Polizei rät von gefährlich aussehenden Karnevalskostümen ab

Braunschweig.  Verkleidet als Terrorist zum Schoduvel? Schlechte Idee, wie die Polizei betont. Unter den Rathauskolonnaden gibt es Sonntag ein Glasflaschenverbot.

Polizei während des Schoduvels im Jahr 2017 in Braunschweig.

Polizei während des Schoduvels im Jahr 2017 in Braunschweig.

Foto: Florian Kleinschmidt / Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

Nach der Karnevalsabsage in Braunschweig wegen einer Terrorwarnung vor vier Jahren hat die Polizei die Besucher auch für den Umzug an diesem Sonntag zum Verzicht auf gefährlich aussehende Verkleidungen aufgerufen. Auch sollten Taschen und Rucksäcke nicht unbeaufsichtigt abgelegt werden, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Videoteams und Kameras im Einsatz

Zu dem Schoduvel,zu dem rund 200.000 Zuschauer erwartet werden, rüstet die Polizei sich wieder mit einer Vielzahl von Sicherheitsmaßnahmen. Neben den üblichen Barrieren und Absperrgittern an der Strecke werden zusätzliche massive Sperren mit Hilfe von schweren Fahrzeugen und Containern aufgebaut. Mobile Videoteams und zusätzliche Kameras in der Innenstadt überwachen das Geschehen.

Glasflaschenverbot unter Rathauskolonnaden

Eine Neuerung ist in diesem Jahr ein Glasflaschenverbot unter den Rathauskolonnaden, das Stadt und Polizei gezielt überwachen wollen. In dem beengten Bereich hatte es laut Polizei in der Vergangenheit, etwa zu Silvester, gefährliche Situationen gegeben. Auch das Abbrennen von Feuerwerk sei verboten.

Anreise am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Um größere Verkehrsbehinderungen zu vermeiden, empfahl die Polizei die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Schoduvel gilt als größter Karnevalsumzug Norddeutschlands. Der Brauch lässt sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen. Erst seit 1979 gibt es jährlich einen Karnevalsumzug in Braunschweig. Nur 2015 fiel er kurzfristig wegen einer Terrorwarnung aus. dpa

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