesamtschule in Volkmarode im Einsatz, als Jahrgangsleitung und auch als Stellvertreterin des Schulleiters. Holtzhauer unterrichtet Mathe und ihr Lieblingsfach: Sport. Sie liest gerne, fährt Fahrrad und ist gerne mit ihrer Familie auf Achse. Nach den Schwerpunkten gefragt, die sie setzen will, schreibt sie: „Die IGS Querum ist eine Schule für alle Schüler*innen. Ein Schwerpunkt in der Pandemiezeit wird sein, alle Schüler*innen in möglichen Szenarien A bis C zu erreichen und die Beziehung zum Schüler/ zur Schülerin intensiv zu pflegen.“ Weitere Schwerpunkte seien die Digitalisierung und die „Gesamtschule der Zukunft“. Neuer Stellvertretender Schulleiter ist Carsten Heidenreich.

Cathrin Baumgarten leitet gleich zwei Schulen: das Abendgymnasium und das Braunschweig-Kolleg. Sie kommt aus Göttingen, ist 47 Jahre alt und hat bereits viele Jahre an den beiden Schulen unterrichtet, die sie jetzt leitet – erst am Abendgymnasium, dann am Kolleg, zuletzt auch als Stellvertretende Schulleiterin beider Schulen. Cathrin Baumgarten unterrichtet Englisch und Französisch. Sie liebt die englische Sprache und die französische Lebensart und Kultur. Sie ist verheiratet und hat zwei Söhne(12 und 20 Jahre). Sie reist viel, arbeitet gerne im Garten und lässt den Gedanken dabei freien Lauf. An ihren Schulen will sie die Digitalisierung und das Lerncoaching weiter voranbringen und legt Wert auf eine Schule ohne Rassismus.

Antje Braun leitet die katholische Grundschule Hinter der Masch. Aufgewachsen ist die 50-Jährige in Wolfsburg, hat dort selbst eine katholische Grundschule besucht. Viele Jahre war sie als Lehrerin an der Grundschule Rheinring beschäftigt, unterbrochen von zwei längeren Auslandsaufenthalten in Peking und Seoul. Zuletzt war sie abgeordnet an die Grundschule Adenbüttel im Kreis Gifhorn. Antje Braun unterrichtet Mathe, Musik und Sport. Als Schulleiterin will sie Kinder mit selbstbestimmtem Lernen in eine bildungssichere Zukunft führen und das reichhaltige Schulleben mit religiösen Festen und Schulmessen weiterführen, wie sie sagt. Braun ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Sie wandert und reist gerne, besonders durch Asien, singt im Chor, schwimmt und fährt Fahrrad.

Petra Feder ist die neue Schulleiterin der Grundschule Am Schwarzen Berge. Sie ist 58 Jahre alt, hat zwei erwachsene Töchter und ist in Wolfsburg aufgewachsen. Als Schulleiterin hat sie Erfahrung, da sie zuletzt die Grundschule Pestalozzistraße in Helmstedt geleitet hat. Sie unterrichtet Mathe, Kunst und Sport. „Unsere Kinder an der Schule mit ihren individuellen Bedürfnissen, ihrer Begeisterungsfähigkeit und ihrer Neugier stehen für mich im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit“ sagt sie und legt Wert auf Strategien zum selbstgesteuerten Lernen. Petra Feder wandert gerne auf Fernwanderwegen durch Europa, reist in ihrer Freizeit um die Welt und genießt Kultur gemeinsam mit anderen. Außerdem kocht sie gerne thailändische Gerichte.

Corinna Hollinger leitet die Grundschule Comeniusstraße. Sie ist 54 Jahre alt, hat in Braunschweig Mathematik, Deutsch und evangelische Religion studiert und war selbst Schülerin der Hoffmann-von-Fallersleben-Schule. Sie ist seit 25 Jahren Schulleiterin, die längste Zeit davon in Rheinland-Pfalz. Nach ihrer Rückkehr in ihre Heimatstadt hat sie die Grund- und Hauptschule Groß Ilsede im Kreis Peine geleitet. Für besonders wichtig hält Hollinger in Corona-Zeiten den sozialförderlichen und demokratischen Auftrag von Schule, wie sie sagt: „Kinder brauchen Kinder, damit Lebens- und Lernraum funktionieren kann. Schwerpunkte unserer Arbeit sind deshalb motivierende und tragfähige Lern- und Freizeitangebote.“ Ihr Ziel: „Schülerin und jeder Schüler soll an unserer Schule eine sorgenfreie und glückliche Grundschulzeit erleben, in der es nicht nur mit Freude erfolgreich lernt, sondern sich wohl und geborgen fühlen kann.“ Corinna Hollinger hat einen Sohn (23) und eine Tochter (17). Hobbys: Familie, Kochen, Theater- und Konzertbesuche, Tennis und Wandern im Harz.

Melanie Schröter hat die Leitung der Grundschule Gliesmarode übernommen. Sie ist 45 Jahre, verheiratet und wohnt mit ihrem Mann, Sohn (12) und Tochter (8) in Braunschweig. Aufgewachsen ist sie in Gifhorn, hat in Braunschweig studiert. Deutsch, Englisch und Mathe sind ihre Fächer. Sie war zuletzt an der Grundschule Comeniusstraße tätig. Über ihre neue Schule sagt sie: „Die Grundschule Gliesmarode ist eine musikalische Grundschule. Wir haben zwei Chorklassen und wollen das weiter ausbauen.“ Ein Schwerpunkt der nächsten Jahre werde die Umwandlung ihrer Schule zur Ganztagsschule. Auch die Digitalisierung ist ihr ein Anliegen: „Jedes Klassenzimmer sollte über eine interaktive Tafel verfügen, WLan muss problemlos zur Verfügung stehen.“ In ihrer Freizeit kommt sie mit einem guten Buch zur Ruhe, geht gerne ins Theater. Den Kopf frei bekommt sie am besten am und auf dem Meer oder in den Bergen beim Wandern und Skifahren.

Ilka Asmus leitet die Grundschule Rheinring. Zuvor hat sie acht Jahre die Grundschule in dem Ort geführt, in dem sie auch aufgewachsen ist: Broitzem. Ihr Abitur hat sie an der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule in der Weststadt gemacht – also in Sichtweite ihrer neuen Wirkungsstätte. Ilka Asmus ist 47 Jahre und hat in Braunschweig studiert. Sie unterrichtet Mathe, Sachunterricht und Religion. Ziele und Ideen für ihre neue Schule? „Den Ganztag so gestalten, dass die Schule ein Haus für alle wird. Kinder, Eltern, alle Kulturen sollen gemeinsam Schule gestalten.“ Ilka Asmus beschäftigt sich gerne mit ihren zwei Hunden und ihrem Pferd, neuerdings spielt sie Klavier: „Ein schöner Ausgleich zum Schulalltag.“

Die Besetzungsverfahren an folgenden Schulen sind noch nicht abgeschlossen: an den Grundschulen Broitzem, Wenden, St. Josef und Rühme sowie an der Oswald-Berkhan-Förderschule, der Grund- und Hauptschule Pestalozzistraße, der Heinrich-Büssing-Berufsschule, der Johannes-Selenka-Berufsschule sowie der Technikakademie.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder