Braunschweig zahlt armen Familien mit Kindern Soforthilfe

Braunschweig.  Es geht um rund 8000 Kinder und Jugendliche. Die Stadt will die Familien angesichts der Corona-Krise mit einem kleinen Beitrag unterstützen.

Das kostenlose Mittagessen in der Ganztagsbetreuung fällt aufgrund der Corona-Krise weg.

Das kostenlose Mittagessen in der Ganztagsbetreuung fällt aufgrund der Corona-Krise weg.

Foto: Jens Büttner / dpa

Familien mit Kindern und Jugendlichen, die von Armut betroffen sind, erhalten jetzt eine kleine Soforthilfe. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, geht es um schätzungsweise 8000 Kinder und Jugendliche in Braunschweig. Pro Kind stehen demnach einmalig 30 Euro zur Verfügung.

Die Corona-Krise habe für die Familien weitreichende Folgen, sagt Sozialdezernentin Christine Arbogast. „Durch die Schließung der Kitas und Schulen fehlen die professionelle Unterstützung beim Lernfortschritt sowie die sozialen Unterstützungsangebote. Zudem fällt das kostenlose Mittagessen in der Ganztagsbetreuung weg.“ Regelsatzerhöhungen in der Grundsicherung oder bei den Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket seien in der aktuellen Rechtslage aber nicht möglich. Man wolle daher auf anderem Weg eine kleine finanzielle Unterstützung ermöglichen, insbesondere Familien mit mehreren Kindern. „Zugleich wollen wir ein Zeichen setzen: Die Stadtgesellschaft hält zusammen.“

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Die Verwaltung will zum einen die in diesem Schuljahr noch nicht abgerufenen Mittel aus dem Schulmittelfonds umwidmen. Das sind laut der Pressemitteilung rund 180.000 Euro. Dieser Fonds wird normalerweise dafür genutzt, Kinder aus Familien mit geringem Einkommen zum Beispiel bei Schulbedarf und Bildungsangeboten zu unterstützen.

Zum anderen soll das Geld aus dem Schulmittelfonds jetzt noch um weitere 60.000 Euro aus dem spendenfinanzierten „Braunschweiger Fonds für Kinder und Jugendliche“ aufgestockt werden. Damit stehen für die Soforthilfe 240.000 Euro zur Verfügung.

„Wie genau die Auszahlung ablaufen wird, befindet sich zurzeit in Klärung“, heißt es seitens der Stadtverwaltung. „Die berechtigten Familien müssen nichts unternehmen. Sie werden informiert, sobald die Mittel verteilt werden können.“

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