Einstige Braunschweiger Pfarrerin wird Bischöfin in Lübeck

Braunschweig.  Kristina Kühnbaum-Schmidt wird das Amt im April 2019 antreten. Seit 2013 ist sie Regionalbischöfin für Meiningen-Suhl.

Kristina Kühnbaum-Schmidt war in Braunschweig in der der Wicherngemeinde und an St. Petri tätig.

Kristina Kühnbaum-Schmidt war in Braunschweig in der der Wicherngemeinde und an St. Petri tätig.

Foto: susanne Hübner / Evangelische Kirche

Deutschlands jüngste evangelische Landeskirche wird künftig von einer ehemaligen Braunschweigerin geführt: Kristina Kühnbaum-Schmidt wird Landesbischöfin der Nordkirche. Die 54-Jährige erhielt am Donnerstag im ersten Wahlgang 90 Stimmen der Landessynode. Notwendig wären 79 Stimmen gewesen. Ihr Mitbewerber, der Hamburger Propst Karl-Heinrich Melzer (60), bekam 56 Stimmen.

Kühnbaum-Schmidt wird ihr neues Amt im April 2019 antreten. Zurzeit ist sie noch Regionalbischöfin für den Propstsprengel Meiningen-Suhl. Dieses Amt hatte sie 2013 angetreten. In ihrer Vorstellungsrede zur jetzigen Wahl sagte sie: Als gebürtige Braunschweigerin sei sie eine „Grenzgängerin zwischen Ost und West“ – sie arbeite derzeit in einer Region mit wenig Christen. In einer solchen Umgebung müsse sie den Glauben „elementar, klar und verständlich“ vermitteln. Ein Pfarramt sei auch immer ein „Fahramt“ – zur Kirmes, zur Tafel oder bei Demos gegen rechts.

Kühnbaum-Schmidt studierte evangelische Theologie in Göttingen und Berlin. 1995 wurde sie in der Landeskirche Braunschweig ordiniert. Sie arbeitete als Pfarrerin in der Wicherngemeinde in Lehndorf/Kanzlerfeld und an St. Petri sowie in der Öffentlichkeitsarbeit. Ab 2009 war sie zusätzlich pastoralpsychologische Beraterin und Supervisorin ihrer Landeskirche und Dozentin für Seelsorge am Predigerseminar. 2015 wurde sie in die Leitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) gewählt.

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern und gehört mit mehr als zwei Millionen Gemeindegliedern zu den sechs größten Landeskirchen.

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